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Ergometer Magnetbremse vs. Induktionsbremse vs. Luftwiderstand

Will man auf dem Fahrradergometer mit einem bestimmten voreingestellten Tretwiderstand oder Watt-Leistung trainieren, sorgt das Bremssystem dafür, dass die Trainingsintensität angepasst wird. Die Erhöhung der Trainingsintensität geschieht dadurch, dass die Schwungscheibe durch das Bremssystem abgebremst wird, sodass es dem Trainierenden schwerer fällt die Schwungscheibe zu bewegen. In modernen Ergometern werden drei Arten von Bremssystemen eingesetzt: Magnetbremse, Induktionsbremse (Wirbelstrombremse) und Luftwiderstandsbremse. Was sind die Vor- und Nachteile im Vergleich?

1. Magnetbremssystem vs. Induktionsbremssystem

Magnetbremssystem
Vorteile Kein Materialverschleiß

Günstiger als Induktionsbremse

Nachteile Leise, aber nicht geräuschlos

 

Induktionsbremssystem
Vorteile Kein Materialverschleiß

Genauere Einstellung der Widerstandsstufen

Höhere Widerstände möglich

Nachteile Teurer als Magnetbremse

Magnetbremssystem

Bei den meisten Ergometern kommt das Magnetbremssystem im Einsatz. Bei diesem wird die Schwungscheibe durch die Kraft eines Dauermagneten gebremst. Durch Erhöhung der Watt- oder Widerstandswerte am Computer wird das Magnetfeld des Elektromagneten verstärkt bzw. die Magneten bewegen sich mehr in Richtung Schwungscheibe. Dadurch kommt es zu einem Abbremseffekt an der Schwungscheibe und man muss sich mehr anstrengen. Hier tritt kein Verschleiß des Materials auf und man hat einen ruhigen Lauf, da die Schwungscheibe nicht während des Bremsvorgangs berührt wird. Außerdem liefern solche Bremssysteme einen gleichmäßigen Widerstand und eine stetigere Lastkurve als die veralteten Riemenbremssysteme.


youtube: Erklärung Elektromagnetisches Bremssystem von HAMMER

Induktionsbremssystem (Wirbelstrombremse)

Die Induktionsbremse bzw. Wirbelstrombremse arbeitet ebenfalls verschleißfrei und ist langlebig, jedoch wird hier das Magnetfeld nicht durch einen Dauermagneten, sondern durch eine elektrische Spule über einen Stromfluss erzeugt. Deshalb ist der Betrieb mit dem Induktionsbremssystem besonders leise (praktisch geräuschlos) und es wird ein sanfter Widerstandswechsel erzielt.

Es ist außerdem eine genauere Belastungssteuerung möglich, da hier nicht mechanisch den Abstand des Magneten zur Schwungscheibe reguliert wird. Dies ist vor allem bei drehzahlunabhängigen Ergometern wichtig, bei denen der Trainierende eine bestimme Leistung in Watt am Computer eingeben kann und das Ergometer regelt der Widerstand so, dass genau diese Leistung erbracht wird. Diese kann man auch auf dem Display ablesen.

Zudem werden mit der Wirbelstrombremse höhere Widerstandswerte erreicht im Vergleich zu der Magnetbremse.

2. Luftwiderstand-Bremssystem


Luftwiderstand
Vorteile Unbegrenzt hohe Widerstände

Autoregulierung des Widerstandes durch die eigene Leistung

Ideal für Intervalltraining, sehr intensives Training

Nachteile Das Luftwiderstandssystem ist laut

 

Wenn ein Ergometer mit einem Luftwiderstandssystem arbeitet, wird der Widerstand durch die Leistung des Trainierenden bestimmt. Je intensiver man fährt, desto schwerer wird es, in die Pedale zu treten. Daher ist dieses Widerstandssystem hervorragend für Intervalltraining geeignet. Ein Fahrradergometer mit Luftwiderstand wird oft als Air Cycle oder Airbike bezeichnet. Da das Training mit Luftwiderstand mehr Kraft erfordert, wird auch der Oberkörper eingesetzt und somit der ganze Körper trainiert. Beispiele für empfehlenswerte Air Bikes, wie das Assault Air Bike, finden Sie hier.

4. Riemenbremsen – veraltet

Die Riemenbremsen werden nur noch sehr selten eingesetzt und zwar nur bei billigen Fahrradtrainern.

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