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Crosstrainer Kaufberatung – „Welcher Crosstrainer ist der richtige für mich?“

Neben den allgemeinen Grundkriterien, wie Standfestigkeit und hohe Schwungmasse, gibt es auch persönliche Vorlieben bzw. Gegebenheiten, die bei einem Crosstrainer-Kauf berücksichtigt werden sollten, wie z.B. Geräuschempfindlichkeit, der Grad an Selbstmotivation, die Körpergröße und das Körpergewicht.

Inhaltsverzeichnis

Wichtiger Faktor: Das Gewicht der Schwungmasse


Wenn man über Schwungmasse spricht, sollte man zwischen dem Gewicht der Schwungscheibe und dem Gewicht der Schwungmasse unterscheiden. Die Schwungscheibe ist die Baukomponente des Crosstrainers, die sich bewegt, wenn man Druck auf die Pedale ausübt. Sie versetzt wiederum die Pedale und Handgriffe in Bewegung. Die Schwungmasse setzt sich aus dem Gewicht der Schwungscheibe und dem Gewicht der Komponenten, die beim Treten mit bewegt werden, zusammen, wie z.B. Antriebsscheibe. Für einen optimalen Bewegungsablauf auf dem Crosstrainer ist nicht das Gewicht der Schwungscheibe, sondern das der Schwungmasse von zentraler Bedeutung.

Einfluss der Schwungmasse auf den Rundlauf

Warum ist das Gewicht der Schwungmasse so wichtig bei der Auswahl eines Crosstrainers? Die Schwungmasse ist eine rotierende Masse, welche die Aufgabe hat, ein unterbrechungsfreies und gleichmäßiges Drehen zu gewährleisten. Je größer das Gewicht der Schwungmasse ist, desto leichter und ruckfreier werden die Umkehrpunkte der Auf- und Abbewegung überwunden und desto harmonischer fühlt sich der Tritt an. In der Physik nennt man es die Erhöhung des Trägheitsmoments. Bei einer kleinen Schwungmasse passiert Folgendes: Man drückt von oben mit Schwung auf das Pedal, gelangt am unteren Umkehrpunkt, wo man keinen Schwung mehr hat und nun schafft es die leichte Schwungmasse aber nicht den fehlenden Schwung gut zu kompensieren. Das merkt man sofort: Die Bewegung fühlt sich abgehackt und unrund an. So ein Bewegungsablauf hat direkte Konsequenzen für die Gelenke, denn diese werden an dem Umkehrpunkt belastet, weil der nötige Schwung einfach fehlt. Aber einen Crosstrainer kauft man sich ja unter anderem auch, weil er gelenkschonender sein soll als z.B. das Laufband, bei dem man stärkeren Stoßbelastungen ausgesetzt ist. Daher macht der Kauf eines Crosstrainer, der mit einer geringen Schwungmasse von unter 7 kg ausgestattet ist, wenig Sinn.

Faustregeln

  • Gute Einsteiger-Crosstrainer für die regelmäßige Nutzung 1 bis 3 Mal die Woche haben ein Schwungmassen-Gewicht von mindestens 12 kg.
  • Gute Mittelklasse-Crosstrainer, wie z.B. der Sportstech CX625  (mit 21 kg Schwungmasse) haben mindestens 18 kg Schwungmasse und bieten einen angenehmen und flüssigen Rundlauf.
  • Will man mit einer Qualität auf dem Niveau von einem Fitnessstudio trainieren und den Crosstrainer 2-3 Mal täglich nutzen, so sollte man einen Crosstrainer mit Schwungmassen-Gewicht ab 24 kg wählen. In diesem Fall wird man mit dem MAXXUS CX 6.1 zufrieden sein, welcher eine deutlich höhere Schwungmasse von 29 kg besitzt im Vergleich zum Sportstech CX625 und zusätzlich mit niedrigem Stromverbrauch punktet. Von den Ellipsentrainern bis zur 1300 Euro- Grenze ist auch der Skandika CardioCross Carbon Pro empfehlenswert, der ebenfalls eine hohe Schwungmasse von etwa 24 kg besitzt und im Gegensatz zu dem MAXXUS CX 5.1 noch zusammengeklappt werden kann.
Schwungmasse Nutzung
7-11 kg
Gelengentliche Nutzung (1-2-mal pro Monat)
12-23 kg
Regelmäßige Nutzung (1-3-mal pro Woche)
> 23 kg
Professionelle Nutzung (2-3-mal täglich)

Ausnahmen

  • Hohes Übersetzungsverhältnis: Die oben genannten Richtlinien sind nur eine Orientierungshilfe. Es gibt auch Crosstrainer, bei denen eine niedrige Schwungmasse ausreicht, da das Übersetzungsverhältnis zwischen Antriebsscheibe und Schwungscheibe hoch ist, z.B. 1:10. Ein hohes Übersetzungsverhältnis ermöglicht eine vollständige Kraftübertragung ohne Leistungsverlust.
  • Unverhältnismäßig höheres Schwungradgewicht: Es gibt andererseits Geräte, bei denen das Schwungrad ein unverhältnismäßig höheres Gewicht hat als das Gewicht der mitbewegten Teile. In diesem Fall hätte die Bewegung einen sehr starken Schwung und das Abbremsen wäre mühsamer.
  • Frontangetriebener Ellipsentrainer: Frontangetriebene Ellipsentrainer (mit Schwungmasse vorne) bieten schon ab einem niedrigen Schwungmassen-Gewicht von 10 kg einen schön flüssigen Rundlauf und nicht erst bei 18 kg.
  • Spezielle Konstruktion des Schwungrad-Systems: Einige bekannte Hersteller, wie Precor und Schwinn, liefern Ellipsen- und Crosstrainer mit einer patentierten Konstruktion des Antriebssystem und innovativem Design. Das Schwungrad der Schwinn Ellipsentrainer wurde so designed, dass sich die größte Schwungmasse eines Hochgeschwindigkeits-Schwungrads am Scheibenrand befindet. Diese optimierte Gewichtsverteilung trägt zu einem runden und flüssigen Tritt bei und das obwohl die Ellipsentrainer zum Teil Schwungmassen unter 6 kg besitzen. Schwinn nennt sein patentiertes System: das Hybrid-Schwungrad-System.

Einfluss der Schwungmasse auf die Trainingsart

Die Schwungmasse beeinflusst aber nicht nur die Ergonomie der Bewegung, sondern je nach dem wo sie gelagert ist, auch die Art des Trainings. Befindet sich das Schwungrad vorne an dem Gerät, spricht man von einem Frontantriebstrainer oder Ellipsentrainer. Befindet sich das Schwungrad hinten an der Maschine, spricht man von einem Heckantriebstrainer, das ist der Standard Crosstrainer. Beim Ellipsentrainer ist der Bewegungsablauf eher wie ein Nordic Walking oder Skilanglauf, während beim Standard Crosstrainer eine joggingähnliche Bewegung simuliert wird.

Lagerung der Drehgelenke

Der Bewegungsablauf wird neben der Schwungmasse auch durch die Art der Kugellagerung der Drehgelenke des Crosstrainers beeinflusst. Hochwertige Crosstrainer besitzen doppelt kugelgelagerten Gelenke, wodurch der Bewegungsablauf flüssiger ist ohne dabei ins Stocken zu geraten.

Pedalabstand / Q-Faktor

Der Pedalabstand (Abstand zwischen Innenkanten der Pedale) bei einem Crosstrainer sollte möglichst gering sein. Das Ziel ist es schließlich einen möglichst natürlichen Bewegungsablauf zu simulieren, und beim menschlichen Gang besitzen die Füße nur einen geringen Abstand von 5-20 cm zueinander. Mit einem möglichst geringen Pedalabstand werden Überlastungen in den Knie- und Hüftgelenken vermieden. Ein großer Trittflächenabstand kann dagegen zu Fehlbelastung der Knie, Füße oder Hüfte führen.

Bei gesunden Personen ist ein Pedalabstand bis ca. 22 cm (wie es bei den meisten Crosstrainern unter 600 Euro der Fall ist) gerade noch akzeptabel (wenn man nur gelegentlich trainiert). Wer mehrmals in der Woche trainieren möchte, sollte auf einen Abstand unter 15 cm achten. Wenn man bereits Hüft- /Gelenkprobleme hat, dann empfiehlt sich ein Pedalabstand von unter 12 cm, wie bei dem MAXXUS CX 6.1 oder dem MAXXUS CX 5.1. Gute Ellipsentrainer bieten grundsätzlich Pedalabstände unter 11 cm.

Die optimale Schrittlänge

Was ist die Schrittlänge beim Crosstrainer?

Neben der Schwungmasse und dem Pedalabstand ist die Schrittlänge eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Crosstrainers, weil diese den Tretkomfort bestimmt. Gibt der Hersteller keine Infos über die Schrittlänge eines Crosstrainers und man findet sie auch nicht in Testberichten, sollte man sich lieber nach einem anderen Modell umschauen.

Die Schrittlänge ist die Länge der elliptischen Bahn, die man während der Bewegung auf dem Crosstrainer mit den Füßen beschreibt. Eine größere Schrittlänge, d.h. größere Schritte, simulieren grundsätzlich besser die natürliche Gehbewegung. Das Gleitgefühl auf den Pedalen des Crosstrainers oder des Ellipsentrainers wird als angenehmer empfunden. Insbesondere für große Menschen ist es wichtig einen Crosstrainer mit großer Schrittlänge zu wählen, damit man genug Bewegungsfreiheit hat.

Für einen ergonomischen Bewegungsablauf muss die Schrittlänge jedoch nicht möglichst groß sein, sondern hauptsächlich zu der Körpergröße passen. Denn bei zu großer Schrittlänge im Vergleich zur Körpergröße kann es zu einer Überdehnung der Beinmuskeln und zu einer Muskelzerrung kommen, oder man gerät aus dem Gleichgewicht beim Training.

Faustregel:

Eine Schrittlänge ab 46 cm ist für die meisten Nutzer ideal. Große Menschen ab 183 cm Körpergröße sollten eine Schrittlänge ab 52 cm wählen.

Die Crosstrainer in den meisten Fitnessstudios besitzen eine Schrittlänge von 51 cm, damit Personen mit verschiedenen Körpergrößen darauf trainieren können. Das ist eine Schrittlänge, mit der man nicht viel falsch machen kann. Im Zweifelsfall gilt: lieber eine etwas größere Schrittlänge wählen als zu kleine.

Dies ist aber nur eine Faustregel und ist hilfreich für alle die keine Zeit haben sich näher zu informieren und gleichzeitig nichts falsch machen wollen. Um die optimale Schrittlänge zu ermitteln wird die Abhängigkeit der Schrittlänge von der Körpergröße auf diese Seite mehr im Detail betrachtet.

Warum ist ein kleiner Crosstrainer unergonomisch?

Crosstrainer, die wenig Platz einnehmen und relativ kurz sind, haben in der Regel eine kürzere Schrittlänge. Die Crosstrainer, die in der Länge kleiner sind als 136 cm, wie z.B. der Christopeit AX 6, haben in der Regel eine Schrittlänge von 35 cm oder weniger. Professionelle Crosstrainer in Fitnessstudio-Qualität, sind ab 2 Meter lang, wie z.B. der Maxxus Crosstrainer CX 8.0 oder der Life Fitness E1 Go. Solche Modelle sind perfekt für große Menschen geeignet. Man sollte also nicht um jeden Preis einen kleinen Crosstrainer kaufen, nur weil man wenig Platz hat. Besser ist es in diesem Fall auf einen klappbaren Ellipsentrainer zurückzugreifen, der eine ausreichend große und ergonomische Schrittlänge bietet.

Warum sind günstige Crosstrainer eher für kleine Menschen geeignet?

Günstige Crosstrainer unter 300 – 400 Euro haben meist eine kleinere Schrittlänge zwischen 35 und 39 cm und sind daher meistens für kleinere Menschen unter 1,65 m geeignet. Hochwertige und teuere Ellipsentrainer sind im Gegensatz dazu länger, nehmen mehr Platz ein, haben dafür aber auch eine große Schrittlänge über 50 cm, wie z.B. der MAXXUS CX 5.1 Ellipsentrainer, bei einer Länge  des Gerätes von 172 cm.

Kleine Schritthöhe

Crosstrainer Training effektiv
Genauso wie bei der Schrittlänge ist die Schritthöhe von der Körpergröße abhängig. Kleine Personen sollten eine kleine Schritthöhe wählen und große Personen eine größere. Man sollte jedoch beachten, dass zu große Schritthöhen unnatürlich sind.  Schritthöhen über 20 cm führen zu einer sehr ausgeprägten Hoch-Tief-Bewegungen des Oberkörpers, die nicht mehr ergonomisch ist.

Auch der Bewegungsablauf unterschiedet sich bei kleineren und größeren Schritthöhen. Je höher die Schritthöhe ist, desto mehr ähnelt der Bewegungsablauf dem Joggen und je niedriger sie ist, desto stärker ist das Gleitgefühl.

Im Gegensatz zu der Schrittlänge, wird durch die Schritthöhe zusätzlich die erforderliche Zimmerhöhe mitbestimmt. Je höher die Schritthöhe, desto mehr Platz sollte man über den Kopf einplanen.

Stabilität und Gewicht

Die gute Standfestigkeit eines Crosstrainers ist das erste Zeichen, dass man es hier nicht mit einem „Billig-Gerät“ zu tun hat. Steht der Crosstrainer stabil auf dem Boden und wackelt der Rahmen sogar bei einem intensiven Training nicht, so hat man es hier mit einer starken Rahmenkonstruktion zu tun, die viel aushalten wird. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass mit der Zeit Klappergeräusche, oder Quietschgeräusche aus den Gelenkverbindungen auftreten werden, sehr gering. Meistens sind solche Geräte schwer (ab 45 kg), was nachteilig ist, wenn man sie selbst transportieren muss. Aber was will man mit einem leichten Crosstrainer, der nach ein paar Monaten auseinanderfällt? Wünschenswert ist auch das Vorhanden von Stellschrauben für einen Boden-Höhenausgleich. So kann ein sicherer Stand auch beim unebenen Boden gewährleistet werden.

Gleichzeitig mit der Prüfung der Stabilität, sollte man sich informieren, wie hoch die angegebene maximale Gewichtsbelastung ist, sodass man bei einem höheren Körpergewicht auch das passende Gerät wählt. Eine hohe maximale Gewichtsbelastung spricht ebenfalls für eine hohe Stabilität des Rahmens und für Qualität der einzelnen Komponenten.

Gute Crosstrainer sind bis zu einem Maximalgewicht von 120-140 kg belastbar und sehr gute bis zu 150-160 kg und mehr. Crosstrainer mit einem Maximalgewicht von unter 100 kg sind nicht empfehlenswert.

Die maximale Gewichtsbelastung verrät auch, ob das Gerät für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Profi-Sportler / Athleten geeignet ist. Profi-Sportler trainieren mit sehr hohen Widerständen und Geschwindigkeiten und auch länger als Anfänger, die völlig untrainiert sind und mit niedrigen Widerständen trainieren müssen.

Zielgruppe Max. Nutzergewicht
Einsteiger und untrainierte Personen
120 kg
Hobby-Sportler / semi-professionelle Nutzung
130 - 150 kg
Profi-Sportler / Athleten
160 - 180 kg
  • Für Einsteiger und untrainierte Personen reicht ein maximales Benutzergewicht von 120 kg.
  • Etwas trainierte Hobby-Sportler (semi-professionelle Nutzung) sind mit maximalen Gewichtsbelastungen von 130 – 150 kg gut beraten.
  • Ein Profi-Sportler sollte ein Crosstrainer mit einer maximalen Gewichtsbelastung von 160 – 180 kg wählen.

Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man schließlich überprüfen, ob ein CE- oder TÜV- Siegel vorhanden ist. So weiß man, dass das Gerät grundlegende Sicherheitsanforderungen und bestimmte vorgegebene Sicherheitsstandards erfüllt.

Magnetbremse vs. Induktionsbremse

Das Bremssystem dient dazu, die rotierende Schwungscheibe abzubremsen, und somit den Tretwiderstand zu verändern. Dabei gibt es unterschiedliche Bremsstufen (auch Widerstandsstufen oder Schwierigkeitsstufen genannt). Stellt der Trainierende eine hohe Widerstandsstufe ein, so muss er noch mehr Kraft aufwenden, um die Schwungmasse zu bewegen und infolgedessen wird das Crosstrainer Training intensiver. Heutzutage werden vorwiegend 2 Bremssysteme eingesetzt: das Magnetbremssystem und das Induktionsbremssystem (Wirbelstrombremse).

Bei beiden Bremssystemen wird die Schwungmasse durch ein Magnetfeld gebremst, d.h. ohne Berührung der Schwungscheibe. Infolgedessen tritt in beiden Fällen kein Verschleiß auf, und man hat einen konstant gleichmäßigen Widerstand und einen ruhigen Lauf. Der Unterschied zwischen der Induktions- und der normalen Magnetbremse besteht in der Art, wie das Magnetfeld erzeugt wird. Bei der Magnetbremse wird das Magnetfeld durch einen Dauermagneten erschafft, während bei der Induktionsbremse das Magnetfeld durch eine elektrische Spule über einen Stromfluss erzeugt wird. Dies hat zu Folge, dass der Betrieb mit dem Induktionsbremssystem im Allgemeinen noch leiser, gleichmäßiger und runder ist, als mit der Magnetbremse. Ein weiterer Vorteil der Induktionsbremse ist die genauere Belastungssteuerung. Die Widerstandsstufen können nämlich feiner eingestellt werden und ermöglichen eine bessere individuelle Anpassung an das persönliche Leistungsvermögen. Ein Beispiel für Crosstrainer mit Induktionsbremssystem ist der Horizon Fitness Andes 509.

Computer

Der Trainingscomputer soll den Trainierenden über die wichtigsten Trainingsdaten wie Zeit, Geschwindigkeit, Entfernung und Pulsfrequenz auf dem Laufenden halten. Deshalb sollten die Anzeigen gut ablesbar sein (am besten mit Hintergrundbeleuchtung) und die Tasten einfach zu erreichen sein. Man sollte sich auch schnell mit der Bedienung zurechtfinden können, um nicht ständig auf die Bedienungsanleitung schauen zu müssen.

Hochwertige Crosstrainer verfügen über Speicherplätze für individuell programmierbare Trainingsprofile und über mehrere Benutzer-Speicherplätze, zum Speichern persönlicher Daten wie Geschlecht, Alter, Gewicht und Körpergröße.

Außerdem verfügen sie über Steuerungen via Bluetooth und Trainingssoftware oder Fitness App, die via Tablet oder Smartphone bedient werden kann, wie z.B. Kinomap App, RunSocial App, MyHomeFIT, iFit App und der Vescape App.

Moderne Crosstrainer besitzen sogar einen Ladeanschluss, um gleichzeitig das Smartphone zu laden oder anzuschließen (um beispielsweise Videos anzuschauen oder um Musik zu hören).

Welche Programme sind empfehlenswert?

Eine Ausstattung mit mindestens einem Pulsgesteuerten Programm, einem Intervall-Programm und einem Berg-Programm (Aufstieg) ist zu empfehlen. Das wichtigste Programm ist hierbei das Pulsgesteuerte, welches anhand einer ständigen Pulsmessung den Widerstand entsprechend steuert, sodass man in dem eigenen optimalen Pulsbereich trainiert. (Dieses Programm ist nicht mit der einfachen Pulsmessung zu verwechseln, denn bei dem einen wird gesteuert und bei dem anderen nur gemessen. Also auf die Bezeichnung achten!)

Trainingscomputer Programme Crosstrainer
Gehört man zu der Sorte Menschen, denen die Motivation für das Training schwer fällt, dann sollte man einen Crosstrainer mit einer großen Programmvielfalt aussuchen. So wird das Training nicht langweilig, denn man kann jeden Tag ein anderes Streckenprofil wählen.

Gehört man zu der Gruppe der Anfänger oder Einsteiger, bietet sich ein Programm im Fettverbrennungsmodus an. Dieses bietet ein längeres Training, aber mit einem geringen Widerstand. So kann der Puls in einem relativ niedrigen Bereich bleiben.

Wenn man ärztliche Vorgaben erfüllen muss, empfiehlt es sich einen Crosstrainer mit Ergometer Eigenschaften zu kaufen (auch Crosstrainer-Ergometer genannt), da dieser die genaue Leistung in Watt anzeigt.

Die Anzahl der Widerstandsstufen

Wenn der Crosstrainer nur 8 Widerstandsstufen besitzt, ist das keine gute Voraussetzung für ein effektives Training, denn der Abstand zwischen den einzelnen Stufen ist zu groß. Hier ist keine feine Abstufung möglich und man müsste z.B. von einem leichten Schwierigkeitsgrad direkt auf eine zu schwere Stufe umsteigen, welche nicht dem momentanen konditionellen Leistungsniveau entspricht. Mit 16 Widerstandsstufen hat man schon bessere Möglichkeiten den Tretwiderstand fein zu dosieren.

Falls der Crosstrainer die Möglichkeit bietet, die Leistung zu verstellen, so wäre eine Einstellung in 5- oder 10-Watt Schritten in Ordnung. Man sollte auch darauf achten, dass der Widerstand und die Leistung elektronisch verstellbar sind, d.h. durch Drücken der Tasten am Trainingscomputer. Eine manuelle Einstellung, bei der man während des Trainings mit der Hand am Drehknopf drehen muss, ist umständlich.

Pulsmessung, aber richtig!

Eine Pulsmessung während des Trainings ist sinnvoll, damit man weiß, ob man sich gerade in dem individuellen optimalen Pulsbereich befindet, und um Überlastungen zu vermeiden. Den Puls kann man per Handsensoren an den Griffen, per Ohrklips, oder Brustgurt messen.

Crosstrainer Pulsmessung

Man sollte aber wissen, dass Handpulssensoren und Ohrklips Ungenauigkeiten bei der Messung aufweisen, im Vergleich zu einem Brustgurt. Der Letztere liefert nicht nur EKG-genaue Pulswerte, sondern ist auch bequemer zu tragen, da er drahtlos (ohne Kabel) misst. Dazu braucht man einen Pulsempfänger, der in den meisten Crosstrainern bereits eingebaut ist, und einen Brustgurt-Sender, den man sich wie ein Gürtel unter dem Brustmuskel um den Körper legt. Die meisten Crosstrainer werden ohne Brustgurt geliefert, sodass man fast immer einen dazu bestellen muss (Kosten: 20-40 Euro).Pulsmessung mit Brustgurt

Falls weder ein Empfänger, noch ein Sender vorhanden ist (und man kein pulsgesteuertes Programm benötigt), kann man sich eine Pulsuhr inkl. Brustgurt kaufen und damit seine Herzfrequenz messen. Die Pulsuhr legt man sich wie eine normale Uhr um das Handgelenk. Bei bestimmten Crosstrainern, wie die von „Kettler“, kann optional ein „Cardio-Puls-Set“ gekauft werden, welches aus einem Plug In Empfänger für die Ohrclip-Buchse und einem Polar T34 Sende-Gurt besteht.

Armstangen und Trittflächen

Die Armstangen-Griffe sollten hoch genug sein, damit ein Training in aufrechter Position möglich ist. Beim Laufen auf dem Crosstrainer sollte man auf die Position der Griffe achten: Diese sollten sich zwischen Ellbogen und Schulter befinden. Die Trittflächen sollten rutschfest sein und hohe innere Kanten aufweisen. Des Weiteren sollten die Pedale in ihrer Position mehrfach verstellbar sein (nach vorne und nach hinten), sodass das Training besser auf die eigene Körpergröße angepasst werden kann. Auch die Knie sollten genügend Freiraum nach vorne haben und nicht gegen das vordere Rohr anstoßen.

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Crosstrainer Kaufkriterium: Leiser Betrieb!

Gute Crosstrainer erkennt man auch an dem geräuschlosen Betrieb, welcher weder die eigenen Ohren, noch die von den Nachbarn stört. Laute Quietsch-, oder Schleifgeräusche sollten nicht auftreten und sind meistens ein Zeichen dafür, dass Antriebssystem, Tretlager oder Positionierung der Schwungmasse nicht optimal sind. Ausnahmen sind einige Ellipsentrainer, bei denen konstruktionsbedingt die Rollen auf Laufschienen laufen, und dadurch laute Geräusche verursacht werden. Besonders leise Crosstrainer sind z.B. der Skandika CardioCross Carbon Pro und der MAXXUS CX 6.1.

Quietschgeräusche können aber auch im Laufe der Zeit durch lockere Schraubverbindungen und unregelmäßiger Reinigung oder Schmierung entstehen. Deshalb empfiehlt sich die regelmäßige Reinigung oder Wartung des Crosstrainers, die in der Regel in der Bedienungsanleitung beschrieben ist.

Raum ausmessen

Nicht zuletzt sollte man berücksichtigen, dass ein Crosstrainer relativ viel Raum einnimmt. Deshalb ist es wichtig vor dem Kauf sich genau über die Aufstellmaße des Gerätes zu informieren und zu Hause den vorgesehenen Platz auszumessen. Auch sollte man bei der Ausmessung berücksichtigen, dass die Aufstellmaße des Trainers nur für den unbenutzten Zustand gelten. Wird der Crosstrainer benutzt, nimmt er während des Workouts aufgrund der Pedalbewegungen und Bewegungen der Armstangen mehr Platz in der Länge, und aufgrund der Armbewegungen mehr Platz in der Breite ein. Für einen Crosstrainer sollte man daher ca. 20 cm  zu der Länge (vorne 10 cm und hinten 10 cm) und 20 cm zu der Breite des Gerätes dazu rechnen. Manche Hersteller geben an, wie viel Platz man zusätzlich einplanen sollte. In dem Fall sollte man sich nach den Angaben richten, damit man beim Training genug Bewegungsfreiheit hat und nicht gegen die Wand stößt.

Crosstrainer Raumbedarf Beispiel

Ellipsentrainer haben einen höheren Raumbedarf als Crosstrainer. Beispielsweise wird bei vielen Modellen 1,2 Meter zu der Länge des Gerätes (60 cm vorne und 60 cm hinten) und 1,2 Meter zu der Breite des Gerätes dazugerechnet.

Ellipsentrainer Raumbedarf Beispiel

Einige Ellipsentrainer, wie der MAXXUS CX 4.3f oder der Skandika CardioCross Carbon Pro Elliptical, können platzsparend zusammengeklappt werden und nehmen sehr wenig Platz im unbenutzten Zustand ein.

Es gibt auch Ellipsentrainer, bei denen alle Antriebskomponente vertikal angeordnet sind, anstatt horizontal. Dadurch wird nicht nur im unbenutzten Zustand, sondern auch während des Trainings Platz gespart. Ein solcher außergewöhnlich kompakter Ellipsentrainer mit 109 x 61 cm Stellfläche ist der Schwinn 510E. Auch der Bowflex® Max Trainer (Ellipsentrainer und Stepper in Einem) bietet nur 117 x 64 cm Stellfläche.

Welche Deckenhöhe benötigt man für einen Crosstrainer?

Neben der Fläche, die ein Crosstrainer braucht gibt es eine weitere Dimension, die viele Menschen beim Kauf übersehen, und zwar die Deckenhöhe. Das in den meisten Fällen angegebene Maß „Höhe“ des Fitnessgeräts ist für die Berechnung der erforderlichen Deckenhöhe nicht von Nutzen. Es sagt nur aus, wie die Höhe vom Boden bis zu den Spitzen der Armgriffe des Crosstrainers ist. Es macht aber keine Aussage darüber, ob mein Kopf an die Decke stößt, wenn ich auf dem Crosstrainer trainiere. Was wir brauchen, ist der Abstand vom Boden bis zum unteren Ende der Fußpedale.

Precor ist ein Hersteller, der diese Größe bei seinen Geräten mit angibt. Er nennt es Einstiegshöhe (Höhe der Fußplatte in der niedrigsten Position), auf Englisch „step up“. Dies ist die Höhe, die man mindestens zu der eigenen Körpergröße hinzufügen sollte, um sicherzustellen, dass der Kopf nicht an die Zimmerdecke stößt.

Allerdings sollte man auch die Auf- und Ab- Bewegungen der Fersen mitberücksichtigen, und daher entweder den Abstand vom Boden bis zur Mitte der Schritthöhe (bzw. Ellipsenhöhe) messen, wir nennen es hier „Trittbretthöhe“ (Pedale sind auf einer Ebene) oder pauschal einen kleinen Spielraum von 15 cm zu der Einstiegshöhe einbeziehen.

Bei Standard-Crosstrainern (d.h. mit Heckantrieb und Schwungmasse hinten) sollte man noch 5 cm addieren, denn diese erzeugen eine rundere Bewegung der Füße als Ellipsentrainer (Geräte mit Frontantrieb und Schungmasse vorne). Durch den runderen Lauf heben sich die Fersen etwas stärker als bei einer flachen elliptischen Bewegung.

Die Höhe der Schuhsohlen sollte mit durchschnittlich 2 cm ebenfalls miteinbezogen werden.

Damit keine Platzangst nach oben hin entsteht, sollten man am Ende der Berechnung auch einen „Wohlfühlabstand“ von 5 cm zwischen Kopf und Decke einplanen.

Mindestdeckenhöhe berechnen:

Mindesthöhe der Zimmerdecke bei Crosstrainer = Trittbretthöhe* [cm] + Körpergröße [cm] + 5 cm (Heckantrieb) + 2 cm (Schuhsohlen) + 5 cm (Wohlfühlabstand)

Mindesthöhe der Zimmerdecke bei Ellipsentrainer und elliptische Crosstrainer = Trittbretthöhe* [cm] + Körpergröße [cm] + 2 cm (Schuhsohlen) + 5 cm (Wohlfühlabstand)

*Alternativ:  Einstiegshöhe (step-up) + 15 cm

Leider werden die Trittbretthöhe und Einstiegshöhe von den Herstellern oft nicht angegeben. Wenn keine Angaben zur Pedalhöhe vorliegen, dann sollte man 60 cm zu der eigenen Körpergröße addieren. Damit ist man auf der sicheren Seite.

Beispiel für die Berechnung der erforderlichen Höhe der Zimmerdecke

Der Abstand zwischen Pedale (wenn beide auf gleicher Höhe) und Boden beträgt bei einem Crosstrainer 35 cm. Dazu muss man die eigene Körpergröße addieren: z.B. 170 cm, das ergibt 205 cm. Zu der Summe kommen noch 5 cm (wegen Heckantrieb) + 2 cm (wegen Schuhsohlen) + 5 cm (Wohlfühlabstand) hinzu. Dies ergibt eine erforderliche Gesamthöhe der Zimmerdecke von mindestens 217 cm.

Der Preis eines Crosstrainers: Teuer ist am Ende günstig

Beim Vergleich verschiedener Crosstrainer sollte man zwischen Preis und Kosten auf lange Sicht unterscheiden. Den Preis ist eine einmalige Zahlung, die man beim Kauf des Crosstrainers leistet. Die Kosten auf lange Sicht sind dagegen, das was man fortlaufend während der ganzen Lebensdauer des Fitnessgeräts zahlt und daher sind diese der interessantere Aspekt.

Angenommen, Sie vergleichen zwei verschiedene Crosstrainer. Der Preis des ersten beträgt 400 Euro und der Preis des zweiten 800 Euro (das Doppelte des ersten Preises).

Die Rechnung für die laufende Kosten würde so aussehen:

Sie lesen sich die Bewertungen über beide Fitnessgeräte z.B. bei Amazon durch und diese ergeben, dass der günstige Crosstrainer maximal 2 Jahre hält, während der teuere eine Lebensdauer von ungefähr 5 Jahren hat. Zudem schreiben die meisten Nutzer über das günstige Gerät, dass es zwar funktioniert, aber doch recht laut ist, wackelt und der Rundlauf nicht harmonisch und nicht ruckelfrei ist. Würden Sie das Training mit diesem Gerät genießen? Ich jedenfalls nicht. Das Training würde weniger Spaß machen und der Trainer würde selten und unregelmäßig genutzt werden, im Durchschnitt maximal 2 Mal in der Woche. Die restliche Zeit würde er wahrscheinlich als Kleiderständer im Schlafzimmer dienen.

Der teuere Crosstrainer dagegen läuft laut Bewertungen leise, geschmeidig und reibungslos, sodass jede Trainingseinheit damit die reine Freude ist. Würden Sie nicht mit diesem Gerät deutlich öfter trainieren wollen, sagen wir 4 Mal die Woche? Wäre Ihre Motivationsschwelle nicht niedriger als bei dem günstigen Modell? Bei mir wäre das jedenfalls so.

Wenn Sie also den billigen Crosstrainer 2 Jahre lang zweimal pro Woche verwenden, bedeutet das 104 Wochen x 2 Trainingseinheiten = 208 Trainingseinheiten insgesamt. Da der Trainer 400 Euro kostet, wären das pro Training = 400 Euro/208 = 1,9 Euro.

Der teure Crosstrainer wird dagegen 5 Jahre lang viermal pro Woche verwendet, das bedeutet, 261 Wochen x 4 Trainingseinheiten = 1044 Trainingseinheiten insgesamt. Da dieser Trainer 800 Euro kostet, wären das pro Training = 800 Euro/1044 = 0,8 Euro.

Sie sehen also, obwohl Sie einen doppelt so teuren Crosstrainer gekauft haben, zahlen Sie am Ende weniger als die Hälfte pro Trainingseinheit. Zahlen Sie für mehr Qualität und Komfort einmalig, sparen Sie auf lange Sicht. Auch werden Sie das Gerät öfter nutzen und Ihre Trainingsziele, wie z.B. Abnehmen, dadurch schneller erreichen.

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