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Wie viel Strom verbraucht mein Laufband?

Je leistungsstärker das Laufband ist, d.h. je höher die Motorleistung des Gerätes ist, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Deshalb lohnen sich professionelle Studio-Laufbänder ab 3000 Euro kaum für den Hausgebrauch, da zu viel Stromkosten entstehen würde. Die Stromkosten bei Geräten für Anfänger und Fortgeschrittene halten sich jedoch in Grenzen. Den theoretischen Stromverbrauch eines Laufbandes pro Monat kann man ganz einfach selbst berechnen, wie wir in diesem Artikel zeigen werden.

Wie berechnet man den Stromverbrauch eines Laufbandes?

Um den Stromverbrauch eines Laufbandes pro Monat zu berechnen benötigt man 3 Angaben:

  1. Den Verbrauch des Laufbandes in Kilowatt oder kWh im Dauerbetrieb (oder die Motorleistung in PS im Dauerbetrieb)

Bei den Angaben der Leistung in PS sollte man zwischen Dauerleistung und Spitzenleistung des Motors unterscheiden. Die Spitzenleistung wird nur beim Übergang zu sehr hohen Geschwindigkeiten erreicht und ist nicht der Dauerzustand. Der realistische Wert ist die Dauerleistung des Motors.

Manchmal wird weder die Watt-Zahl noch die PS-Zahl des Motors von dem Hersteller angegeben, aber die Spannung (V) und die Stromstärke (A) sind auf dem Gerät aufgedruckt. In dem man Spannung mit Stromstärke multipliziert  V x A erhält man die Leistung in Watt.

  1. Die zukünftige Nutzungszeit pro Woche
  2. Den Preis Ihres Stromanbieters

Hier ist ein Beispiel für die Berechnung:

Der Elektromotor des Laufbandes besitzt eine Dauerleistung von 1,5 PS. Da 1 PS = 735,5 Watt entspricht, bedeuten 1,5 PS eine Stromverbrauch von ca. 1103 Watt bzw. 1,1 kWh. Gehen wir nun davon aus, dass das Laufband 3 Mal die Woche 1 Stunde im Gebrauch ist, also 12 Stunden im Monat, ergibt sich die Rechnung:

1,1 (kWh) * 12 (Stunden/Monat) = 13,2 kWh / Monat. 

Die 13,2 kWh müssen nun mit den aktuellen Stromkosten des Anbieters multipliziert werden. Wenn man einen Strompreis von 30 Cent pro kWh annimmt, dann ergibt das 4 € im Monat.

13,2 (kWh) * 30 (Cent) = 4 € / Monat

Wenn man das Laufband nur in den Herbst- und Wintermonaten benutzt (6 Monate) ergibt das Betriebskosten von 24 € im Jahr.

Würde man das Laufband das ganze Jahr nutzen ergeben sich Kosten von 48 € im Jahr.

Im Endeffekt gibt die obere Berechnung nur einen theoretischen und keinen völlig realistischen Wert wider. Denn in der Realität gibt es noch weitere Faktoren, die den Stromverbrauch beeinflussen. Wie z.B. die Reibung zwischen den beweglichen Teilen des Geräts, die Art des Laufens, die Geschwindigkeit und das Benutzergewicht. Beim Walken benötigt das Laufband z.B. entgegen der intuitiven Annahme mehr Leistung als beim Laufen, denn der Motor muss mehr ziehen. Dennoch wird bei höchster Geschwindigkeit auch die höchste Leistung benötigt, wenn man einmal am laufen ist.

Wie kann ich den Stromverbrauch meines Laufbandes senken?

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass alles was den Reibungsfaktor zwischen den Reibflächen von Laufgurt und Laufplatte erhöht, auch den Energieverbrauch des Geräts erhöhen kann. Da der Reibungsfaktor mit der Zeit steigt, sollte man nicht vergessen regelmäßig die Lauffläche mit Öl (meist Silikonöl) zu schmieren, in der Art wie sie in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Laufbandes beschrieben ist. Neben dem Schmieren sollten auch alte und abgenutzte Komponente gewechselt werden, um den Reibungsverlust zu minimieren. Daher ist die vorbeugende Wartung der beste Weg, um langfristig Stromkosten zu sparen und auch die Lebensdauer des Laufbandes zu erhöhen.

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