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Crosstrainer Kaufberatung – „Welcher Crosstrainer ist der richtige für mich?“

Neben den allgemeinen Grundkriterien, wie Standfestigkeit und hohe Schwungmasse, gibt es auch persönliche Vorlieben bzw. Gegebenheiten, die bei einem Crosstrainer-Kauf berücksichtigt werden sollten, wie z.B. Geräuschempfindlichkeit, der Grad an Selbstmotivation, die Körpergröße und das Körpergewicht.

Wichtiger Faktor: Das Gewicht der Schwungmasse

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Warum ist das Gewicht der Schwungmasse so wichtig bei der Auswahl eines Crosstrainers? Die Schwungmasse ist eine rotierende Masse, welche die Aufgabe hat, ein unterbrechungsfreies und gleichmäßiges Drehen zu gewährleisten. Je größer das Gewicht des Schwungrades ist, desto leichter werden die Umkehrpunkte der Auf- und Abbewegung überwunden und desto harmonischer fühlt sich der Tritt an. Bei einer kleinen Schwungmasse passiert Folgendes: Man drückt von oben mit Schwung auf das Pedal, gelangt am unteren Umkehrpunkt, wo man keinen Schwung mehr hat und nun schafft es die leichte Schwungmasse aber nicht den fehlenden Schwung gut zu kompensieren. Das merkt man sofort: Die Bewegung fühlt sich abgehackt und unrund an. So ein Bewegungsablauf hat direkte Konsequenzen für die Gelenke, denn diese werden an dem Umkehrpunkt belastet, weil der nötige Schwung einfach fehlt. Aber einen Crosstrainer kauft man sich ja unter anderem auch, weil er gelenkschonender sein soll als z.B. das Laufband, bei dem man stärkeren Stoßbelastungen ausgesetzt ist. Daher macht der Kauf eines Crosstrainer, der mit einer geringen Schwungmasse von unter 7 kg ausgestattet ist, wenig Sinn.

Gute Crosstrainer haben ein Schwungmassen-Gewicht von mindestens 12 kg. Solche Crosstrainer sind erfreulicherweise schon unter 600 Euro zu haben, wie z.B. der Sportstech CX620 mit 21 kg Schwungmasse und der günstigere Christopeit CXM 6 mit 12 kg Schwungmasse. Will man mit einer Qualität auf dem Niveau von einem Fitnessstudio trainieren, so wird man mit dem MAXXUS CX 6.1 zufrieden sein, welcher eine deutlich höhere Schwungmasse von 29 kg besitzt und zusätzlich mit niedrigem Stromverbrauch punktet. Von den Ellipsentrainern bis zur 1300 Euro- Grenze ist auf jeden Fall auch der Skandika CardioCross Carbon Pro empfehlenswert, der ebenfalls eine hohe Schwungmasse von etwa 24 kg besitzt und im Gegensatz zu dem MAXXUS CX 5.1 noch zusammengeklappt werden kann. Es gibt auch Fälle, bei denen eine niedrige Schwungmasse ausreicht, da das Übersetzungsverhältnis der Antriebsscheibe hoch ist, z.B. 1:10.

Lange Bewegungsbahn und kleine Schritthöhe

Crosstrainer Training effektiv

Für einen ergonomischen Bewegungsablauf sollte die Bewegungsbahn bzw. die Schrittlänge relativ lang sein und die Schritthöhe relativ klein. Schrittlängen von unter 38 cm und Schritthöhen über 20 cm führen zu einer kurzen und gestauchten Bewegungsbahn und zu einer sehr ausgeprägten Hoch-Tief-Bewegungen des Oberkörpers, die nicht besonders ergonomisch und gesund ist.

Pedalabstand

Den Pedalabstand als Kriterium sollte man nicht überbewerten. Bei gesunden Personen ist ein Pedalabstand von ca. 20 -25 cm (wie es bei den meisten Crosstrainern unter 600 Euro der Fall ist) akzeptabel. Wenn man jedoch bereits Hüft- /Gelenkprobleme hat, dann empfiehlt sich ein Pedalabstand von unter 12 cm, wie bei dem MAXXUS CX 6.1 oder dem MAXXUS CX 5.1.

Magnetbremse vs. Induktionsbremse

Das Bremssystem dient dazu, die rotierende Schwungscheibe abzubremsen, und somit den Tretwiderstand zu verändern. Dabei gibt es unterschiedliche Bremsstufen (auch Widerstandsstufen oder Schwierigkeitsstufen genannt). Stellt der Trainierende eine hohe Widerstandsstufe ein, so muss er noch mehr Kraft aufwenden, um die Schwungmasse zu bewegen und infolgedessen wird das Crosstrainer Training intensiver. Heutzutage werden vorwiegend 2 Bremssysteme eingesetzt: das Magnetbremssystem und das Induktionsbremssystem (Wirbelstrombremse).

Bei beiden Bremssystemen wird die Schwungmasse durch ein Magnetfeld gebremst, d.h. ohne Berührung der Schwungscheibe. Infolgedessen tritt in beiden Fällen kein Verschleiß auf, und man hat einen konstant gleichmäßigen Widerstand und einen ruhigen Lauf. Der Unterschied zwischen der Induktions- und der normalen Magnetbremse besteht in der Art, wie das Magnetfeld erzeugt wird. Bei der Magnetbremse wird das Magnetfeld durch einen Dauermagneten erschafft, während bei der Induktionsbremse das Magnetfeld durch eine elektrische Spule über einen Stromfluss erzeugt wird. Dies hat zu Folge, dass der Betrieb mit dem Induktionsbremssystem im Allgemeinen noch leiser, gleichmäßiger und runder ist, als mit der Magnetbremse. Ein weiterer Vorteil der Induktionsbremse ist die genauere Belastungssteuerung. Die Widerstandsstufen können nämlich feiner eingestellt werden und ermöglichen eine bessere individuelle Anpassung an das persönliche Leistungsvermögen. Beispiele für Crosstrainer mit Induktionsbremssystem sind der Christopeit CXM 6 und der Horizon Fitness Andes 509.

Computer

Crosstrainer Computer EinstellungenDer Trainingscomputer soll den Trainierenden über die wichtigsten Trainingsdaten wie Zeit, Geschwindigkeit, Entfernung und Pulsfrequenz auf dem Laufenden halten. Deshalb sollten die Anzeigen gut ablesbar sein (am besten mit Hintergrundbeleuchtung) und die Tasten einfach zu erreichen sein. Man sollte sich auch schnell mit der Bedienung zurechtfinden können, um nicht ständig auf die Bedienungsanleitung schauen zu müssen.

Welche Programme sind empfehlenswert?

Trainingscomputer Programme CrosstrainerEine Ausstattung mit mindestens einem Pulsgesteuerten Programm, einem Intervall-Programm und einem Berg-Programm (Aufstieg) ist zu empfehlen. Das wichtigste Programm ist hierbei das Pulsgesteuerte, welches anhand einer ständigen Pulsmessung den Widerstand entsprechend steuert, sodass man in dem eigenen optimalen Pulsbereich trainiert. (Dieses Programm ist nicht mit der einfachen Pulsmessung zu verwechseln, denn bei dem einen wird gesteuert und bei dem anderen nur gemessen. Also auf die Bezeichnung achten!)
Gehört man zu der Sorte Menschen, denen die Motivation für das Training schwer fällt, dann sollte man einen Crosstrainer mit einer großen Programmvielfalt aussuchen. So wird das Training nicht langweilig, denn man kann jeden Tag ein anderes Streckenprofil wählen.

Wenn man ärztliche Vorgaben erfüllen muss, empfiehlt es sich einen Crosstrainer mit Ergometer Eigenschaften zu kaufen (auch Crosstrainer-Ergometer genannt), da dieser die genaue Leistung in Watt anzeigt.

Die Anzahl der Widerstandsstufen

Wenn der Crosstrainer nur 8 Widerstandsstufen besitzt, ist das keine gute Voraussetzung für ein effektives Training, denn der Abstand zwischen den einzelnen Stufen ist zu groß. Hier ist keine feine Abstufung möglich und man müsste z.B. von einem leichten Schwierigkeitsgrad direkt auf eine zu schwere Stufe umsteigen, welche nicht dem momentanen konditionellen Leistungsniveau entspricht. Mit 16 Widerstandsstufen hat man schon bessere Möglichkeiten den Tretwiderstand fein zu dosieren.

Falls der Crosstrainer die Möglichkeit bietet, die Leistung zu verstellen, so wäre eine Einstellung in 5- oder 10-Watt Schritten in Ordnung. Man sollte auch darauf achten, dass der Widerstand und die Leistung elektronisch verstellbar sind, d.h. durch Drücken der Tasten am Trainingscomputer. Eine manuelle Einstellung, bei der man während des Trainings mit der Hand am Drehknopf drehen muss, ist umständlich.

Pulsmessung, aber richtig!

Eine Pulsmessung während des Trainings ist sinnvoll, damit man weiß, ob man sich gerade in dem individuellen optimalen Pulsbereich befindet, und um Überlastungen zu vermeiden. Den Puls kann man per Handsensoren an den Griffen, per Ohrklips, oder Brustgurt messen.

Crosstrainer Pulsmessung

Man sollte aber wissen, dass Handpulssensoren und Ohrklips Ungenauigkeiten bei der Messung aufweisen, im Vergleich zu einem Brustgurt. Der Letztere liefert nicht nur EKG-genaue Pulswerte, sondern ist auch bequemer zu tragen, da er drahtlos (ohne Kabel) misst. Dazu braucht man einen Pulsempfänger, der in den meisten Crosstrainern bereits eingebaut ist, und einen Brustgurt-Sender, den man sich wie ein Gürtel unter dem Brustmuskel um den Körper legt. Die meisten Crosstrainer werden ohne Brustgurt geliefert, sodass man fast immer einen dazu bestellen muss (Kosten: 20-40 Euro).Pulsmessung mit Brustgurt

Falls weder ein Empfänger, noch ein Sender vorhanden ist (und man kein pu
lsgesteuertes Programm benötigt), kann man sich eine Pulsuhr inkl. Brustgurt kaufen und damit seine Herzfrequenz messen. Die Pulsuhr legt man sich wie eine normale Uhr um das Handgelenk. Bei bestimmten Crosstrainern, wie die von „Kettler“, kann optional ein „Cardio-Puls-Set“ gekauft werden, welches aus einem Plug In Empfänger für die Ohrclip-Buchse und einem Polar T34 Sende-Gurt besteht.

Armstangen und Trittflächen

Die Armstangen-Griffe sollten hoch genug sein, damit ein Training in aufrechter Position möglich ist. Beim Laufen auf dem Crosstrainer sollte man auf die Position der Griffe achten: Diese sollten sich zwischen Ellbogen und Schulter befinden. Die Trittflächen sollten rutschfest sein und hohe innere Kanten aufweisen. Des Weiteren sollten die Pedale in ihrer Position mehrfach verstellbar sein (nach vorne und nach hinten), sodass das Training besser auf die eigene Körpergröße angepasst werden kann. Auch die Knie sollten genügend Freiraum nach vorne haben und nicht gegen das vordere Rohr anstoßen.

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Stabilität

Die gute Standfestigkeit eines Crosstrainers ist das erste Zeichen, dass man es hier nicht mit einem „Billig-Gerät“ zu tun hat. Steht der Crosstrainer stabil auf dem Boden und wackelt der Rahmen sogar bei einem intensiven Training nicht, so hat man es hier mit einer starken Rahmenkonstruktion zu tun, die viel aushalten wird. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass mit der Zeit Klappergeräusche, oder Quietschgeräusche aus den Gelenkverbindungen auftreten werden, sehr gering. Meistens sind solche Geräte schwer (ab 50-60 kg), was nachteilig ist, wenn man sie selbst transportieren muss. Aber was will man mit einem leichten Crosstrainer, der nach ein paar Monaten auseinanderfällt? Wünschenswert ist auch das Vorhanden von Stellschrauben für einen Boden-Höhenausgleich. So kann ein sicherer Stand auch beim unebenen Boden gewährleistet werden.

Gleichzeitig mit der Prüfung der Stabilität, sollte man sich informieren, wie hoch die angegebene maximale Gewichtsbelastung ist, sodass man bei einem höheren Körpergewicht auch das passende Gerät wählt. Eine hohe maximale Gewichtsbelastung spricht ebenfalls für eine hohe Stabilität des Rahmens und für Hochwertigkeit der einzelnen Komponenten. Gute Crosstrainer sind bis zu einem Maximalgewicht von 130-150 kg (und mehr) belastbar. Crosstrainer mit einem Maximalgewicht von unter 100 kg sind nicht empfehlenswert.

Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man schließlich überprüfen, ob ein CE- oder TÜV- Siegel vorhanden ist. So weiß man, dass das Gerät grundlegende Sicherheitsanforderungen und bestimmte vorgegebene Sicherheitsstandards erfüllt.

Crosstrainer Kaufkriterium: Leiser Betrieb!

Gute Crosstrainer erkennt man auch an dem geräuschlosen Betrieb, welcher weder die eigenen Ohren, noch die von den Nachbarn stört. Laute Quietsch-, oder Schleifgeräusche sollten nicht auftreten und sind meistens ein Zeichen dafür, dass Antriebssystem, Tretlager oder Positionierung der Schwungmasse nicht optimal sind. Ausnahmen sind einige Ellipsentrainer, bei denen konstruktionsbedingt die Rollen auf Laufschienen laufen, und dadurch laute Geräusche verursacht werden. Besonders leise Crosstrainer sind z.B. der Skandika CardioCross Carbon Pro und der MAXXUS CX 6.1.

Raum ausmessen

Nicht zuletzt sollte man berücksichtigen, dass ein Crosstrainer relativ viel Raum einnimmt. Deshalb ist es wichtig vor dem Kauf sich genau über die Aufstellmaße des Gerätes zu informieren und zu Hause den vorgesehenen Platz nochmal auszumessen. Einige Ellipsentrainer, wie der Skandika CardioCross Carbon Pro Elliptical, können platzsparend zusammengeklappt werden.

Damit man beim Training nicht mit dem Kopf an die Zimmerdecke stösst sollte man vor allem folgende Maße berücksichtigen: Trittbretthöhe und Körpergröße.

Die Höhe der Zimmerdecke sollte größer sein als die Summe der folgenden Maße:

Trittbretthöhe (Abstand der Pedalen zum Boden) + Körpergröße + kleiner Spielraum für die Auf- und Ab- Bewegungen

Die eigene Körpergröße berücksichtigen

Einige Crosstrainer sind aufgrund ihrer Konstruktion und Kompaktheit nicht für groß gewachsene Menschen geeignet. In diesem Fall besteht meistens nicht genügend Kniefreiheit.

Empfehlungen für Crosstrainer nach Körpergröße:

 

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