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TOP Smart Rollentrainer für Zwift mit Direktantrieb im Vergleich: Tacx / Wahoo / SARIS

Wer als Radsportler über den Winter in Form bleiben möchte, hat oft einen Rollentrainer zu Hause stehen. Damit lässt es sich in den eigenen vier Wänden auch dann trainieren, wenn draußen Matsch oder Schnee liegen und Kälte, Nässe oder Dunkelheit keine Lust auf die anstehende Trainingsrunde aufkommen lassen.

Wem das konventionelle Rollentraining bisher zu eintönig war, kann sich über die immer größer werdende Auswahl an Smart Rollentrainern freuen, die echtes Straßenfeeling nach Hause holen und mit Apps wie Zwift für mehr Spaß und Abwechslung sorgen. Aber was ist ein Smart Rollentrainer genau? Welche sind unsere TOP Modelle und auf welche Kriterien sollte man beim Kauf unbedingt achten?

Was ist ein Smart Rollentrainer?

Genau wie bei einem konventionellen Rollentrainer lässt sich auch beim Smart Rollentrainer das eigene Bike fürs Training benutzen. Was den Trainer „smart“ macht, ist die intelligente Steuerung, die sich mit Trainings-Apps koppeln lässt und ein interaktives Training ermöglicht. Mit Apps wie beispielsweise Zwift oder Rouvy können Trainingsstrecken in einer virtuellen Radsport-Welt, oder aber auch echte Rad-Strecken auf der ganzen Welt gefahren werden. Der Tretwiderstand passt sich dabei exakt den realen Gegebenheiten auf der Strecke wie Steigungen, Gegenwind oder wechselnden Straßenbelägen an. Das macht das Fahrgefühl extrem authentisch.

Zur Kopplung mit Mobilgeräten oder Computern verfügen alle Smart Rollentrainer über drahtlose Verbindungen wie Bluetooth und ANT+. Die Nutzung ist sehr einfach, da die meisten Rollentrainer und Apps ganz automatisch eine Verbindung zueinander suchen. Viele Steuerungen bieten zusätzliche Funktionen wie beispielsweise einen HRC-Modus, der den Widerstand automatisch so reguliert, dass in einer bestimmten Pulszone trainiert wird, oder einen Ergometer-Modus, der ein Training bei konstanter Wattzahl ermöglicht.

 

Smart Trainer mit Direktantrieb vs. Rollenantrieb

Rollenantrieb Direktantrieb
Hinterrad bleibt Hinterrad wird abgenommen
Kein Ziehen von Kette Mit Schwungrad; Kette wird auf Standardkassette gezogen
Leistungsmessung akzeptabel genauere Leistungsmessung
Flexibler Schwerer / Stabiler
Fahrgefühl Gut Realistischeres Fahrgefühl
Durchrutschen des Reifens möglich Reifen rutsch nicht durch bei starker Beschleunigung
Lauter Leiser
Abnutzung des Hinterradreifens Keine Abnutzung des Reifens des Hinterrads
Magnetbremse Magnetbremse
günstiger teurer

 

Bei den Smart Rollentrainern unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Arten von Antrieben: dem Rollenantrieb und dem Direktantrieb. Beim Rollenantrieb bleibt das Hinterrad des Bikes montiert. Die Hinterachse wird in eine Halterung geklemmt, die stabil auf dem Boden steht. Das Hinterrad rollt beim Treten auf einer Rolle ab. Den nötigen Widerstand erzeugt dabei meist eine Magnetbremse. Diese kann über die mit der App verbundenen Steuereinheit reguliert werden.

Rollentrainer mit Direktantrieb verfügen über ein Schwungrad. Zum Training muss daher das Hinterrad des Bikes abgenommen werden. Das Ausfallende des Rahmens wird auf die Achse des Rollentrainers gesetzt, die Kette auf eine Standardkassette gezogen, die auf dem Schwungrad sitzt. Der Widerstand wird hier ebenfalls durch eine Magnetbremse erzeugt.

Bauartbedingt sind Rollentrainer mit Direktantrieb schwerer als Trainer mit Rollenantrieb, da das Schwungrad alleine schon um die 20 kg wiegen kann. Dafür bieten sie aber auch eine wesentlich genauere Leistungsmessung und ein realistischeres Fahrgefühl. Außerdem sind sie leiser im Betrieb, da die Bremse völlig berührungsfrei arbeitet und das Abrollgeräusch des Reifens auf der Rolle wegfällt. Das hat nebenbei auch noch den Vorteil, dass der Reifen des Hinterrads nicht abgenutzt wird und bei starker Beschleunigung nicht durchrutschen kann. Technik hat aber auch ihren Preis und so sind Rollentrainer mit Direktantrieb ein ganzes Stück teurer als ihre Konkurrenten mit Rollenantrieb.

Worauf sollte man beim Kauf eines Smart Rollentrainers achten?

Schwungrad

Beim Rollentrainer mit Direktantrieb sorgt das Schwungrad für ein authentisches Fahrgefühl wie auf der Straße. Auch wenn mit dem Treten aufgehört wird, „rollt“ das Rad mit der vorhandenen Energie noch weiter. Als Faustregel kann man sagen, dass das Fahrgefühl umso runder und natürlicher ist, je mehr Gewicht das Schwungrad mitbringt (ab 5 kg vorzugsweise). Allerdings haben auch die Qualität der Verarbeitung, des Materials und der verbauten Komponenten einen Einfluss. Einige Hersteller nutzen mittlerweile sogar aus Magneten bestehende virtuelle Schwungräder. Diese machen die Illusion vom Fahren auf der Straße noch perfekter, da sie eine Anpassung der Massenträgheit an die Boden- und Geländebeschaffenheit der virtuellen Strecke erlauben.

Maximale Leistung und Steigung

Je nach Ambition und Leistungsfähigkeit sind die maximalen Werte für Leistung und simulierbare Steigung interessant. Hier sind bei guten Geräten bis zu 2200 Watt, in Ausnahmefällen sogar bis zu 3600 Watt und Steigungen von 20 bis 25 Prozent drin. Im Normalfall sollten 1500 bis 2000 Watt und 15-16% Steigungen völlig ausreichen. Die Leistungsmessung sollte zudem mit hoher Genauigkeit erfolgen: mit einer Abweichung von weniger als 2%, optimalerweise 1 %.

TOP 3 Smart Rollentrainer mit Zwift & Co. im Vergleich

RollentrainerTacx Neo Smart 2

Wahoo KICKR Core

SARIS H3 (HAMMER 3)

Antrieb DirektantriebDirektantriebDirektantrieb
Schwungmasse
Virtuelles Schwungrad mit bis zu 125 kg Trägheit5,4 kg9 kg
Maximale Tretleistung2200 Watt1800 Watt2000 Watt
Genauigkeit der Leistungsmessung +/-1%+/- 2 %+/- 2%
Maximale simulierte Steigung 25 %16 %20%
Geräuschentwicklung Sehr leise
Bei Höchstgeschwindigkeit:
< 61 Dezibel
57 dB bei 30 km/h59 dB bei 30 km/h
Protokoll Kompatibilität ANT+ FE-C,
ANT+ Power,
Bluetooth Smart Trainer Control,
Bluetooth Smart Power
ANT+ FE-C,
ANT+ Power,
Bluetooth Smart Trainer Control,
Bluetooth Smart Power
ANT+ FE-C Control
ANT+ Power
Bluetooth Smart FTMS Trainer Control
Bluetooth Smart Power
Apps Kompatibilität Zwift
Trainerroad
Rouvy
Sufferfest
Kinomap
Road Grand Tours
Fulgaz
Bkool
Strava
Zwift
Trainerroad
Rouvy
Sufferfest
Kinomap
Road Grand Tours
Fulgaz
Bkool
Strava
Zwift
TrainerRoad
Rouvy
SufferFest
Kinomap
FulGaz
Simuliert Straßenstrukturen
(z.B. Kopfsteinpflaster)
Durch RüttelnNein
Nein
Abfahrtssimulation JaNeinNein
Hebt und senkt
das Bike entsprechend der Neigung
NeinMit dem Bergsimulator
KICKR Climb
Nein
Simuliert FahrtwindNeinMit dem Fahrtwindsimulator
KICKR Headwind
Nein
Klappbar JaJaJa
Tragegriff NeinJaJa
Gewicht 21,5 kg18,4 kg21,3
Unterstützte Bikes / Achsen
(Breite der Hinterradgabel)
Rennrad 130 mm,
Mountainbike 135 mm,
Steckachse 12 x 142/148 mm
Für Rennrad und Mountainbike
von 24 bis 29 Zoll;
Schnellspanner 130/135 mm
Steckachse 12 x 142/148 mm
Für Rennrad und Mountainbike
Schnellspanner 130/135 mm
Steckachse 142/148
Stromanschluss erforderlich NeinJaJa

Der Elite Direto X und der Bkool Smart Air sind ebenfalls sehr hochwertige und leistungsfähige Smart Trainer, allerdings sind unsere drei Favoriten aus der Tabelle in einigen Punkten etwas besser.

TOP 1: Tacx Neo Smart 2 – Oberliga Smart Trainer für Profis


Der Tacx Neo Smart 2 ist im Moment wohl unbestritten einer der besten Smart Rollentrainer auf dem Markt. Seine extrem realistische Streckensimulation und viele nützliche Zusatzfeatures lassen die Grenze zwischen virtueller und realer Welt beim Training fast verschwinden. Der Smart Trainer unterstützt bekannte Apps wie Zwift, Bkool, TrainerRoad, Road Grand Tours, SufferFest, Rouvy, FulGaz und Kinomap.



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Die wichtigste Neuerung im Vergleich zu dem Vorgängermodell NEO Smart 1 ist die Pedaltrittanalyse (dazu gleich mehr). Ansonsten wurden nur kleine Verbesserungen und Erweiterungen vorgenommen, wie die Erhöhung der Trittfrequenzgenauigkeit oder neuer Mikrocontroller und zusätzlicher Speicher, sodass es weniger Vibrationen gibt. Ansonsten fährt man mit dem alten Modell genauso gut wie mit dem NEO Smart 2. Nun zu den Eigenschaften des NEO 2 im Detail.

Virtuelles Schwungrad mit bis zu 125 kg

Das extrem realistische Fahrgefühl des Neo Smart 2 geht zu einem großen Teil auf das Konto des virtuellen Schwungrads. Die Konstrukteure von Tacx haben hier 32 Neodym-Magnete verbaut, die zu den stärksten Dauermagneten der Welt gehören und eine variable Massenträgheit von bis zu 125 kg simulieren können. Damit bietet das Tacx Neo Smart 2 die höchste Schwungmasse auf dem Markt. Dadurch werden Anstiege und Beschleunigungen täuschend echt erlebbar und die Laufruhe ist exzellent. Gleichzeitig verfügt das Gerät über eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit. Dadurch werden Anpassungen in Geschwindigkeit und Steigung fast verzögerungsfrei umgesetzt.







Kein Stromanschluss erforderlich

Der smarte Radtrainer braucht nicht zwingend ans Stromnetz angeschlossen zu werden. Der für die Steuerung des Widerstandssystems und den Datenaustausch benötigte Strom lässt sich über einen Generator selbst erzeugen. Solange in die Pedale getreten wird, lassen sich alle Funktionen bis auf die Abfahrtssimulation ganz ohne externe Stromquelle nutzen.

Leistung und Steigungssimulation

Die maximale Tretleistung, die vom Neo Smart 2 unterstützt wird, beträgt 2200 Watt. Das dürfte selbst für Profisportler völlig ausreichen. Fürs Bergtraining ist der smarte Rollentrainer ebenfalls bestens aufgestellt: Anstiege von bis zu 25 Prozent lassen sich ohne weiteres realisieren.

Road Feel Technologie

Betonfugen, Holzbrücken, Schotterpisten oder Kopfsteinpflaster – selbst die Bodenbeschaffenheit bildet der Neo Smart 2 perfekt ab. Mit dem passenden Rütteln, das in den Beinen gespürt wird, sind virtuelle Strecken noch ein wenig anspruchsvoller zu fahren. Genau wie in der Wirklichkeit.

Flexible Radaufhängung

Ein paar Grad seitliche Bewegungsfreiheit werden durch die flexible Aufhängung des Fahrradhecks erzielt. Das führt vor allem im Wiegetritt zu einem natürlicheren Fahrverhalten, da das Bike etwas nach links und rechts bewegt werden kann.

Abfahrtssimulation

Zu Beginn einer Gefällestrecke beschleunigt das Bike. Das ist nicht nur im wirklichen Leben so, sondern dank der Steuereinheit des Neo Smart auch auf dem Rollentrainer. Zur Nutzung dieser Funktion muss das Gerät allerdings ans Stromnetz angeschlossen werden.

Sehr geringe Geräuschentwicklung

Damit Nachbarn und Familie nicht unter lauten Fahrgeräuschen leiden, wurde der Rollentrainer gegenüber dem Vorgängermodell an mehreren Stellen verbessert, um die Geräuschentwicklung noch weiter zu drosseln. Selbst bei Höchstgeschwindigkeit sind nicht mehr als 61 Dezibel zu messen.

Farbige LEDs und Anschlussanzeigen

Aufschluss über den Status der Bluetooth Smart- und der ANT+-Verbindung geben farbige LEDs, die seitlich am Gehäuse des Neo Smart 2 sitzen. Die Anzeige der Leistungsintensität erfolgt über farbige Spotlights, die direkt auf den Boden projiziert werden. Dabei reicht die Farbskala von blau für moderate Tretleistungen bis hin zu rot für sehr hohe Leistungen.

Präzise Leistungsmessung

Was die Leistungsmessung betrifft, ist das Tacx Neo Smart 2 eines der präzisesten Geräte überhaupt. Ein schneller Chipsatz zur Steuerung der Motorbremse (keine Magnetbremse) ermöglicht eine Leistungsmessung mit einer Abweichung von weniger als 1 %. Eine Kalibrierung ist nicht notwendig.

Pedaltritt-Analyse

Wer seine Technik verbessern möchte, kann die Leistung am rechten und linken Bein getrennt messen. Damit werden Schwächen sichtbar und können gezielt korrigiert werden. Zur Analyse bietet Tacx eine eigene Software an. Aber auch die Verwendung von Drittanbieter-Software ist über die ANT+-Verbindung problemlos möglich.

Maße und Gewicht

Der Rahmen des Neo Smart 2 ist faltbar. Er misst aufgestellt 57,5 x 75 x 55 cm (L x B x H) und lässt sich auf kompakte 62 x 26 x 44 cm zusammenklappen. Das Gewicht beträgt 21,5 kg.

Kompatibel mit den meisten Bikes

Der Neo Smart kommt mit mehreren Adaptern und Schnellspannern (Schnellspannachsen Direktantriebe 142 x 12mmSchnellspanner für Rennräder und Mountainbikes 5 mm) und ist damit mit den meisten Bikes kompatibel. Der Trainer unterstützt Achsen (Breite der Hinterradgabel) bis 148 mm: Rennrad 130 mm, MTB 135 mm, Steckachse 12 x 142/148 mm. Hier sind alle mit dem NEO Smart kompatiblen Fahrräder aufgelistet. Ein kleiner Auszug davon:

 

Ein Halter fürs Vorderrad ist ebenfalls im Lieferumfang. Die Kassette ist aber, anders als auf der Verpackung abgebildet, leider nicht im Lieferumfang mit dabei. Geeignete Kassetten sind die Shimano- und SRAM 8-/9-/10-/11-fach.

Der einzige Nachteil bei diesem Smart Trainer: es ist kein Tragegriff vorhanden, somit lässt sich der Rollentrainer etwas mühsam transportieren.

Fazit zum Tacx Neo Smart 2

Der Tacx Neo Smart 2 ist ein erstklassiger Smart-Trainer mit Direktantrieb, der Straßenvibrationen reproduzieren kann und fast geräuschlos läuft. Er ist für Hobby-Radfahrer, die 2 Mal die Woche trainieren, als auch für Profis, die 5 Mal die Woche trainieren wollen, gleichermaßen geeignet. Dies gilt auch für den NEO Smart 1.

Günstigere Alternative zum NEO 2 für Einsteiger

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann sich den Tacx Flux S Smart Trainer bei Amazon anschauen. Dieser arbeitet ebenfalls mit Direktantrieb und bietet Smart-Funktionen (ANT + und Bluetooth Smart, inklusive Kompatibilität mit allen oben genannten Apps) zu einem viel günstigeren Preis. Der maximalen Sprintwiderstand beträgt hier allerdings nur 1500 Watt, die maximale Neigung 10% und die Massenträgheit nur 22,8 kg (bei einm Schwungradgewicht von 7 kg). Trotzdem sind das gute Werte für Einsteiger. Insbesondere das Schwungradgewicht ist im Vergleich zu Konkurrenzmodellen aus dem selben Preissegment nicht zu toppen. Zusatzeffekte und Funktionen wie Abfahrtssimulationen, Pedaltritt-Analyse und ROAD FEEL mit Rütteleffekten sind im Gegensatz zum Neo Smart natürlich nicht möglich. Das Modell ist auch nicht zusammenklappbar.

TOP 2: Wahoo KICKR Core – Bestes Preis-Leistungsverhältnis


Der KICKR Core Smart Trainer ist ein interaktiver Rollentrainer mit Direktantrieb aus dem Hause Wahoo. Obwohl es als günstiges Einstiegsmodell aus der Wahoo Serie gilt, spielt es in der oberen Liga und bringt alles mit was ein Smart Trainer braucht.

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Die smarte Schwungradsteuerung des KICKR Core erzeugt in Kombination mit der elektromagnetisch wirkenden Bremse ein sehr echtes Fahrgefühl wie auf der Straße. Die Widerstandswerte bei simulierten Steigungen und Gefällen entsprechen dabei sehr überzeugend den Bedingungen in der Realität. Das Schwungrad bringt 5,4 kg auf die Waage und sorgt mit seiner Massenträgheit für einen runden, flüssigen Tritt.

Die maximale Ausgangsleistung des Trainers beträgt 1800 Watt, was für ambitionierte Sportler ein mehr als ausreichend breites Spektrum an Trainingsmöglichkeiten bietet. Auf den virtuellen Strecken können Steigungen und Gefälle mit bis zu 16 Prozent simuliert werden.

Der Wahoo KICKR Core kann Leistungswerte mit einer Genauigkeit von +/- 2 Prozent anzeigen. Außerdem werden Geschwindigkeit und gefahrene Strecke erfasst. Eine Trittfrquenzmessung ist in der Basisversion leider nicht vorgesehen, kann aber über den Wahoo RPM Cadence Sensor nachgerüstet werden.

Der Rollentrainer von Wahoo verfügt über alle gängigen drahtlosen Verbindungsmöglichkeiten wie ANT+, ANT+ FE-C und Bluetooth Smart (BLE). Damit können nicht nur Radcomputer, Mobilgeräte und Computer mit Trainings- und Steuer-Apps verbunden, sondern auch Tritt- und Herzfrequenzmesser gekoppelt werden. LED-Kontrollleuchten am Gehäuse zeigen an, ob die entsprechenden Geräte verbunden und betriebsbereit sind. Zum Wahoo KICKR Core gibt es eine ganze Reihe von passenden Apps, die das Radtraining auf der Rolle zu einem Erlebnis werden lassen. Alle gängigen Apps wie Zwift, Komoot, Strava, Sufferfest, Kinomap, Trainerroad, Rouvy und Cycling GPS laufen einwandfrei.

Mit seinen Abmessungen von ca. 51 x 58 x 48 cm (L x B x H) baut der KICKR Core recht kompakt. Das Gewicht beträgt etwa 18,4 kg. Damit lässt sich das Gerät auch ohne Tragegriff noch einigermaßen gut handeln. Der stabile Stahlrahmen ist für ein Nutzergewicht von bis zu 113 kg ausgelegt und steht mit seinen massiven Standbeinen sicher und verwindungssteif auf dem Boden.

Wer die Illusion vom Training auf der Straße noch perfekter machen möchte, kann das mit ein paar optional erhältlichen Ergänzungen tun. Der Bergsimulator KICKR Climb hebt und senkt das Bike vorne entsprechend der Neigung des Streckenprofils. Und wer wie draußen den Fahrtwind spüren möchte, installiert den Fahrtwindsimulator KICKR Headwind, der je nach Geschwindigkeit für ein entsprechendes Lüftchen sorgt.

Die Konstrukteure von Wahoo haben den KICKR Core so konstruiert, dass er mit allen gängigen Radgrößen kompatibel ist. Passend für Fahrräder bis 29 Zoll für Rennrad und MTB (24 Zoll, 650 cm, 700 cm, 27,5 Zoll, 29 Zoll) ist das Aufnahmerohr für das Fahrradheck in der Höhe verstellbar. Auch Fahrräder mit flacher Klemmung oder Scheibenbremsen sind problemlos montierbar. Das System unterstützt Schnellspanner bis 135 mm und Steckachsen bis 148 mm. Passende Achsadapter für unterschiedliche Einbaubreiten sind im Lieferumfang enthalten. Lediglich die Kassette fehlt im ansonsten kompletten Paket und muss separat gekauft werden (8-, 9-, 10- und 11-Gang).

Fazit zum Wahoo KICKR Core

Wer einen vollwertigen Smart Trainer mit Direktantrieb sucht, der alle Funktionen bietet, aber kein Vermögen kostet, wird beim Wahoo KICKR Core fündig. Das Fahrgefühl ist sehr realitätsnah und lässt sich auf Wunsch mit diversen Anbaukomponenten noch weiter perfektionieren.

Vergleich mit dem großen Bruder „Wahoo Klickr“

Das teurere Modell aus der Serie (Wahoo Klickr) besitzt zwar eine größere Schwungmasse von 7,3 kg, aber laut Erfahrungsberichten äußert sich diese minimal auf das realistische Fahrerlebnis. Auch die größere maximale Steigung von 20 % ist kein richtiges Kaufargument für den Klickr und gegen den Klickr Core, da 16 % völlig ausreichend sind und kaum jemand mit 20 % trainieren würde. Bei der maximalen Leistung verhält es sich genauso. Zwar bietet der Klickr 2200 Watt, allerdings sind 1800 Watt mehr als ausreichend. Der einzige bedeutende Unterschied ist, dass der Klickr völlig leise arbeitet (man hört nur die Kette), während der Klickr Core zwar extrem leise ist (mit 57 dB bei 30 km/h) und in der Liga von Tacx Neo Smart spielt, aber da ist ein leichtes Eigengeräusch zu hören. Auch von Vorteil ist, dass beim großen Bruder eine 11-Gang Kassette mit 11-28-Verhältnis enthalten ist.

Als Fazit kann man sagen, dass der Klickr Core definitiv das bessere Preis-Leistungsverhältnis hat. Die besseren technischen Daten des großen Bruders lohnen sich nur für richtige Profi-Sportler, die 5 Mal die Woche 2-3 Stunden trainieren wollen. Als ambitionierter Hobby-Sportler investiert man lieber das gesparte Geld (wenn man den günstigen Klickr Core kauft) in den Bergsimulator KICKR Climb und dem Fahrtwindsimulator. So hat man mehr Spaß von dem ganzen, als mit einem 2 kg schwererem Schungrad zu trainieren.

TOP 3: Saris H3 Hammer 3 – Solider Smart Trainer der Extraklasse


Der Saris H3 ist ein Rollentrainer mit Direktantrieb, der mit seiner hohen Präzision, dem leisen Lauf, und der soliden Konstruktion voll berzeugen kann.

 

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Der Saris H3 wurde mit einem neuen Antriebssystem im Vergleich zum Vorgängermodell auf eine möglichst geringe Geräuschentwicklung hin optimiert. Bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h sind nur ca. 59 Dezibel messbar.

Der Tretwiderstand beim Saris H3 wird elektromagnetisch erzeugt. Daher spricht er sehr reaktionsfreudig auf schnelle Tempo- oder Steigungswechsel an. Für eine realistische Simulation der Massenträgheit sorgt ein präzise gewuchtetes, 9 kg schweres Schwungrad. Damit fühlt sich der Tritt in der Regel sehr rund und geschmeidig an.

Aufgrund der schnell ansprechenden Steuereinheit und der sorgfältigen Kalibrierung ist eine sehr präzise Leistungsmessung möglich. Die Abweichung beträgt höchstens +/- 2 Prozent. Außerdem verfügt der H3 über einen internen Trittfrequenzsensor. Das ist bei Geräten in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Damit die smarte Steuerung auch bei intensiven Trainingseinheiten nicht heiß läuft, sorgt eine interne Kühlung für gleichbleibend präzise Werte.

Der H3 ist auf eine maximale Ausgangsleistung von 2000 Watt ausgelegt. Das lässt selbst bei Profisportlern noch genügend Luft nach oben. Anstiege bis zu 20 Prozent werden originalgetreu simuliert.

Zur Kopplung des Smart Rollentrainers mit Sensoren, Mobilgeräten oder Computern stehen die üblichen Drahtlos-Schnittstellen Bluetooth FTMS und ANT+ FE-C zur Verfügung. Die Kopplung selbst ist sehr einfach, da die Geräte selbständig nach passenden Verbindungen suchen. Farbige LEDs zeigen an, ob die Verbindung aktiviert und betriebsbereit ist.

Der Rahmen des Saris H3 besteht aus gegossenem Aluminium. Er ist auf eine Tragkraft von 135 kg ausgelegt. Mit seinen ausklappbaren Standfüßen verfügt er über einen besonders stabilen Stand, lässt sich aber auch mit wenigen Handgriffen platzsparend verstauen. Den Transport des 21,3 kg schweren Geräts erleichtert ein praktischer Tragegriff im Gehäuse.

Nicht nur was die gängigen Trainings- und Bike-Simulations-Apps (z.B. Zwift, TrainerRoad, SufferFest, Rouvy, FulGaz und Kinomap) angeht, ist der H3 voll kompatibel, auch in Sachen Gabelbreiten und Achsvarianten unterstützt er eine Vielzahl von Varianten wie Steckachsen (Steckachskompatibel für Rahmen mit Gabelbreiten von 142 oder 148) und Schnellspanner (Schnellspanner kompatibel für Gabelbreiten von 130 mm und 135 mm).

Der Saris H3 lässt nicht nur ein authentisches Fahrgefühl aufkommen, er bietet auch eine Menge an Präzision und solider Technik zu einem angemessenen Preis.

Elite Direto X – Smart Trainer für Einsteiger

Ein relativ leichter und handlicher Smart Rollentrainer mit Direktantrieb ist der Elite Direto X. Für Einsteiger ist besonders der attraktive Preis und das realistische Fahrgefühl interessant, aber auch sonst hat der kleine Trainingspartner einiges zu bieten.

Der Elite Direto X überrascht mit seiner hohen Bremsleistung. 2100 Watt bei 40 km/h und sogar 3250 Watt bei 60 m/h sind für das kompakte Gerät kein Problem. Dabei können zusätzlich Steigungen von bis zu 18 Prozent simuliert werden. Für den Hausgebrauch ist das sicher mehr als genug. Für den satten Widerstand ist eine Magnetbremse zuständig, die elektronisch angesteuert wird und in Kombination mit dem integrierten optischen Leistungsmesser eine Genauigkeit von +/-1,5 Prozent ermöglicht. Das Schwungrad bringt 4,2 kg, was im Vergleich zu den anderen Smart Rollentrainer etwas niedrig ist. Daher empfehlen wir den Trainer eher für Einsteiger, die nicht profimäßig intensiv trainieren wollen.

Mit dem Direto X lässt es sich trainieren, ohne viel Lärm zu machen. Bei moderaten Geschwindigkeiten ist lediglich ein leises Surren zu hören und bei 40 km/h sind gerade einmal 57 Dezibel messbar.

Obwohl der Direto auf den ersten Blick so kompakt daherkommt, bietet er mit seinen drei ausklappbaren Füßen einen absolut festen Stand. Aufgeklappt hat der smarte Trainer nämlich ein Standmaß von 84 x 65 cm. Mit seinen 15 kg lässt sich das Gerät problemlos transportieren. Und sogar an einen praktischen Tragegriff haben die Konstrukteure von Elite gedacht.

Auf der Achse des Antriebs lassen sich alle 9-, 10- und 11-fach Kassetten von Shimano und SRAM montieren. Der Rollentrainer ist für Bikes mit Laufradgrößen von 20 bis 29 Zoll geeignet. Dabei werden 142 x 12 mm Steckachsen und 130 bzw. 135 x 5 mm Schnellspanner unterstützt. Ein Vorderradblock ist im Lieferumfang enthalten.

Sowohl Leistung, Geschwindigkeit und Trittfrequenz werden mit integrierten Sensoren gemessen wahlweise per ANT+ FE-C oder Bluetooth Smart FTMS übertragen. Der Elite Direto lässt sich mit Computern, Mobilgeräten und Fahrradcomputern verbinden und  unterstützt bekannte Apps wie Zwift, TrainerRoad, SufferFest, Rouvy und Kinomap.

Alles in Allem ist der Elite Direto X ein erschwinglicher Smart Trainer, der ein realistisches Fahrgefühl vermittelt. Er punktet vor allem mit seiner hohen Leistung, den präzisen Messwerten und seinem leisen Betrieb. Allein das Schwungradgewicht könnte höher sein.

Bkool Smart Air – Mäßiges Preis-Leistungsverhältnis

Der Smart Air der spanischen Firma Bkool ist ein Smarttrainer mit Direktantrieb. Auf den ersten Blick fällt das außergewöhnliche Design auf, das das Hinterrad des Fahrrads imitiert und die Antriebseinheit optisch schweben lässt. Die exklusive Bauform ermöglicht eine seitliche Schaukelbewegung von bis zu 6 Grad. Das soll einerseits das realistische Fahrgefühl verstärken, andererseits reduziert es die Kräfte, die auf den Fahrradrahmen wirken. Allerdings sind diese Schaukelbewegungen im Praxistest nicht das, was man aufgrund der Hersteller-Beschreibung erwartet.

Der Smart Air verfügt über eine Magnetbremse, die eine Leistung von sage und schreibe 3000 Watt aufbringen kann. Steigungen bis maximal 25 Prozent können simuliert werden. Die Leistungsmessung ist sehr genau, die maximalen Abweichungen bleiben unter 2 Prozent. Das Getriebe verfügt über ein internes Kühlsystem, das die Temperatur im Innern des Gehäuses niedrig hält.

Eine ANT+- sowie eine Bluetooth-Schnittstelle sind vorhanden. Die Datenübertragung per Bluetooth funktioniert allerdings nur mit der hauseigenen Bkool-Simulator-Software gut. Apps wie Zwift müssen über ANT+ gekoppelt werden, was ein Nachteil ist im Vergleich zu der Konkurrenz.

Im Gegensatz zu den Mitwerbern von Tacx, Wahoo und Saris lässt sich der Bkool nicht einfach zusammenklappen, sondern es müssen zuerst die Füße abgeschraubt werden, was etwas aufwendig ist.

Wer den Smarttrainer mit der passenden Software von Bkool nutzen möchte, bekommt hier ein bestens aufeinander abgestimmtes Komplettpaket. In Sachen Lautstärke liegt der Smart Trainer laut dem TOUR Magazin leider hinter dem Tacx Neo Smart 2 und dem Wahoo Kickr. Und auch die Nutzung mit Zwift ist nicht optimal. Was die Leistung angeht, spielt der Bkool Smart Air zwar in der oberen Liga, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist eher mäßig.

Worauf sollte man beim Kauf eines Smart Rollentrainers noch achten?

Reaktionsgeschwindigkeit

Bei Änderungen der Steigung und der Bodenbeschaffenheit auf der virtuellen Strecke soll das möglichst ohne Verzögerung in den Pedalen spürbar sein. Die Reaktionsgeschwindigkeit von Steuereinheit und Bremse sollte dafür möglichst hoch sein.

Geräuschentwicklung

Wer beim Training niemanden durch lautes Surren oder Rattern stören möchte, achtet auf eine geringe Lautstärke des Rollentrainers. Hier liegen Modelle mit Direktantrieb eindeutig vorn, da sie teilweise nur um die 60 db erzeugen.

Benutzerfreundlichkeit

Die Benutzerfreundlichkeit ist ein wichtiges Kriterium, möchte man die Zeit doch lieber mit dem Training als mit Einstellungen und Verbindungsproblemen verbringen. Beim Kauf sollte daher darauf geachtet werden, dass die Steuerung mit den gängigen Trainings-Apps kompatibel ist und sich möglichst selbständig beim Einschalten verbindet.

Gewicht und Abmessungen

Rollentrainer können sich im Gewicht stark voneinander unterschieden. Während schwere Modelle einen stabileren Stand und ein runderes Fahrgefühl versprechen, können leichtere Geräte mit mehr Flexibilität punkten. Wer den Trainer ohnehin immer am selben Platz stehen hat, braucht sich um ein etwas höheres Gewicht keine Gedanken zu machen. Anders sieht es aber aus, wenn der Rollentrainer häufig transportiert werden muss oder nach dem Training platzsparend verstaut werden soll. Hier bieten Modelle mit Transportgriffen oder einem kompakten Faltmaß durchaus Vorteile.

Zusätzlich benötigte Teile

Wer auf den Anschaffungspreis achtet, sollte auf jeden Fall auch daran denken, dass bei einigen Modellen noch zusätzliche Kosten für Adapter oder die Kassette anfallen können. Diese sind nämlich nicht bei allen Rollentrainern im Lieferumfang enthalten.

Quellen und weiterführende Informationen:

  1. Smart Trainer Comparison Calculator
  2. Alle Smarttrainer im großen TOUR-Test
  3. https://www.dcrainmaker.com/2018/12/tacx-neo-2-smart-trainer-in-depth-review.html
  4. Dezibel: https://www.tour-magazin.de/zubehoer/trainingsgeraete/smarte-rollentrainer-im-test/a43713.html
  5. https://www.tour-magazin.de/fitness/training/neuer-top-rollentrainer-von-tacx/a48381.html
  6. https://tacx.com/de/produkt/neo-2t-smart/
  7. Max. Nutzergewicht: https://titaniumgeek.com/tacx-neo-2t-smart-trainer-review-zwift-gear-test/
  8. https://www.laufmix.de/2019/01/25/tacx-neo-2-smart-trainer/
  9. https://www.tour-magazin.de/fitness/training/rollentrainer-mit-direktantrieb/a47045.html
  10. https://de-eu.wahoofitness.com/devices/bike-trainers/kickr-core-indoor-smart-trainer
  11. https://de-eu.wahoofitness.com/devices/bike-trainers
  12. https://www.bruegelmann.de/blog/wahoo-kickr-test/
  13. Dezibel: https://www.bike-components.de/de/Wahoo/KICKR-CORE-Trainingsrolle-p66216/
  14. https://www.saris.com/product/h3
  15. https://www.dcrainmaker.com/2019/08/saris-h3-smart-trainer-review.html
  16. https://www.tour-magazin.de/fitness/training/rollentrainer-mit-direktantrieb/a47045.html
  17. https://www.dcrainmaker.com/2019/09/elite-direto-x-smart-trainer-in-depth-review.html
  18. https://www.tour-magazin.de/fitness/training/rollentrainer-fuer-einsteiger/a46973.html
  19. https://www.tour-magazin.de/fitness/training/erster-rollentrainer-mit-direktantrieb-von-bkool/a47086.html
  20. https://speed-ville.de: ROLLENTRAINER: PREISVERGLEICH & TEST VON TACX, WAHOO, ELITE & CO.
  21. roadcycling.de/rennrad-ausruestung/tests/trainingsgeraete/7-top-smart-trainer

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