Speed Bike Test 2022 & Indoor Cycle Kaufberatung

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Was ist ein Speed Bike bzw. Indoor Bike?

Das Speed Bike bzw. Indoor Cycle wurde ursprünglich entwickelt, um Radsportlern bei ungünstigen Wetterbedingungen ein spezifisches Training zu ermöglichen, das möglichst realitätsnah das Radfahren auf der Straße simuliert. Charakteristisch für ein Indoor Bike ist ein puristisches, sportliches Aussehen, ein deutlich größeres und schwereres Schwungrad im Vergleich zu einem Ergometer, ein sehr gleichmäßiger Rundlauf, eine möglichst direkte Kraftübertragung und ein Bremssystem, das in der Lage ist, einen extrem hohen Tretwiderstand zu generieren. Ziel des Indoor Cyclings ist ein besonders effektives Training von Kraft und Ausdauer.

TOP 3 Indoor Cycles unter 1.200 Euro im Test

 
Zum TestberichtSchwinn Speedbike IC8 im TestSportstech Indoor Cycle SX400 im TestSunny Health & Fitness SF-B1805 im Test
Maximales Benutzergewicht150 kg150 kg135 kg
Körpergrößeca. 1,53 - 1,96 Meterca. 1,65 - 1,95 Meterca. 1,55 - 2,0 Meter
WiderstandMagnetbremse (sehr leise)Filzbremse (leise)Magnetbremse (sehr leise)
Schwungmasse18 kg22 kg20 kg
Computer AnzeigeZeit, Geschwindigkeit, Distanz, Kalorien, Puls, TrittfrequenzZeit, Geschwindigkeit, Distanz, Kalorien, Puls, Trittfrequenzkein Bordcomputer
Aber mit Sensoren und Wahoo App Anzeige möglich
Leistung in Wattvia Zwift Appneinnein
Pulsmessung via PulsgurtkompatibelkompatibelÜber Wahoo App
TrainingsappsPeloton
Zwift
Kinomap
Explore the World
Kinomap
Peloton (mit Trittfrequenzsensor)
Handgelenkauflageja ja nein
PedaleSPD Klick PedaleStandardgewinde - gegen SPD Klick Pedale austauschbar

gegen SPD Klick Pedale austauschbar

>> zum Artikel: Sportstech Profi Indoor Cycle SX400 vs. SX200 vs. SX500

TOP 3 Indoor Cycles in Studioqualität – Empfehlungen unter 3.000 Euro

TOP 1: Keiser M3i Speed Bike: Der Rolls-Royce des Indoor Cyclings

  • Einzigartiger Rundlauf
  • Stabiler Stahlrahmen
  • Wirbelstrombremse für präzise Steuerung
  • SPD-Pedale
  • Watt-Anzeige
  • Zwift App
  • Rouvy und Kinomap App Anbindung
Keiser M3i Innenfahrrad...

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Das Keiser M3i gilt als der Goldstandard für Indoor Bikes in der Speedbike-Szene in den USA. Mehr als 80% der professionellen Sport-Teams auf der Welt trainiert mit Keiser Fitnessgeräten und es wurden mehr als 300.000 Keiser Indoor Bikes bisher verkauft. Auf Keiser Bikes wird in Rehabilitationszentren und großen Fitnessstudios trainiert, auch die US-Bundesbehörde für Raumfahrt (NASA) und die Spezialeinheit der US Navy nutzen die Marken Indoor Cycles. Profi Baseball- und Fußball Teams und Olympiateilnehmer bereiten sich darauf auf die härtesten Wettkämpfe ihres Lebens vor. Mit dem Keiser M3i erhält man ein Indoor Cycle in professioneller Studioqualität mit einzigartigem Rundlauf, das harte Trainingseinheiten locker wegsteckt. Ein flüsterleiser Betrieb, Wirbelstrombremse für die präzise Steuerung von 24 Widerstandsstufen, eine Watt-Anzeige und Zwift Anbindung gehören zu den Vorteilen dieses Spitzenprodukts. Den vollständigen Artikel über das Keiser M3i finden Sie hier.

TOP 2: ICG Ride CX Indoor Bike – Professionelle Qualität aus Deutschland

  • Authentisches Rennrad-Feeling
  • Breiter Widerstandsbereich mit feiner Dosierung
  • Optimaler Q-Faktor
  • Performance Lenker
  • SPD-Klicksystem
  • WattRate-Leistungsmessung
  • „Coach By Color“ Trainingssteuerung
  • Kostenfreie ICG-App
  • Zwift und Strava Anbindung
ICG Ride CX Indoor Bike | Coach by Color Trainingssteuerung |...

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Das Ride CX von ICG, dem Marktführer im Bereich Premium Indoor Cycling, bringt professionelles Radsport-Training nach Hause. Herzstück des 51 kg schweren Bikes ist ein Magnetbremssystem, das über einen Drehknopf mit 100 taktilen Rasterungen manuell geregelt wird und einen sehr breiten Widerstandsbereich sowie gleichzeitig eine feine Dosierung der Bremskraft ermöglicht. Das Übersetzungsverhältnis von 1:10 zwischen der Antriebseinheit und der 4,3 kg schweren Schwungscheibe sollte in jeder Fahrsituation einen runden Tritt gewährleisten. Beim Ride CX ist alles auf ein möglichst authentisches Rennradtraining ausgelegt: Horizontale und vertikale Einstellmöglichkeiten an Sattel und Lenker unterstützen eine ergonomische, sportliche Sitzposition. Der Performance Lenker ist einem Rennlenker nachempfunden und bietet sämtliche Griffmöglichkeiten eines Rennrads sowie zwei Flaschenhalter in Triathlonposition. Der Q-Faktor ist mit 155 mm auf maximale Effizienz beim Treten dimensioniert. Kombipedale mit Fußkorb auf der einen und SPD-Klicksystem auf der anderen Seite bieten den Füßen sicheren Halt.

Was den integrierten Bordcomputer des Indoor Bikes betrifft, setzen die Konstrukteure von ICG auf eine übersichtliche Darstellung aller wichtigen Trainingsdaten, darunter selbstverständlich auch Watt, Trittfrequenz und Puls, sowie auf ein intuitives Trainingskonzept mit „Coach By Color“-Farbanzeige. Hierbei wird die persönliche Trainingszone im oberen Bereich des Displays wahlweise in Abhängigkeit von der Tretleistung oder der Herzfrequenz anhand einer Farbskala dargestellt, was jederzeit auf einen Blick für optimale Trainingskontrolle sorgt. Der patentierte WattRate-Leistungsmesser gewährleistet aufgrund seiner direkten Messmethode höchste Präzision mit einer Abweichung von nur +/-1 % und ist unempfindlich gegen Störeinflüsse wie Temperaturschwankungen oder Luftfeuchtigkeit. Schnittstellen für Bluetooth und ANT+ ermöglichen die Verwendung von Apps auf dem eigenen Tablet. Zusatzkosten durch Abo-Verpflichtungen fallen dafür nicht an. Die hauseigene ICG-App kann dauerhaft kostenfrei genutzt werden, ist jedoch nicht zwingend notwendig, da der Bordcomputer auf einen einfachen Datenaustausch mit allen gängigen Trainings-Apps wie Zwift, Strava, Google Fit, Apple Health usw. ausgelegt ist.

TOP 3: NordicTrack S22i – Speed Bike in Fitnessstudio Qualität

  • Neigungsfunktion für Steigung und Gefälle
  • Riesiger 22-Zoll-HD-Touchscreen
  • Interaktives Studiotraining mit der iFIT App
  • Silent Magnetic Resistance Technologie SMR™
NordicTrack Commercial Studio Cycle...

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Das NordicTrack S22i ist ein Indoor Bike des amerikanischen Unternehmens ICON Health & Fitness Group, welches 1977 gegründet wurde und heute zu den Marktführern von qualitätsvollen Fitnessgeräten zählt. Das Gerät ist Teil eines Konzepts, das ein interaktives Studiotraining mit iFIT-Gruppenkursen auch von zu Hause aus möglich machen soll. Der Antrieb der 13 kg schweren Schwungscheibe erfolgt direkt, das heißt ohne Freilauf. Über eine elektronisch verstellbare Magnetbremse sind 24 verschiedene Widerstandsstufen einstellbar. Das S22i verfügt außerdem über eine Neigungsfunktion, die mithilfe eines Servomotors eine Steigung von bis zu 20 % und ein Gefälle von 10 % erlebbar macht und damit ein noch authentischeres Fahrgefühl vermittelt. Laut Hersteller soll das Speed Bike damit zum vollwertigen Ersatz fürs Fitnessstudio werden. Dank der der Silent Magnetic Resistance Technologie SMR™ soll eine fließende und leise Bewegung beim Treten ermöglicht werden. Der riesige Bildschirm, der um jeweils 90° nach rechts und links schwenkbar auf einem Haltebügel angebracht ist, liefert über einen iFit-Zugang Studio-Sessions, Live- und On-Demand-Workouts, Scenic Rides auf Strecken rund um die Welt, aber auch Yoga- und Krafttraining per Stream. Hier erwartet Sie ein Cycling-Erlebnis mit international bekannten Profi-Coaches, die Sie über Ihre gesamte Session begleiten.

Die Trainer passen Ihren Widerstand und Neigung automatisch während der Workouts an.

Im Lieferumfang sind zwei Hanteln mit einem Gewicht von je 1,4 kg enthalten, die beim Ganzkörpertraining unterstützen. Für diese ist das Speed Bike mit Hantelablagen ausgestattet. So bietet das Studio Cycle Bike von NordicTrack ein spannendes Crosstraining zu Hause mit einem persönlichen Trainer auf dem Bildschirm. Die ersten 30 Tage kann die iFit App kostenlos genutzt werden. Nach Ablauf des Probemonats wird das Abo automatisch verlängert, wofür monatliche Kosten anfallen. Eine Bluetooth-Schnittstelle für Kopfhörer sowie Handpulssensoren am Lenker sind vorhanden. Das Indoor Bike wiegt stolze 93 kg, was neben dem robusten Stahlrahmen zum Teil auch dem großen Bildschirm und der Steigungsfunktion geschuldet ist. Mit einem solch hohen Eigengewicht ist jedoch auch ein bombenfester Stand auf dem Boden verbunden, auch im Wiegetritt. Das maximal zulässige Benutzergewicht beträgt 135 kg. Eine horizontale und vertikale Verstellmöglichkeit des Sattels ist ebenso gegeben, wie eine Anpassung der Lenkerhöhe. Ab Werk sind am S22i Pedale mit Halteriemen verbaut, die bei Bedarf aber problemlos durch Systempedale ersetzt werden können. Für eine willkommene Erfrischung sorgt der integrierte Ventilator, der manuell oder ganz automatisch in Abhängigkeit von der Trainingsintensität geregelt wird.

 

 

Die Bezeichnung „Spinning Bike“ ist markenrechtlich geschützt

Das Wort „Spinning“ ist markenrechtlich geschützt. Daher werden andere ähnliche Geräte als „Speed Bike“, „Speed Heimtrainer“, „Indoor Bike“ oder „Indoor Cycle“ bezeichnet.

Unterschied zwischen Speed Bike/Indoor Bike und Ergometer

  • „Alles geben“ und „an seinen Grenzen gehen“ heißt hier die Devise! Im Unterschied zu einem Ergometer ist ein Speed Bike auf ein intensiveres und leistungsorientiertes Training ausgelegt, und nicht auf ein schonendes Kardiotraining. Deshalb ist dieser Hometrainer so aufgebaut, dass der Lenker der Position eines Rennrades sehr nahe kommt. Auf einem Speed Bike wird im Stehen gefahren (Wiegetritte) und gesprintet, so als würde man auf einem richtigen Rennrad sitzen.
  • Die meisten Indoor Bikes verfügen über keinen Freilauf. Das bedeutet, dass sich das Schwungrad und die Kurbelarme immer zusammen bewegen und anhalten, sie sind gekopelt. Die Kurbelarme sind gezwungen sich mitzudrehen, solange die Schwungscheibe in Bewegung ist, wodurch man auch selber „gezwungen“ ist mitzutreten. Somit können leichter hohe Trittfrequenzen gefahren werden. Allerdings drehen sich die Kurbelarme auch dann weiter, wenn der Benutzer die Tretbewegung unterbricht, weil sich die Schwungscheibe noch weiter dreht (im Gegensatz zu einem Ergometer). Abgebremst werden kann nur durch die eigene Beinkraft oder mithilfe der Bremse.
  • Durch den sportlichen Aufbau und das grundsätzlich deutlich schwerere Schwungrad im Vergleich zum Ergometer kann man auf dem Speed Bike leichter eine hohe Trittfrequenz erreichen und zu hohen Intensitäten übergehen als bei einem gängigen Fahrradergometer, wodurch Indoor Bikes mehr für ambitionierte Sportler geeignet sind.
  • Durch die hohen Trittfrequenzen auf dem Indoor Bike kann man schneller abnehmen als auf dem normalen Heimtrainer-Fahrrad. Indoor Cycling Trainingseinheiten von etwa 45 Minuten sind ideal, um den Fettstoffwechsel anzuregen und Fettdepots zu reduzieren. Gleichzeitig werden Beine und Po geformt.
Wie hoch ist der Kalorienverbrauch auf einem Speed Bike?

Natürlich eignet sich ein Speed Bike auch für diejenigen, die nur ihren Gesundheitszustand verbessern wollen, aber es ist hauptsächlich für Menschen gedacht, die Ihre Leistungsbereitschaft optimieren und abnehmen wollen. Bei Rückenproblemen oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen sollte man sich vor dem Training einen ärztlichen Rat einholen. In diesem Fall könnte ein Ergometer die bessere Wahl sein (siehe auch Ergometer Kaufberatung).

Wie findet man ein passendes Indoor Cycle und welche Unterschiede gibt es?

Je nach Preisklasse gibt es große Unterschiede in den Ausstattungsmerkmalen von Indoor Cycles und Speed Bikes. Ein günstiges Indoor Cycle ist mitunter schon ab 300 € zu haben, einige Modelle kosten aber auch fast das zehnfache. Grundsätzlich kann man sagen, dass man umso tiefer in die Tasche greifen muss, je höher die Ansprüche an die Langlebigkeit, die Qualität, die individuellen Einstellmöglichkeiten und ein authentisches Fahrgefühl sind.

Aufgrund des vielfältigen Angebots und der riesigen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Modellen sollte man sich vor dem Kauf daher gut überlegen, welches Speed Bike im Einzelfall das richtige ist. Dabei müssen auch persönliche Kriterien wie Nutzungsdauer- und -häufigkeit, Trainingsziele und Ausstattungsmerkmale abgewogen werden. Die Fragen in dem Schaubild unten können im Vorfeld dabei helfen, sich über die eigenen Ansprüche klar zu werden. Auf der rechten Seite des Schaubilds haben wir wichtige Kriterien zur Ausstattung eines Indoor Bikes zusammengefasst, die beim Kauf genauer unter die Lupe genommen werden sollten.

Im Folgenden werden die einzelnen Komponenten von Indoor Cycles und deren mögliche Varianten näher erläutert.

Worauf sollte man beim Kauf eines Indoor Cycles achten?

Die Schwungmasse

Wohl die wichtigste Komponente eines jeden Indoor Bikes ist die Schwungmasse. Diese besteht neben der Schwungscheibe aus allen Teilen, die beim Treten bewegt werden, wie Kurbeln, Antriebsrad und Antriebsriemen. Das Gewicht der Schwungmasse ist ausschlaggebend dafür wie nahe das Fahrgefühl auf dem Speed Bike dem auf einem Fahrrad kommt. Als Faustregel gilt: je größer die Schwungmasse, desto höher die kinetische Energie (Rotationsenergie), mit der die Totpunkte beim Treten überwunden werden. Daraus ergibt sich ein besserer, harmonischer Rundlauf und ein sanfterer, schnellerer Schwung, welche das Fahrgefühl natürlicher machen . Nur mit großen Schwungmassen lassen sich hohe Trittfrequenzen gleichmäßig und gelenkschonend trainieren (Ausnahme ist das Keiser M3i).

Da das Speed Bike ein kraftvolleres Training aushalten muss und höhere Trittfrequenzen erreicht werden sollen als ein gängiges Heimtrainer-Fahrrad, wird es entsprechend mit einer viel höheren Schwungmasse ausgestattet. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Schwungmasse des Speed Bikes bei mindestens 16 kg liegt. Bei einer Schwungmasse von nur 14 kg kann man vom Indoor Bike kein Training mit maximalen Belastungen und dann auch noch gleichzeitig im Stehen erwarten. In den höheren Preisklassen ab 1000 Euro sind Schwungmassen von 18 kg üblich. In Kombination mit hochwertigen Antriebskomponenten ist diese für einen schönen Rundlauf ausreichend. Wer nach einem Speed Bike mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis sucht, welches eine ordentliche Schwungmasse besitzt kann sich das Sportstech Modell SX400 ansehen. Die Schwungmasse beträgt hier satte 22 kg bei einem akzeptablen Preis.

Das Bremssystem

Das Bremssystem hat die Aufgabe, das Schwungrad so abzubremsen, dass beim Treten ein definierter Widerstand entsteht. Bei Speed Heimtrainer werden fast immer manuell einstellbare Bremsen eingesetzt. Grundsätzlich sind dabei zwei verschiedene Bremssysteme möglich: die Schleifbremse und die Magnetbremse.

Die Schleifbremse arbeitet entweder mit einem Bremsbacken, der von oben auf die Lauffläche des Schwungrades drückt, oder mit zwei Bremsbacken, die von rechts und links gegen die Seitenflächen des Schwungrades drücken. Die Metallbacken sind dabei üblicherweise entweder mit Filz oder Leder belegt. Über einen Drehknopf kann der Druck auf das Schwungrad und damit der Tretwiderstand stufenlos verändert werden.

Der Vorteil der Filzplatten-Bremsen ist, dass sie im Vergleich zu der Magnetbremse einen sehr hohen Tretwiderstand ermöglichen. Und je höher der Widerstand, desto kräftiger muss man treten und desto mehr schwitzt man. Sie verursachen jedoch Schleifgeräusche an der Bremse und nutzen sich mit der Zeit aus.

Leise und ohne Verschleiß arbeitet das Magnetbremssystem. Hierbei wird ein Magnet eingesetzt, dessen Abstand zur Schwungscheibe über einen Einstellknopf verändert werden kann. Je kleiner der Abstand zwischen Magnet und Schwungscheibe, desto größer ist die Bremswirkung. Magnetbremssysteme sind in der Regel teurer als Schleifbremsen, bieten jedoch zwei große Vorteile: Da sie berührungslos arbeiten, laufen sie nahezu geräuschlos.

Der Antrieb

Bei Speed Bikes wird üblicherweise ein starrer Antrieb genutzt. Dieser ermöglicht eine direktere Kraftübertragung, hat aber keinen Freilauf.

Prinzipiell werden zwei verschiedene Antriebsarten genutzt, die die Kraft von den Pedalen auf die Schwungscheibe bringen: der Kettenantrieb und der Riemenantrieb. Der Kettenantrieb muss regelmäßig gewartet werden, damit er leichtgängig bleibt. Außerdem verursacht die Kette beim Training laute Laufgeräusche. Der Riemenantrieb bietet den Vorteil, dass er nahezu geräuschlos arbeitet. Zudem ist der Poly-V-Riemen wartungsfrei. Es entfallen Wartungsarbeiten wie ölen, fetten oder spannen. Für das Training in den eigenen vier Wänden ist der Riemenantrieb eindeutig die bessere Wahl.

Die Pedale

Beim Indoor Cycling werden mitunter große Kräfte aufs Pedal gebracht, besonders beim Fahren im Wiegetritt. Da ein Abrutschen vom Pedal sehr schmerzhafte Folgen nach sich ziehen kann, unter anderem auch wegen des fehlenden Freilaufs, muss ein sicherer Halt der Füße unbedingt gewährleistet sein.

Oft wird der Fuß über Haken mit Riemen auf dem Pedal fixiert. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Fußriemen individuell in der Weite einstellbar sind. Bei dieser Methode können normale Turnschuhe beim Training getragen werden.

Klickpedale: Rutschfest & optimale Kraftübertragung

Andere Modelle sind mit Klickpedalen ausgestattet, in denen Fahrradschuhe mit entsprechendem Klicksystem eingerastet werden können. Es wird dabei eine feste Verbindung des Klick-Pedals mit dem Pedalier-Schuh hergestellt, was das Abrutschen vom Pedal verhindert. Auch beim Hochziehen des Pedals, bringt man mit dem Fuß mehr Kraft auf die Kette, was die Kraftübertragung und den runden Tritt verbessert. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass Pedal und Schuh zueinander kompatibel sind. Das SPD Klicksystem von Shimano ist ein weit verbreiterter Pedalstandard bei Mountainbikes. Die Abkürzung SPD steht für Shimano Pedaling Dynamics. Bei Rennrädern dagegen ist das System von Look Standard. Ein Beispiel für Speed Bike mit SPD Klickpedalen ist das Sportstech Indoor Cycle SX500.

Einige Hersteller statten ihre Speed Bikes auch mit Kombipedalen aus, die wahlweise beide Befestigungsvarianten ermöglichen. Das bietet dem Benutzer die größte Flexibilität und ist besonders dann empfehlenswert, wenn mehrere Personen dasselbe Bike zum Trainieren benutzen.

Meistens verfügen die Kurbeln von Indoor Bikes über ein gängiges Pedalgewinde mit einem Gewindemaß von 9/16″. Ist dies der Fall, können die Pedale problemlos gegen andere Systempedale ausgetauscht werden.

Die Kurbel

Die Geometrie der Kurbel ist maßgeblich daran beteiligt, wie exakt das Fahrgefühl auf einem Indoor Cycle dem eines Fahrrads entspricht. Die relevantesten Abmessungen sind die Kurbellänge und der Q-Faktor.

Mit dem Q-Faktor wird der Abstand zwischen den Außenflächen der beiden Kurbeln zueinander bezeichnet. Ist der Q-Faktor zu groß, können Kniebeschwerden die Folge sein. Idealerweise sollte er in etwa dem Q-Faktor eines Fahrrads entsprechen. Bei Rennrädern und Mountainbikes liegt er normalerweise zwischen 150 und 190 mm.

Die Kurbellänge bezeichnet den Abstand von der Tretlagermitte bis zur Mitte des Pedalgewindes. Auch hier sollte das Maß idealerweise dem eines Fahrrads entsprechen, da nur so die Muskulatur radsportspezifisch trainiert wird. Ein guter Wert liegt um die 170 bis 175 mm.

Falls der Wunsch besteht, die Kurbelarme auszutauschen, sollte die Tretlagerwelle eine Vierkantaufnahme haben. Nur so können Anpassungen an Kurbellänge und Q-Faktor vorgenommen werden.

Die Sitzposition

Damit auf dem Indoor Cycle die gleiche Sitzhaltung eingenommen werden kann, wie auf dem Rennrad oder Mountainbike, ist der mögliche Einstellbereich von Sattel und Lenker ein wichtiges Kaufkriterium.

Auf großen Verstellbereich achten!

Der Sattel sollte in der Höhe und horizontal verstellbar sein. Zudem sollte der Lenker mindestens in der Höhe eingestellt werden können, besser auch horizontal.

Optimal ist eine stufenlose Verstellung, da hier eine sehr feine und individuelle Einstellung möglich ist. Sollte die Verstellung über Rastbohrungen erfolgen, muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass diese nicht zu weit auseinander liegen. Außerdem sollten besonders große oder kleine Benutzer im Vorfeld abklären, ob die Einstellbereiche für ihre jeweilige Körpergröße und Schrittlänge ausreichend sind. Nur so ist eine ergonomisch günstige Sitzposition erzielbar. Wenn man größer ist als 190 cm, findet man auf folgende Seite passende Indoor Bikes: Speed Bikes für große Menschen.

Der Sattel

Da das Speed Rad auf eine sportliche Sitzposition für dynamisches Ausdauertraining ausgelegt ist, wird fast immer ein Rennrad- oder Mountainbikesattel verbaut. Der Sattel sollte so geformt sein, dass auch bei längeren Trainingseinheiten nichts scheuert oder reibt. Ausschlaggebend für den Komfort ist auch das Material des Sattels. Nur bei hochpreisigen Modellen kommen beispielsweise Ledersättel zum Einsatz. Die Befestigung für den Sattel entspricht aber im Normalfall der eines Fahrrads, sodass jederzeit problemlos der eigene Sattel montiert werden kann.

Der Lenker

Um möglichst viele verschiedene Griffmöglichkeiten nutzen zu können und in der Sitzposition flexibel zu sein, ist ein speziell geformter Lenker empfehlenswert, der im weitesten Sinn an eine Kombination aus Rennradlenker und Triathlonlenker erinnert. Damit kann beliebig zwischen sportlich gestreckter und aufrechter Haltung variiert werden. Das Ablegen der Unterarme sollte möglich sein.

Wichtig ist die Stabilität des Lenkers und der Lenkerbefestigung, da man besonders beim Indoor Cycling oft im Wiegetritt fährt und dabei extrem hohe Kräfte auf Lenker und Vorbau wirken können. Auch bei intensiven Trainingseinheiten muss der Lenker stets ein sicheres Gefühl vermitteln und darf sich nicht verwinden.

Die Ummantelung des Lenkers mit einem hochwertigen Schaumstoff ist ebenfalls ein sicherheitsrelevantes Kriterium. Selbst mit nass geschwitzten Händen muss das Material einen festen, rutschfesten Griff gewährleisten, da bei Abrutschen Verletzungsgefahr droht.

Die Bedienung

Die Bedienung eines Indoor Cycles oder Speed Bikes ist denkbar einfach. Da es mit einer manuellen Bremse ausgestattet ist, können keine vorinstallierten Trainingsprogramme genutzt werden. Hierzu wäre eine elektronisch angesteuerte Bremse notwendig, wie sie beispielsweise an Ergometern eingesetzt wird. Die Bremskraft wird beim Speed Bike über einen Drehknopf reguliert, der stufenlos einstellbar ist.

Ein Trainingscomputer am Lenker des Indoor Cycles zeigt die wichtigsten Trainingswerte an, wie die trainierte Zeit, die Geschwindigkeit, die Distanz, den Puls und die Anzahl der Umdrehungen. In Verbindung mit einer Pulsuhr kann das Training trotz fehlender Programme effektiv gestaltet werden. Entsprechend dem Zielpuls wird die Intensität über den Drehknopf manuell gesteuert. Falls das gewünschte Speed Rad keinen Trainingscomputer hat, man aber dennoch gerne einen Überblick über die gefahrenen Trainingskilometer, die Trittfrequenz oder die Trainingszeit haben möchte, kann man einen Fahrradcomputer montieren. Diese können in vielen Fällen bereits drahtlos mit einem Brustgurt verbunden werden, sodass alle wichtigen Daten auf einen Blick erfasst werden können und ein Warnsignal darauf hinweist, dass der Zielpulsbereich verlassen wird.

Der Computer einiger Indoor Bikes kann mit einer Trainingsapp verbunden werden, was das Training abwechslungsreicher macht. Ein Beispiel dafür ist das Sportstech Profi SX400, welches mit der iBiking+ Trainingsapp verbunden werden kann.

Von einigen Herstellern, wie Kettler, gibt es mittlerweile Mischformen aus Indoor Cycles und Ergometern. Diese verbinden die Vorteile beider Geräte, sind aber streng genommen Heimtrainer. In den meisten Fällen besitzen sie einen Freilauf, eine elektronisch gesteuerte Bremse und einen Trainingscomputer mit integrierten Programmen. Das Kettler Racer 9 Speed Bike bietet z.B. eine elektronisch gesteuerte Gangschaltung, wobei die Steuerung über die Schaltgriffe am Lenker erfolgt, genau wie bei einem echten Fahrrad, und ein pulsgesteuertes Programm.

Das fehlt bei Computern von Speed Bikes im Vergleich zu Ergometern

  • Kein genauer Kalorienverbrauch: Da der Bremsvorgang bei einem Indoor Bike nicht elektronisch gesteuert wird, kann der Tretwiderstand nicht bei der Ermittlung des Kalorienverbrauchs berücksichtigt werden. Dieser wird also immer ungenau sein, auch wenn er angezeigt wird. Ausnahme Modelle mit elektronischer Steuerung, die über einen genaueren Kalorienverbrauch verfügen gibt es jedoch. Ein Beispiel ist das ProForm Le Tour de France TDF 2.0 Indoor Bike, welches mit einem magnetischen Widerstandssystem (SMR™ Silent Magnetic Resistance) und mit einer elektronischen Schaltung arbeitet, jedoch über 1200 Euro kostet. Auch das Keiser M3i Indoor Cycle verfügt über eine genaue Kalorien-Anzeige.
  • Keine präzise Leistungsmessung: Ein Speed Rad verfügt nicht über eine präzise elektronische Messung von Watt-Werten, da wie oben erwähnt, der Widerstand am Gerät nur mechanisch eingestellt werden kann. Indoor Cycles, die eine genaue Leistungsanzeige anbieten kosten über 1200 Euro, z.B. das Keiser M3i Indoor Cycle oder das ProForm Le Tour de France . Manche Speed Bikes können in Verbindung mit Apps die genaue Watt-Leistung anzeigen, wie z.B. das Schwinn Speedbike IC8. Oder man greift zu einer Mischung aus Speed Bike und Ergometer, wie das Sportstech SX600. Bei diesem erfolgt eine genaue Belastungssteuerung und es ist ein Watt-gesteuertes Programm vorhanden, aber die Leistung in Watt wird erst am Trainingsende angezeigt.
  • Kein pulsgesteuertes Training: Ein echtes Indoor Cycle verfügt nicht über pulsgesteuerte Programme. Ist das gewünscht, müsste man zu einer Mischung aus Speed Bike und Ergometer greifen, wie z.B. zu dem Sportstech SX600 welches Pulssteuerung anbietet.

Die Sicherheitskomponenten

Aufgrund des direkten Antriebs ohne Freilauf sollte das Indoor Cycle beziehungsweise Speed Bike auf jeden Fall über eine Not-Bremse verfügen. Muss die Schwungmasse schnell zum Stillstand gebracht werden, weil man beispielsweise vom Pedal abrutscht, ist die Not-Bremse unerlässlich. Sie sollte in unmittelbarer Reichweite angebracht sein, sodass sie im Notfall unverzüglich betätigt werden kann. Sehr gut umgesetzt wurde das z.B. bei den Sportstech Profi Indoor Cycles. Hier ist die Bremse mit dem Drehknopf zur Widerstandsverstellung kombiniert. Ein schneller Griff reicht und die Schwungmasse wird sofort angehalten.

Außerdem sollte der Antrieb wenn möglich mit einer Abdeckung verkleidet sein. Insbesondere dann, wenn kleine Kinder im Haus sind, ist die Abdeckung ein Muss, da sie Verletzungen durch Riemen und Antriebsrad effektiv verhindern kann.

Die Stabilität

Harte Trainingseinheiten und schnelle Wechsel zwischen Sprints und Normalfahrten führen zu einer extremen dynamischen Belastung des Rahmens. Die Konstruktion muss daher robust und solide ausgeführt sein. Auch die Befestigungen für Sattel und Lenker sollten einen sicheren Eindruck machen. Hochwertige, geschlossen ausgeführte Lager sorgen für geringeren Verschleiß und eine längere Haltbarkeit. Ein hohes Eigengewicht des Indoor Bikes ist von Vorteil, da es für einen sicheren Stand sorgt. Ein maximales Nutzergewicht von 150 kg und darüber ist ein gutes Zeichen für hohe Stabilität und Belastbarkeit.

Die Extras

Nicht zu vernachlässigen sind einige eher nebensächliche Ausstattungsmerkmale, die das Training jedoch wesentlich angenehmer machen können. Mit einer Trinkflaschenhalterung ist ein Getränk stets in Griffweite. Integrierte Transportrollen helfen, das schwere Indoor Cycle im Raum zu bewegen. Und mit einer Halterung für Tablet oder Smartphone lassen sich lange Trainingseinheiten unterhaltsamer gestalten.

Häufig gestellte Fragen zu Indoor Cycles und Speedbikes

1. Was ist Indoor Cycling?

 

Als Indoor Cycling werden Ausdauertrainingsprogramme in der Gruppe bezeichnet, bei denen meist nach den Anweisungen eines Trainers beziehungsweise Instruktors auf stationären Fahrrädern trainiert wird. Der Instruktor gibt mithilfe von Musik die Trittfrequenz vor und gestaltet über Anweisungen zum Tretwiderstand und der Fahrweise ein intensives Intervalltraining. Da jeder Fahrer selbst den Tretwiderstand einstellt, können Gruppen beliebig aus Personen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus zusammengestellt werden. Mittlerweile wird Indoor Cycling immer häufiger zu Hause betrieben. Wer auch hier nicht auf die Anleitung des Instruktors verzichten möchte, kann auf spezielle Trainings-DVDs zurückgreifen. Für die richtige Stimmung sorgt die passende Musik mit ca. 120 bis 150 Beats pro Minute.

2. Was kann ich mit Indoor Cycling trainieren?

Indoor Cycling eignet sich vor allem zur Verbesserung der Ausdauer und zur Kräftigung der Beinmuskulatur. Aufgrund der intensiven Einheiten sind bei regelmäßigem Training bereits nach kurzer Zeit Erfolge zu erwarten. Das Training ist gelenkschonend, trainiert das Herz-Kreislaufsystem und fördert die Fettverbrennung. Beim Fahren im Wiegetritt wird außerdem die Rumpfmuskulatur gestärkt.

3. Kann ich auf einem Speed Bike ein pulsgesteuertes Training durchführen?

Da das Speed Bike nicht über ein elektronisch gesteuertes Bremssystem verfügt, kann die Trainingsintensität nur manuell an den Zielpuls angepasst werden und nicht über den Computer. Ein pulsgesteuertes Training ist aber dennoch möglich. Dazu benötigt man lediglich eine Pulsuhr. Diese kann nach Eingabe der persönlichen Daten wie Alter und der richtigen Einstellung automatisch warnen, sobald man sich nicht mehr im optimalen Pulsbereich befindet. Man kann dann während des Trainings den Tretwiderstand entsprechend der Herzfrequenz stärker oder schwächer einstellen.

Mehr Infos zur optimalen Pulstrainingszone findet man hier.

4. Kann ich mit dem Speed Bike ein wattgesteuertes Training absolvieren?

Nein. Da der Bremsvorgang bei einem Speed Bike nicht elektronisch gesteuert wird, kann der Tretwiderstand nicht bei der Ermittlung der genauen Leistung durch den Computer berücksichtigt werden. Für ein wattgesteuertes Training sollte man ein Ergometer benutzen.

Einige Speed Bikes im höheren Preissegment ab 1200 Euro bieten jedoch eine genaue Leistungsanzeige an, mit deren Hilfe man die Leistung ständig im Blick hat und entsprechend den Tretwiderstand während des Trainings anpassen kann. Beispiele für solche Speed Bikes sind das ProForm Le Tour de France TDF 2.0 und das Life Fitness IC5. Bei dem letzteren Gerät wurde werksseitig bei der Herstellung eine Kalibrierung des Antriebssystems vorgenommen, sodass der in der Schwungscheibe gespeicherten Bewegungsenergie exakt ermittelt werden kann und der Bremswiderstand mittels eines Magnetfeldsensors gemessen werden kann.

5. Wie laut sind Speed Bikes?

Die Lautstärke hängt sehr stark von der Antriebsart, der Qualität der Lager und der Art der Bremse ab. Grundsätzlich sind Bikes mit Kettenantrieb deutlich lauter als solche mit Riemenantrieb. Schleifbremsen sind lauter als berührungsfrei arbeitende Magnetbremsen. Meist hält sich die Geräuschentwicklung aber in Grenzen. Indoor Bikes mit Riemenantrieb können problemlos zu Hause genutzt werden, ohne dass dadurch Nachbarn gestört werden.

Wartungs- und Pflegetipps für Ihr Indoor Cycle

Da Indoor Cycles nicht mit Straßenschmutz und Witterungseinflüssen in Berührung kommen, ist der Reinigungs- und Pflegeaufwand geringer als bei einem Fahrrad. Günstig auf den Wartungsaufwand wirkt sich auch die robuste und technisch bewusst einfach gehaltene Ausführung aus. Allerdings braucht auch ein Indoor Bike regelmäßige Pflege, damit es eine möglichst lange Lebensdauer erreicht. Ein paar einfache Maßnahmen helfen dabei, lange Freude am Bike zu haben.

Will man Quietsch- und Schleifgeräusche vermeiden und die Lebensdauer der Filzbremse erhöhen, sollte der Filz- oder Lederbelag der Bremse regelmäßig mit Wartungsöl, wie z.B.  Brunox Turbo Spray, getränkt werden, da er sonst trocken und spröde wird. Bei guter Pflege der Filzbremse bleibt der Rundlauf erhalten, die Bremse arbeitet leise und ist sauber dosierbar. Außerdem entsteht kein unangenehmer Geruch durch zu trockenen Filz.

Nach jedem Training:

Nach jeder Trainingseinheit sollte die Oberfläche des Speedrads mit einem leicht feuchten Lappen, wenn möglich mit etwas Desinfektionsmittel, abgewischt werden. Schweiß, der auf Lenker und Rahmenteile tropft, führt sonst schnell zu Korrosionsflecken auf dem Metall. Überschüssige Feuchtigkeit beziehungsweise Reinigungsmittel sollten anschließend mit einem weichen Tuch wieder entfernt werden.

Alle 2 Wochen:

Alle 14 Tage sollte man die Notbremsfunktion testen.

Monatlich:

Durch die Bewegungen während des Trainings können sich Schraubverbindungen lösen. Daher ist es für die Betriebssicherheit wichtig, monatlich alle Verschraubungen zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzuziehen, besonders die an den Standfüßen, am Sattel, Lenker und den Pedalen.

Zum Schutz vor Korrosion sollte die Sattelstütze, der Lenkervorbau und die Schlitten zu deren horizontaler Verstellung mit etwas Wartungsöl abgerieben werden.

Alle 20 Betriebsstunden:

Damit ein sauberer Rundlauf gewährleistet bleibt, sollte jeweils nach 20 Betriebsstunden die Schwungscheibe und die Nabe mit einem speziell für Indoor Cycles erhältlichen Wartungsspray gepflegt werden, das gleichzeitig reinigt, schmiert und vor Korrosion schützt. Optimal ist die Wirkung, wenn ein dünner öliger Film auf der Schwungscheibe zurückbleibt.

Bei Bedarf:

Wenn nach einiger Zeit der Riemen anfängt, bei großen Belastungen auf der Antriebsscheibe durchzurutschen, muss die Spannung nachgestellt werden. Bei Modellen mit einer Spannrolle, die den Antriebsriemen unter Spannung hält, wird die Anpresskraft der Rolle erhöht. An Modellen ohne Spannrolle wird die Schwungscheibe etwas weiter nach vorne gezogen, bis die korrekte Spannung erreicht ist. Je nach Konstruktion muss zum Spannen eventuell die Abdeckung des Antriebs demontiert werden.

Wird das Bike über längere Zeit nicht verwendet, sollte es vor dem ersten Training nach der Pause gereinigt werden. Außerdem empfiehlt sich eine Überprüfung der Schraubenverbindungen.

Jährlich:

Damit die Gewinde zum Einstellen der Sattel- und Lenkerhöhe mit der Zeit nicht schwergängig werden, sollten sie einmal jährlich gefettet werden.

Je nach Modell des Speed Bikes können weitere Wartungsarbeiten nötig sein. Einige Hersteller empfehlen auch spezielle Pflegeprodukte, die optimal auf die von ihnen eingebauten Komponenten abgestimmt sind. Die Hinweise und Tipps in der Gebrauchsanweisung helfen, die Funktionalität des Bikes lange zu erhalten.

https://ac-fitness.de: TOMAHAWK INDOOR CYCLE Pflege – und Wartungshandbuch

Aktuelle Speed Bikes Bewertungen 2022

AsVIVA Indoor Cycle S8 Pro: Mit Filzbremse und Trittfrequenzanzeige

Klassisches Indoor Bike mit direktem Antrieb

Das AsVIVA S8 Pro verfügt über den bei klassischen Indoor Bikes üblichen starren Antrieb ohne Freilauf. Herzstück ist die mit 25 kg großzügig bemessene Schwungscheibe, die auch bei großen Trainingswiderständen für einen hervorragenden Rundlauf sorgen dürfte. Der Trainingswiderstand wird beim S8 Pro ganz konventionell über eine Filzbremse erzeugt, die auf das Schwungrad drückt. Einstellen lässt sich die Intensität manuell über einen Drehknopf, der an der Oberseite des Rahmens positioniert und bequem erreichbar ist. Die Filzbremse arbeitet stufenlos und ist erfreulicherweise sehr fein dosierbar. Selbstverständlich kann das schwere Schwungrad über einen Notknopf sofort gestoppt werden.

Bordcomputer mit Trittfrequenzanzeige

Obwohl der Trainingswiderstand des S8 Pro manuell gesteuert wird, eine App-Steuerung also konstruktionsbedingt nicht möglich ist, hat AsVIVA dem Indoor Bike einen Bordcomputer spendiert, der die wichtigsten Trainingsinformationen anzeigt. Besonders positiv hervorzuheben ist dabei die Anzeige der Trittfrequenz. Handpulssensoren sind zwar vorhanden, jedoch nicht optimal positioniert. Auch den Receiver für einen Brustgurt sucht man am S8 Pro vergeblich. Abhilfe schafft hier nur die integrierte Bluetooth-Schnittstelle, über die ein Mobilgerät mit passender Trainings-App plus Brustgurt gekoppelt werden kann. Übrigens kommt der Bordcomputer mit lediglich vier AA-Batterien aus. Daher kann das Bike völlig unabhängig von einem Stromanschluss aufgestellt werden.

Wie von Produkten von AsVIVA gewohnt, vermittelt auch das S8 Pro einen stabilen, wertigen Eindruck. Das zulässige Nutzergewicht beträgt 125 kg. Einstellbare Füße tragen zur Standsicherheit bei.

Körpergröße

Laut Hersteller ist das Indoor Bike für Schrittlängen von 68 cm bis 88 cm geeignet, was Körpergrößen zwischen ca. 160 cm und 190 cm abdeckt. Unterstützende Armauflagen für die tiefe Fahrposition sind am Multifunktionslenker nicht vorhanden. Daher bietet das S8 Pro eher größeren Sportlern den optimalen Komfort. Zudem berichten Kunden, dass für Personen kleiner als 175 cm, es schwer sein wird eine haltungsgerechte Sitzposition einzunehmen. Daher würden wir das Indoor Bike für Personen mit Körpergrößen zwischen 175 und 190 cm empfehlen. Der Q-Faktor ist mit knappen 20 cm recht groß und nicht optimal.

HAMMER Speed Racer S Speed Bike: Mit Rasterschaltung

Reproduzierbares Training durch Rasterschaltung

Beim HAMMER Speed Racer S handelt es sich um ein Speedbike aus dem mittleren Preissegment mit soliden 20 kg Schwungmasse, einer angenehm leise laufenden Filzbremse und manueller Steuerung. Der Trainingswiderstand ist nicht wie in einigen Produktbeschreibungen fälschlicherweise angegeben per App steuerbar, sondern über einen Hebel mit achtstufiger Raste. Die innovative Rasterschaltung ermöglicht ein exakt reproduzierbares Training auf definierten Widerstandsstufen und eine einfache Visualisierung des Trainingsfortschritts.

Allerdings bringt diese Stufen-Schaltung mit sich, dass sowohl die Abstände zwischen den einzelnen Stufen als auch die Grundbremskraft bereits vorgegeben und nicht individuell anpassbar sind. Die Bremskraft ist folglich nur grob dosierbar und bereits ab den mittleren Stufen recht knackig, was eher leistungsorientierten Sportlern entgegenkommen dürfte.

Langlebige Komponenten

Das Speed Racer S ist vorbildlich verarbeitet und bis zu 130 kg belastbar. Für ein Extra an Stabilität wurden neuralgische Stellen sogar doppelt verschweißt. Bewegliche Teile wie die Lager an der Schwungradaufhängung und am Tretlager wurden auf eine besonders lange Lebensdauer ausgelegt.

Gute Einstellmöglichkeiten

Lenker und Sattel des Speed Racer S lassen sich jeweils horizontal und vertikal ausreichend weit verstellen, sodass Personen zwischen ca. 1,55 m und 2 m Körpergröße eine ergonomisch günstige Sitzhaltung finden sollten. Der Lenker bietet mehrere Griffmöglichkeiten und ist zusätzlich mit Armauflagen ausgestattet. Die mitgelieferten Pedale sind nicht für Klicksysteme geeignet, können aber aufgrund des Standard-Gewindes einfach gegen handelsübliche Systempedale ausgetauscht werden.

Bordcomputer mit Bluetooth-Schnittstelle

Der Trainingscomputer des Speed Racer S dient der Anzeige der wichtigsten Daten, darunter auch der Trittfrequenz. Die Anzeige hätte eigentlich eine ausreichende Größe für eine gut ablesbare Darstellung der Werte, wird jedoch leider zur Hälfte von einer völlig unnötigen Straßengrafik beansprucht. Ein Empfänger für einen optional verwendbaren Brustgurt zur Pulskontrolle ist integriert. Über eine Bluetooth-Schnittstelle lässt sich der Bordcomputer mit einem Mobilgerät koppeln. Positiv hervorzuheben ist, dass die Tablethalterung so positioniert ist, dass die Bedienelemente des Bordcomputers jederzeit zugänglich bleiben.

Care Fitness RACER XPR Electronique: Günstiges Speed Bike aus Frankreich

Das Racer XPR Electronique ist ein klassisches Speed Bike des französischen Herstellers Care Fitness. Solide gebaut und ohne jeden technischen Schnickschnack wird der Widerstand durch ein direktes Bremssystem mit Filzbacken erzeugt. Die Einstellung des Trainingswiderstands erfolgt über einen gut zu fassenden Drehknopf, der ganz konventionell am Rahmen oberhalb des 24 kg schweren Schwungrads positioniert ist. Für die Übertragung der Antriebskräfte ist ein Riemen verantwortlich, der zugleich für einen ruhigen Lauf sorgt.

Die Bezeichnung „Electronique“ bezieht sich auf den heutzutage schon minimalistisch anmutenden LCD-Bildschirm, der Trainingszeit, Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien, Puls und Trittfrequenz anzeigt. Der kleine Bordcomputer mit einer Höhe von 51 mm und einer Breite von 28 mm lässt sich außerdem mit einem optional erhältlichen CARE Brustgurt koppeln.

Sattel und Lenker können jeweils in der Höhe und Tiefe individuell eingestellt werden, der Lenker ist zusätzlich mit Auflagen für die Unterarme ausgestattet und erlaubt zahlreiche Griffpositionen. Das Racer XPR sorgt mit einem ordentlichen Eigengewicht von 58 kg für einen stabilen Stand und ist für ein maximales Benutzergewicht von 150 kg zugelassen.

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