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Ergometer & Heimtrainer Kaufberatung: Schwungmasse und weitere Qualitätskriterien

Ergometer Schwungrad - Schwungmasse und Bremssystem

– Qualitätskriterien im Überblick –

Qualitätskriterien Beschreibung
Schwungmasse
Eine schwere Schwungmasse ab 9 kg sorgt für eine flüssigere Bewegung.
Bremssystem
Ein Induktions- bzw. Wirbelstrombremssystem ermöglicht höhere Widerstände, was auf eine höhere Belastbarkeit schließen lässt. Luftwiderstandssysteme bieten unbegrenzt hohen Trainingswiderstand.
Antriebsriemen
Ein Keilriemen oder Poly-V-Riemen nutzt sich weniger schnell aus als eine Kette, wodurch das Gerät länger hält.
Tretlager / Anzahl der Kugellager
Wartungsfreie Industrielager / Präzisionskugellager sprechen für Studioqualität. Je mehr Kugellager eingebaut sind (z.B. dreiteilig), desto sanfter funktioniert das Treten.
Gewicht des Ergometers
Ein schwereres Ergometer ab 30 kg ist widerstandsfähiger und für intensiveres Training geeignet.
Max. Benutzergewicht
Mit mindestens 130 kg sollte ein guter Heimtrainer belastbar sein. Das lässt auf eine gute Qualität der Materialien rückschließen.

Wie wichtig ist die Schwungmasse eines Ergometers?

Der Lauf der Pedale beim Training auf einem Ergmeter sollte so angenehm gleichmäßig und harmonisch rund wie möglich sein. Ist dieser abgehackt und ungleichmäßig mit Totpunkten beim Lauf und rutschenden Riemen, könnte dies mit der Zeit die Gelenke belasten. Man sollte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl haben ins Leere zu treten.

An dem Punkt, an dem die Pedale horizontal stehen, übt der Trainierende maximale Kraft aus, aber wenn die Pedale vertikal stehen (einer nach oben und einer nach unten), wendet der Benutzer viel weniger Kraft an und hier ist der Moment (Totpunkt), in dem ein Impulsaufbau (kinetische Energie) nötig ist, damit das Bike nicht langsamer wird und der Tritt gleichmäßig bleibt. Daher sollte man auf das Gewicht der Schwungmasse achten. Eine größere Masse bzw. Gewicht des Schwungrades erhöht das Trägheitsmoment und somit die kinetische Energie des Schwungrades. Damit werden diese Totpunkte leichter überwunden und der Rundlauf wird harmonischer.

 

In der Regel gilt daher: Je höher das Gewicht der Schwungmasse ist und je größer der Radius der Schwungscheibe, desto gleichmäßiger, runder und gelenkschonender sind die Bewegungen. Dabei unterscheidet man zwischen Schwungscheibe und Schwungmasse.

Was ist Schwungmasse beim Ergometer?

Die Schwungmasse beinhaltet neben dem reinen Gewicht der Schwungscheibe auch das Gewicht der Komponenten, die beim Treten mit bewegt werden, wie z.B. das Antriebsrad und die Kurbelarme. Daher ist bei der Wahl eines Ergometers das Gewicht der Schwungmasse entscheidend und nicht das Gewicht der Schwungscheibe.

Wie hoch sollte die Schwungmasse bei einem Ergometer mindestens sein?

Ein Heimtrainer Fahrrad bzw. Ergometer sollte eine Schwungmasse von mindestens 6 kg besitzen. Gute Fahrradergometer der Mittelklasse wie von den Herstellern haben eine Schwungmasse ab 9 kg bis 13 kg und Profi-Ergometer der Spitzenklasse ab 14 kg (wie von den Herstellern Maxxus, ). Zu hohe Schwungmasse, wie etwa über 20 kg, sollte das Ergometer nicht haben, denn das erzeugte Trägheitsmoment des Schwungrads wäre zu hoch und es würde die Beine zu sehr antreiben.

Schwungmasse Qualität des Ergometers
6-8 kg Basisqualität
9-13 kg Mittelklasse
ab 14 kg Spitzenqualität

 

Schwungmasse Zielgruppe
6-8 kg Anfänger
Gelengentliche Nutzung (1-2-mal pro Monat)
9-14 kg Ambitionierte Hobbysportler (Ausdauertraining, Fettverbrennung), Reha
Regelmäßige Nutzung (1-6 Mal pro Woche)
> 15 kg Profis, ambitioniertes Radtraining
Intensive Nutzung (mehrere Stunden täglich)

 

Würde man zwei gleiche Ergometer miteinander vergleichen, die sich nur in der Schwungmasse unterscheiden, würde ein Unterschied der Schwungmasse um 1-2 kg in der Regel keinen Einfluss auf den Rundlauf haben, solange man das Training mit niedrigem Widerstand oder hoher Geschwindigkeit durchführt. Bei hohen Widerständen oder geringer Geschwindigkeit wird der Unterschied dagegen spürbar. Wenn man sportlicher und intensiver trainieren will, sollte man sich daher für das Ergometer mit der höheren Schwungmasse entscheiden, auch wenn der Unterschied im Gewicht klein ist.

Ausnahmen zu der Regel: „Je schwerer das Schwungrad, desto besser der Rundlauf“

Profi-Ergometer von Schwinn/ Nautilus, Kettler, Hammer und Precor besitzen oft eine vergleichsweise kleine Schwungmasse, aufgrund spezieller Konstruktion des Schwungrad-Systems oder hochwertigem Antrieb und hohem Übersetzungsverhätnis. Diese und andere Ausnahme von der allgemeinen Regel besprechen wir als Nächstes. Dazu haben wir eine Infografik erstellt, auf der die Hersteller von Ergometern mit deren maximalem Schwungmassengewicht visualisiert sind.

Wie man sieht, gilt die Regel noch recht gut für Einsteiger-Egometer (mit Schwungmasse von 5 kg bis 7 kg) bis Ergometer der Mittelklasse (mit Schwungmasse von 9 kg bis 12 kg, ausnahmsweise 15 kg). Bei Profi-Ergometer sieht es anders aus. Wie man aus der Grafik erkennen kann, steigt die Schwungmasse im Vergleich zu guten Mittelklasse-Ergometer nur wenig an, die meisten weisen 14 kg Schwungmasse auf. Es gibt einige Profi-Ergometer mit einer Schwungmasse unter 11 kg und sogar eins mit 6 kg. Wie kann das sein? Hier erklären wir die Ausnahmen von der „Schwere-Schwungmasse-Regel“.

Ausnahme I: Hochwertiger Antrieb und hohes Übersetzungsverhätnis

Wenn die Antriebssystem-Komponenten, d.h. Tretlager, Riemen (Poly-V-Längsrippenriemen bzw. Rillenriemen) und Bremssystem, sehr hochwertig sind und das Übersetzungsverhältnis der Schwungscheibe hoch ist (z.B. 1:10, manchmal reicht 1:8), so genügt auch eine niedrige Schwungmasse, um einen guten Rundlauf zu erzeugen. Ein hohes Übersetzungsverhältnis zwischen Schwungscheibe und Kurbel macht eine vollständige Kraftübertragung, ohne Leistungsverlust möglich. Das Schwungrad wird stärker angeschubst, erhält also mehr Geschwindigkeit und nach der oberen Formel, erhalten wir höhere Rotationsenergie und somit einen besseren Rundlauf. Mit anderen Worten: Je größer das Übersetzungsverhältnis, desto weniger muss das Schwungrad wiegen. Eine leichte Schwungmasse ist daher bei soliden Markengeräten, wie das Kettler Ergo C10 oder das HAMMER Ergo Motion BT fast schon Standard.

Besitzt aber ein billiger Heimtrainer unter 250 Euro eine Schwungmasse von 6 kg ist das fast ein sicheres Zeichen für einen unrunden Lauf. Hier würde ein Leistungsverlust bei der Kraftübertragung stattfinden, der Riemen würde durchrutschen und der Tritt unrund werden. Man hätte das Gefühl, der Rundlauf ist so abgehackt, als würde man ein Kinderdreirad fahren.

Ausnahme II: Spezielle Konstruktion des Schwungrad-Systems

Schwinn/ Nautilus

Einige bekannte Hersteller liefern Fahrradtrainer mit einer patentierten Konstruktion des Antriebssystems. Schwinn ist z.B. bekannt für sein Hochgeschwindigkeits-Antriebssystem und seine periphere Lagerung der Schwungmasse, wodurch eine niedrige Schwungmasse von 8 kg ausreicht, um einen hervorragenden Rundlauf zu erzeugen, frei von toten Punkten und Rucklern.

Die Firma WaterRower bzw.

Air Bikes

Air Bike Ergometer mit Luftwiderstandssystem/ Windrad, wie das Assault Airbike Elite von Precor, oder das Concept2 BikeErg liefern einen authentischen und völlig natürlichen Rundlauf, ohne dass das Wort „Schwungmasse“ eine Rolle spielt.

 

Stabilität und Gewicht

Das Fahrradergometer sollte fest und stabil auf dem Boden stehen und während des Trainings nicht wackeln. In der Regel gilt: Je mehr Gewicht ein Heimtrainer hat, desto stabiler und sicherer ist er. Wenn man sich ein Heimtrainer Fahrrad unter 100 Euro kauft, oder eines, das 20 kg oder weniger wiegt, dann kann man keine besonders solide Konstruktion erwarten. Solche Heimtrainer sind gewöhnlich schlecht verarbeitet und sind wackelig. Gute Mittelklasse-Ergometer sind schwer (ab 30 kg).

Bodenniveau Ausgleich: Das Ergometer sollte über ein System verfügen, das sicherstellt, dass das Gerät vollständig horizontal auf dem Boden ausgerichtet ist und somit beim Training nicht wackelt. Normalerweise wird das in Form von Rädchen auf der Unterseite der Standfüßen realisiert.

Hohe Maximale Gewichtsbelastung

Hinweis auf hohe Qualität der Baukomponenten

Eine hohe maximale Gewichtsbelastung des Heimtrainers ist ein Qualitätshinweis für die einzelnen Komponenten des Antriebssystems und ein Hinweis dafür wie stabil der Rahmen ist. Ein Fahrradergometer aus solidem Material, wie Stahl oder verschweißte Aluminiumprofile, kann ein höheres Benutzergewicht bewältigen. Je mehr Kunststoff verbaut ist, desto weniger belastbar ist das Gerät.

Ein guter Mittelklasse-Heimtrainer bzw. Ergometer sollte mindestens bis zu einem Maximalgewicht von 130 belastbar sein. Heimtrainer mit einem Maximalgewicht von unter 100 kg sind nicht zu empfehlen. Geräte der Spitzenklasse sind bis zu 150 – 180 kg belastbar, sehr selten bis 200 kg.

>> TOP Ergometer für Übergewichtige – Bis 150 kg und 200 kg belastbar

 

Die maximale Gewichtsbelastung verrät auch, für welche Zielgruppe sich das Fahrradergometer eignet: Anfänger, Fortgeschrittene oder Profi-Sportler / Athleten. Profi-Sportler trainieren z.B. mit sehr hohen Widerständen und belasten den Heimtrainer stärker als Anfänger. Aus diesem Grund muss das Fitnessgerät für höhere Belastungen ausgelegt sein.

Zielgruppe Max. Nutzergewicht
Einsteiger und untrainierte Personen
120 kg
Hobby-Sportler / semi-professionelle Nutzung
130 - 150 kg
Profi-Sportler / Athleten
160 - 180 kg

Für Einsteiger und untrainierte Personen, die gelegentlich auf das Fahrradergometer steigen, reicht ein maximales Benutzergewicht von 120 kg. Für etwas trainierte Hobby-Sportler (semi-professionelle Nutzung) sind 130 – 150 kg maximale Gewichtsbelastung empfehlenswert. Ein Profi-Sportler sollte ein Fahrradergometer mit einer maximalen Gewichtsbelastung von 150 – 180 kg wählen.

Sicherheit

Weiterhin sollte man auf CE- oder TÜV- Siegel achten. Laut dem CE Zeichen erfüllt das Fitnessgerät grundlegende Sicherheitsanforderungen und laut dem TÜV-Siegel entspricht es dem höchsten Sicherheitsstandard.

Material der Handgriffe

Material des Handgriffs: Ein gummierter Handgriff ist haltbarer und robuster als ein Schaumstoff- oder ein Kunststoffgriff.

– Ergonomie –

Eigenschaft Beschreibung

Q-Faktor

Ein kleiner Pedalabstand von 20 bis 22 cm ist ergonomischer.

Sattel

Der Sattel sollte nicht zu schmall und gut gepolstert sein. Alternativ sollte er austauschbar sein.

Einstellrichtungen des Sattels

Horizontal, Vertikal, Neigung. Je mehr Einstellungsmöglichkeiten, desto besser ist die Anpassung der individuellen Sitzposition.

Einstellbereich der Sattelhöhe

Große Menschen brauchen einen höhere maximale Sattelhöhe.

Lenker-Einstellungen

Je nach Lenker-Position und Abstand Sattel-Lenker kann mit aufrechtem Rücken oder geneigtem Rücken gefahren werden.

Kurbellänge

Eine Kurbellänge von ca. 170 mm ist optimal, um das Trekking-Fahrrad nahzuahmen.

Tretlagerwelle mit Vierkantaufnahme

Die Kurbelarme sind austauschbar. Falls man z.B. eine Kurbelverkürzung nach einer Verletzung braucht.

Niedriger Einstieg


Ein tiefer und barrierefreier Einstieg ist gut für Senioren und Menschen mit Übergewicht geeignet.

Schwungmasse

Eine große Schwungmasse ist gelenkschonender als eine kleine.

 

Weitere Informationen zum Thema ergonomisches Ergometer finden Sie in diesem Artikel.

 

– Computer Ausstattung –

Option Beschreibung
Ergometer Funktion
Die Tretleistung wird sehr genau in Watt angegeben und kann für therapeutische Zwecke genutzt werden.
Mindest- und Maximale Leistung (Watt)
Anfänger sollten auf eine niedrige Mindestleistung achten und Profis auf eine möglichst hohe.
Drehzahlunabhängig
In einem Watt-Programm passt das Ergometer den Widerstand ständig so an, dass Du in dem gewünschten Belastungsbereich (z.B. 30 Watt) bleibst.
Pulssteuerung
Das Ergometer passt den Widerstand ständig so an, dass Du in dem gewünschten Pulsbereich oder unterhalb einer bestimmten Grenze bleibst.
Widerstandsstufen
Je mehr Widerstandsstufen, desto feiner und genauer ist die Anpassung an das persönliche Leistungsniveau.
Trainingsprogramme
Verschiedene vorprogrammierte Trainingsprofile bringen Abwechslung und mehr Motivtaion.
Benutzerprofile
Trainingsergebnisse können in Profil pro Benutzer gespeichert werden und mit früheren Ergebnissen verglichen werden. Personenbezogene Daten müssen so nur einmalig eingegeben werden.

Ergometer Funktion: Heimtrainer vs. Ergometer

Wer auf genaue Leistungsangaben Wert legt, bzw. bestimmte Vorgaben vom Arzt erhalten hat, sollte beim Kauf auf die Bezeichnungen „Ergometer“ und „Gerätenorm DIN EN 957-1/5, Klasse HA“ achten. Denn ein Ergometer kann im Gegensatz zu einem normalen Heimtrainer für therapeutische Zwecke genutzt werden, da es die genaue Tretleistung in Watt angeben kann. Watt ist der Wert der mechanischen Energie, die durch das Treten produziert wird. Der Watt Wert ist bei einem echten Ergometer mit der oben genannten Gerätenorm so genau, dass er bei einer Leistung über 50 Watt höchstens 10% vom tatsächlichen Wert abweicht. Gewöhnliche Heimtrainer bieten das nicht und sind somit nicht für ein therapeutisches Training geeignet. Der Tretwiderstand muss bei einem Ergometer außerdem mindestens bis 250 Watt eingestellt werden können. Bei einem Heimtrainer gilt diese Regel nicht.

Mindestleistung und Maximale Leistung (Watt)

Bei einem Ergometer sieht man also genau, wie viel Leistung man liefert, und dadurch kann man kontrollierter und leichter seinen Fitnesszustand verbessern. Bei einer Verletzung, einem schwachen Herz oder als Anfänger, ist es wichtig, dass man nicht zu intensiv trainiert und so kann man darauf achten, dass man mit einer Leistung zwischen 10 und 25 Watt trainieren kann. Profis dagegen sollte auf eine hohe Maximalleistung achten, wie 400 Watt.

Drehzahlabhängig oder Drehzahlunabhängig (wattgesteuert)?

Im Normallfall arbeitet ein Ergometer drehzahlabhängig. Das heißt, das Ergometer zeigt zwar die genaue Trittleistung in Watt an, aber man muss selbst ständig kontrollieren, ob man sich in dem gewünschten Belastungsbereich befindet. Hat Ihnen der Arzt eine bestimmte Leistung vorgegeben, an der Sie sich exakt halten müssen, dann reicht die drehzahlabhängige  Arbeitsweise nicht aus.

Der Vorteil der drehzahlunabhängigen bzw. wattgesteuerten Ergometern ist, dass der Trainierende eine Wattleistung am Computer nicht nur ablesen, sondern auch vorgeben kann, um dann automatisch auf diese vorgewählte Leistungsstufe zu bleiben. Wenn man z.B. schneller auf die Pedale tritt, wird der Tretwiderstand durch ein Programm automatisch abgesenkt und umgekehrt. Das Ergometersystem berechnet dazu aus der gewünschten Ziel-Watt-Leistung und der aktuellen Trittfrequenz den benötigten Bremswiderstand, um den Zielwert wieder zu erreichen. So ist es gleich, ob man mit 50 oder mit 100 Umdrehungen pro Minute tritt, man erbringt immer exakt dieselbe Leistung. Auf diese Weise weiß man, dass man immer die richtige Leistung liefert.

Pulsgesteuertes Programm ist wichtig

Gute Ergometer sollten über ein pulsgesteuertes Programm verfügen. Bei einem solchen Programm wird der Puls ständig gemessen und der Widerstand durch den eigenen Herzschlag gesteuert, sodass man in seinem optimalen Pulsbereich oder unterhalb seines Maximalpulses bleiben kann. Wenn so ein Programm nicht vorhanden ist, muss man ständig selbst den Puls kontrollieren, und kann sich nicht richtig auf das Training konzentrieren.

Auch wenn man ein bestimmtes Ziel vor Augen hat, wie z.B. Fettverbrennung kann man gezielt in einer Pulszone mit niedrigerer Herzfrequenz trainieren. Wenn man seine Fitness verbessern möchten, trainiert man dagegen in einer Pulszone mit höherer Herzfrequenz.

Widerstands- / Leistungseinstellungen

Eine Erhöhung des Widerstandes beim Heimtrainer bedeutet, dass mehr Kraft zum Treten erforderlich ist. Sogar die einfachsten Heimtrainer sollten eine Auswahl von mehreren Widerstandsstufen bieten. Je mehr Widerstandsstufen vorhanden sind, desto kleiner sind die Abstände zwischen den Widerständen. So können Anfänger den Widerstand feiner abstufen, d.h. in genz kleinen Schritten erhöhen oder verringern, und damit den Schwierigkeitsgrad langsam steigern. Insgesamt lässt sich mit einem Widerstand, der exakter an dem persönlichen Leistungsniveau angepasst ist, effektiver und sicherer trainieren.

Daher ist ein breites Spektrum von 16 Schwierigkeitsstufen und mehr empfehlenswert. 8 Stufen sind eher zu wenig, da die Übergänge zwischen den einzelnen Intensitäten relativ groß ausfallen.

Wie bereits erwähnt, ist es bei einem Ergometer möglich, das exakte Leistungsvermögen anhand der Watt-Anzeige zu kontrollieren. In dem Fall wäre eine feine Leistungs- bzw. Wattverstellung in 5-Watt Schritten empfehlenswert. Hier finden Sie mehr zum Thema, niedrige Mindestleistung und wie ein Trainingsplan in den ersten Wochen aussehen könnte.

Der Widerstand und die Leistung sollten am besten elektronisch, d.h. durch Drücken der Tasten am Trainingscomputer, einstellbar sein und nicht manuell: durch Drehen am Drehknopf.

Benutzer-Profile (Anzahl Personen)

Auf dem Computer vieler Ergometer können individuelle Nutzerprofile angelegt werden, z.B. für Familienmitglieder. Zuerst gibt der Nutzer persönliche Daten, wie Name, Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht ein und nach jedem Training werden in diesem Profil die Trainingsergebnisse des letzten Trainings gespeichert. Das wären z.B. zurückgelegte Strecke, Zeit, Geschwindigkeit, durchschnittliche Intensität, verbrauchte Kalorien, Puls und das verwendete Trainingsprogramm. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen und verglichen werden. Dank User Profile muss man personenbezogene Daten wie Alter und Gewicht nicht immer wieder bei jedem Training neu eingeben.

– Konnektivität –

Ergometer mit oder ohne Bluetooth?

Kompatibel mit Smartphone / Apps

Die Konsole der meisten modernen Ergometer verfügt über die Möglichkeit einer Bluetooth-Verbindung, die es ermöglicht, sein Smartphone, Tablet, iPhone oder iPad mit dem Heimtrainer drahtlos zu verbinden. Das mobile Gerät kann so als Display benutzt werden, das nicht nur Trainingsdaten anzeigt, sondern auch das Training steuern kann. So ist es möglich mit der entsprechenden Trainings-App den Widerstand des Ergometers vom Smartphone aus zu steuern und seine Trainingsstatistik zu verfolgen.

Durch das Personalisieren des eigenen Kontos, wird das Training gut an den eigenen Zielen angepasst. In der App hat man einen Überblick über sein gesamtes Training und sieht deutlich, wo man sich verbessern kann. Man hat auch eine praktische Übersicht über den Kalorienverbrauch, basierend auf den persönlichen Profil.

Steuerung über App – realitätsnahe virtuelle Fahrten

Auf einigen Ergometern ist es möglich vollständig interaktiv zu trainieren. So wird der Widerstand automatisch angepasst basierend auf der Steigung der Strecke im Trainingsvideo. Die Widerstandsänderung erfolgt über die App.

Mit „Real-Route“ Trainings-Apps wie die Kinomap App oder der  RideSocial App sind sogar  „virtuelle Fahrten“ auf echten Strecken der Radsport-Welt möglich und man kann an „virtuelle Rennen“ gegen echte Gegner teilnehmen.

 

Eine der bekanntesten und beleibtesten Trainingsapps bei Rennrad-Profis und ambitionierte Radfahrer ist die Zwift App. Diese ermöglicht ein Training in einer komplett virtuellen Welt, die wie ein Videospiel aufgebaut ist.

WiFi-Schnittstelle

Ist in dem Heimtrainer eine Wifi-Schnittstelle integriert, kann dessen Computer mit dem Internet verbunden werden, um Trainingsergebnisse über Facebook oder Twitter mit Freunden zu teilen, mit anderen Geräten zu kommunizieren oder um weitere Trainingsoptionen und Apps herunterzuladen.

Display: Bedienung und Anzeige

Das Display und die Anzeige der Ergometer können folgende Eigenschaften aufweisen:

Eigenschaften Beschreibung

Display-Typ

LED ist besser als LCD, da Qualitätsvorteil im Bild, stromsparender und langlebiger.

Hintergrundbeleuchtetes Display

Auf einem Display mit Hintergrundbeleuchtung sind die angezeigten Trainingsdaten immer gut lesbar, auch in einem dunklen Raum.

Touchscreen oder Computertasten

Touchscreen: Kontrolle des Heimtrainers, indem man auf Schaltflächen auf dem Display drückt. Heimtrainer ohne Touchscreen werden über Computertasten bedient.

Farbbildschirm

Ein Ergometer mit Farbbildschirm kann besser die Trainingsdaten visualisieren, wodurch man einen klareren Überblick über die eigene Leistung erhält.

Intuitive Bedienung

Der Computer sollte einfach zu bedienen sein, ohne ständig in die Anleitung schauen zu müssen.

Anzeige von Trainingswerten

Zeit, Geschwindigkeit, Entfernung, Trittfrequenz, Programmprofil, Widerstandsstufe, Herzfrequenz, Watt, Kalorien, BMI

Empfehlenswerte Mindestanforderungen

Über eine intuitive Bedienung und ein hintergrundbeleuchtetetes Display sollte jedes gute Ergometer verfügen. Es sollten zudem mindestens folgende Daten angezeigt werden:

  • Zeit
  • Geschwindigkeit
  • Entfernung
  • Puls

Optimalerweise sollte das Ergometer auch eine Trittfrequenzanzeige haben. Die Anzeige der Umdrehungen Pro Minute (RPM) hilft das Training effektiv und auch schonend für die Gelenke zu gestalten. Denn je höher die Trittfrequenz ist, desto mehr werden die Kniegelenke geschont und desto effektiver ist das Training.

Pulsmessung: Handpulssensoren vs. Brustgurt

Die Pulsmessung hat den Zweck Überlastungen zu vermeiden und das Training zu optimieren, indem sie Angaben über die aktuelle körperliche Belastung liefert. Der Puls kann auf drei Arten gemessen werden.

Optionen Beschreibung

Handpuls-Sensoren am Lenker

Trainingscomputer Ergometer

Die Hände werden dabei auf die Handpuls-Sensoren an den Griffen gelegt und die Herzfrequenz wird so über zwei Elektroden erfasst. Diese Art der Pulsmessung liefert weniger verlässliche Werte im Vergleich zu den anderen Arten der Pulsmessung.

Ohrklip

Für diese Art der Pulsmessung sollte der Trainingscomputer über eine Ohrclipbuchse verfügen. Der Clip wird an das Ohr angesetzt und die Herzfrequenzmessung wird direkt in den Computer übertragen. Die Durchblutung im Ohrläppchen sollte vorher mit Finger-Massage angeregt werden. Da die Ohrclips leicht verrutschen können, gehören sie ebenfalls nicht zu den empfehlenswerten Methoden.

Brustgurt (drahtlos)


Der Brustgurt misst die Herzfrequenz über zwei Hautelektroden und der Trainingscomputer empfängt das vom Brustgurt ausgesendete Signal. Es werden die R-Impulse erfasst, die über die Haut abgegeben werden, so dass man von einem Brustgurt eine EKG-genaue Pulsmessung erwarten kann. Neben der genaueren Messung bietet ein Brustgurt ein weiterer Vorteil: man kann die Griffposition und die Sitzhaltung verändern, ohne dass gleich die Pulsanzeige verschwindet. >> TOP Ergometer mit Brustgurt

Es ist nicht nötig, dass der Brustgurt in der Lieferung enthalten ist, aber man muss drauf achten, dass in der Produktbeschreibung steht, dass eine Messung mittels Brustgurt möglich ist und das ein Empfänger im Computer vorhanden ist. Dann kann man jederzeit einen dazukaufen.

Weitere Ausstattung

Optionen Beschreibung

Tablet-Halterung

Wenn Sie während des Trainings gern Ihre Lieblings-Netflix-Serie, YouTube Videos oder Trainingsvideos schauen möchten, sollten Sie sich für ein Heimtrainer mit Tablet-Halterung entscheiden. Für die Nutzung von Trainings-Apps ist eine solche Halterung ebenfalls Voraussetzung.

Flaschenhalter

Der Flaschenhalter wird meinstens an der Stange unter dem Lenker montiert. Er ist sehr praktisch, falls man während des Trainings eine Flasche Wasser innerhalb seiner Reichweite haben möchten, um hin und wieder zu trinken und eine Dehydration zu vermeiden.

Integrierte Lautsprecher

Ein Heimtrainer mit integriertem Lautsprecher (vorzugsweise mit Lautstärkeregler) kann drahtlos oder über ein USB-Kabel mit dem Smartphone verbunden werden. Auf diese Weise können Sie Ihre Lieblingslieder oder die Anweisungen eines virtuellen Trainers besonders gut hören.

Ventilator

Ein Ventilator ist ein Ausstattungs-Detail, das nett ist, aber nicht unbedingt nötig. Der Lüfter ist in der Regel im oberen oder unteren Teil des Cockpits frontal integriert und sorgt für eine Kühlung während des Trainings. Man kann aber auch ein solides Ergometer kaufen und einen eigenen Ventilator aufstellen, wenn man es windiger haben möchte.

Leiser Betrieb

Ein leiser Betrieb des Fahrradergometers ist sehr wichtig, insbesondere wenn man in einem Appartment mit vielen Nachbarn rundherum wohnt oder längere Trainingseinheiten plant. Eine leise „Fahrt“ kann man aber auch schon von Heimtrainern im Preisbereich zwischen 300 und 600 Euro erwarten. Besonders leise Ergometer sind hier aufgelistet.

Aufstellmaße und Transport

Vor dem Heimtrainer-Kauf sollte man die Größe und die Aufstellmaße des Geräts berücksichtigen und sichergehen, dass der geplannte Aufstellort ausreichend groß ist. Wenn man den Heimtrainer jedes Mal vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer transportieren möchte, oder von einem Ort im Wohnzimmer zu einem anderen, dann sollte man auch darauf achten, dass das Gerät mit Transportrollen ausgestattet ist. Das sind kleine Räder unter den Aufstellfüßen. Durch Neigen des Geräts in einem Winkel können Sie es mit Hilfe der Rädchen leicht in eine Ecke des Raums rollen. So wird es einfacher die 30-40 kg zu bewegen.

Aufbau

Folgende Punkte sollten beim Thema Aufbau bedacht werden:

I) Anzahl der Personen, die für die Montage benötigt werden: Ein Ergometer besteht aus verschiedenen Bauteilen, die sehr schwer sein können. Deshalb ist es oft angenehmer, diese mit mehreren Personen zu transportieren und zusammen zu bauen.

II) Aufbau-Schwierigkeitsgrad: Der Schwierigkeitsgrad des Aufbaus wird durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • Anzahl der Montageschritte
  • Verständlichkeit und Klarheit der Aufbauanleitung
  • Geschätzte Montagezeit
  • Erfahrungen von Kunden 

Durchschnittliche Montagezeit: Die meisten Hersteller schätzen die Montagezeit für das Fitnessgerät. Basierend auf dieser Einschätzung und den Eindruck von dem Aufbau-Schwierigkeitsgrad (siehe oben) kann eine durchschnittliche Montagezeit geschätzt werden.

Garantie

Heimtrainer und Ergometer werden zwar seltener als andere Fitnessgeräten defekt, dennoch sollte man auf eine Garantie von mindestens 1 Jahr achten, besser natürlich von 2 Jahren. Teure Ergometer über 600 Euro besitzen meistens längere Garantien von 2-4 Jahren.

Pedale-Gewinde

An Fahrradergometern sind zur Befestigung der Pedale zwei verschiedene Gewindegrößen üblich, die nicht miteinander kompatibel sind:

  • 9/16 Zoll Gewinde
  • ½ Zoll Gewinde

Das ½ Zoll Gewinde (0.5“ x 20 tpi) ist an Fahrrädern und Fahrradergometern nur noch selten zu finden. Das im Radsport übliche Pedalgewinde ist das 9/16 Zoll Gewinde (0.56“ x 20 tpi). Gängige Fahrradpedale und Systempedale (Klick- und Kombipedale) sind mit diesem Gewinde ausgestattet.

Vorteile des 9/16 Zoll Gewindes

  • Möchte man die Pedale am Ergometer austauschen, beispielsweise um Klickpedale mit passenden Radschuhen verwenden zu können oder andere Fahrradpedale, sollte man darauf achten, dass die Kurbeln des Ergometers ein 9/16 Zoll Gewinde zum Einschrauben der Pedale haben. Sollte das nicht der Fall sein, besteht höchstens noch die Möglichkeit, einen Pedalgewindeadapter einzusetzen oder die Kurbelarme ganz auszutauschen.
  • Dank eines 9/16 Zoll Gewindes lassen sich auch Kurbelverkürzer montieren, wodurch das Ergometer auch für Personen geeignet ist, die eine Bewegungseinschränkung haben.

Kann ich auf dem Heimtrainer im Wiegetritt fahren?

Beim Fahren im Wiegetritt geht man aus dem Sattel und fährt im Stehen. Da so das gesamte Körpergewicht beim Treten von oben auf das Pedal gestemmt werden kann, kann eine höhere Kraft übertragen werden, als im Sitzen. Durch Ziehen am Lenker wird diese Kraft noch erhöht. Beim Fahren im Wiegetritt werden zusätzliche Muskeln im Oberkörper und den Armen beansprucht.

Oft wird das Fahren im Wiegetritt beim Spinning Bike oder bei schnellen Antritten eingesetzt. Ein kurzzeitiges Fahren im Stehen ermöglicht bei langen Trainingseinheiten aber auch eine Positionsänderung, entspannt Rücken und Schultern und entlastet das Gesäß. Voraussetzung für das Fahren im Wiegetritt ist, dass das Ergometer einen sehr festen Stand haben muss. Kompakte oder klappbare Heimtrainer sind dafür nicht geeignet.

Quellen:

https://www.t-online.de/digital/fernsehen-heimkino/id_48323318/lcd-led-oder-oled-wo-liegen-die-unterschiede-.html

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