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EN und DIN Norm Klassen für Ergometer und Heimtrainer

Ergometer und Heimtrainer werden in verschiedene Klassen eingeteilt, die über deutsche und europäische Normen definiert werden.

Europäische Norm EN 957-1/5

Wesentlich gebräuchlicher heute ist die Europäische Norm EN 957-1/5, die Fitnessgeräte mit Kurbelantrieb regelt. Die Klassifizierung des Geräts besteht hier aus zwei Buchstaben. Der erste Buchstabe ist entweder ein S, I oder ein H. S oder I steht für Geräte, die in Trainingsräumen unter Aufsicht des Eigentümers verwendet werden, beispielsweise in Studios, Hotels, Schulen, Sportvereinen oder Rehabilitationszentren. H steht für Geräte, die nur für den Heimgebrauch bestimmt sind. Der zweite Buchstabe bestimmt die Art des Geräts und kann ein A, B oder C sein.

  • Klasse A: Ergometer der Klasse A müssen folgende Anforderungen erfüllen: Die Tretleistung muss in Watt angegeben werden oder zumindest über Drehzahl und Bremsstufe zu ermitteln sein. Der Tretwiderstand muss mindestens bis 250 Watt einstellbar sein. Dabei darf die Anzeige bis 50 Watt um höchstens 5 Prozent und über 50 Watt um höchstens 10 Prozent vom tatsächlichen Wert abweichen. Die angezeigte Drehzahl darf über 40 UPM höchstens um 5 UPM vom tatsächlichen Wert abweichen. Das Ergometer muss mit einem Freilauf ausgestattet sein.
  • Klasse B: Heimtrainer nach Klasse B müssen ein verstellbares Bremsmoment und einen Freilauf haben. Die Leistung darf nicht in Watt angezeigt werden. Der Tretwiderstand muss über die Bremsstufe angezeigt werden.
  • Klasse C: Einfache Heimtrainer fallen in Klasse C. Je nach Gewicht der Schwungmasse ist ein Freilauf nicht vorgeschrieben.

Hat man sich beispielsweise für den Kauf eines Ergometers entschieden, sollte man darauf achten, dass in der Klassifizierung ein „A“ steht. Bei einem Heimtrainer sollte entsprechend ein „B“ oder „C“ in der Klassifizierung stehen.

Beispiel:

Ein typisches Ergometer für zu Hause hat die Norm:  EN 957-1/5 Klasse HA, was zusammengefasst bedeutet: Es handelt sich um eine Gerät für zu Hause, welches wattgesteuert ist, mit einer hohen Anzeigegenauigkeit arbeitet und mindestens 250 Watt erreicht.

DIN 32932

Die Deutsche Industrienorm DIN 32932 wird mittlerweile eher selten angegeben. Sie ist in die vier Klassen A, B, C und D unterteilt.

  • Klasse A beschreibt Ergometer, bei denen die Leistung in Watt angezeigt werden muss. Der Tretwiderstand muss dabei mindestens 250 Watt entsprechen. Die Anzeige darf höchstens 10 Prozent vom tatsächlichen Wert abweichen. Ein Ergometer der Klasse A muss einen Freilauf haben. Geräte dieser Klasse dürfen auch im medizinischen oder therapeutischen Bereich eingesetzt werden.
  • Klasse B definiert hochwertige Heimtrainer, die eine Schwungmasse von mindestens 5 kg aufweisen und einen Freilauf haben. Der Widerstand wird nicht in Watt, sondern in Stufen angezeigt. Die Einstellung der Widerstandsstufe kann entweder mechanisch oder elektronisch erfolgen. Geräte der Klasse B dürfen nur für private Zwecke eingesetzt werden.
  • Klasse C beschreibt einfachere Heimtrainer mit einer Schwungmasse von weniger als 5 kg. Ein Freilauf ist nicht zwingend vorgeschrieben. Die Geräte dieser Klasse sind ebenfalls nur für den Privatgebrauch zugelassen.
  • Unter die Klasse D fallen Rollentrainer, mit denen ein Straßenfahrrad im Stand genutzt werden kann.

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