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Das THERUN Xbd ist ein kompaktes 2-in-1-Gerät, das sich sowohl als klassisches Laufband mit Haltestange als auch als flaches Walking Pad verwenden lässt – und das zu einem Preis, der deutlich unter dem liegt, was vergleichbare Kombinationsgeräte üblicherweise kosten. Damit richtet es sich klar an Einsteiger und Gelegenheitssportler, die in den eigenen vier Wänden aktiv bleiben möchten, ohne viel Platz oder Budget zu investieren. Ob das Gerät hält, was es verspricht, und wo die Grenzen dieses Ansatzes liegen, zeigt die folgende Einschätzung.
Design und äußere Erscheinung
Das THERUN Xbd präsentiert sich in einer zurückhaltenden, funktionalen Optik, die für ein Einsteigergerät dieser Kategorie durchaus angemessen wirkt. Die Haltestange lässt sich nach oben klappen und verleiht dem Gerät im aufgebauten Zustand die typische Silhouette eines kompakten Heimlaufbands – im eingeklappten Zustand hingegen verschwindet es nahezu flach unter jedem Möbelstück.

Konstruktion und Stabilität
Die Grundkonstruktion des THERUN Xbd basiert auf einem gefalteten Rahmenkonzept, bei dem die Haltestange per Klappmechanismus arretiert wird. Dieser Mechanismus funktioniert laut Käufern zuverlässig, wirke jedoch nicht sonderlich robust – wer die Stange beim Training stark belastet oder sich stark abstützt, könnte die Grenzen der Mechanik früher erreichen als erwartet.
Das Gesamtgewicht von 26 kg sorgt dafür, dass das Gerät im Betrieb nicht verrutscht und eine gewisse Standfestigkeit mitbringt. Die maximale Belastbarkeit liegt bei 120 kg, was für die meisten Anwender ausreicht. Laut Käufern knarzt das Kunststoffgehäuse an einigen Stellen unter Belastung leicht, was für ein Gerät dieser Preisklasse zwar nicht ungewöhnlich ist, aber auf Dauer störend wirken kann. Für gelegentliche Trainingseinheiten ist die Stabilität ausreichend, für tägliche Dauerbelastung hingegen nicht ideal.
Motor und Leistung
Der Hersteller gibt für das THERUN Xbd eine Motorleistung von 2,5 PS an – eine Angabe, die jedoch mit Vorsicht zu genießen ist, da sie sich auf die Spitzenleistung und nicht auf die praxisrelevante Dauerleistung bezieht. Die tatsächlich angegebene Dauerleistung von 1836 Watt (umgerechnet rund 2,5 PS Peak) legt nahe, dass der Motor für leichte bis moderate Belastungen ausgelegt ist, aber nicht für dauerhaften Hochleistungsbetrieb konzipiert wurde. Für Walking und gelegentliches Joggen bei moderaten Geschwindigkeiten ist die Motorisierung grundsätzlich ausreichend.
Problematisch wird es bei längerem Betrieb mit hoher Geschwindigkeit: Laut Käufern wird der Motor bei intensiver Nutzung im oberen Geschwindigkeitsbereich spürbar warm, was auf ein nicht optimal dimensioniertes Kühlungssystem hindeutet. Wer das Gerät regelmäßig über längere Zeiträume bei 10 bis 12 km/h betreibt, riskiert eine deutlich verkürzte Lebensdauer des Antriebs. Für kurze Jogging-Einheiten ist der Motor noch ausreichend, für tägliches intensives Training hingegen eindeutig nicht ausgelegt.
Geschwindigkeit und Laufflächengröße
Das Geschwindigkeitsspektrum des THERUN Xbd reicht von 1 bis 12 km/h, wobei im Walking-Pad-Modus (Haltestange eingeklappt) nur bis zu 6 km/h genutzt werden können, während im Laufband-Modus mit aufgeklappter Stange das volle Spektrum bis 12 km/h verfügbar ist. Die Geschwindigkeit lässt sich dabei in 0,1-km/h-Schritten feinjustieren, was besonders für präzises Walking-Training praktisch ist. Eine Steigungsfunktion ist nicht vorhanden, was das Trainingsprofil entsprechend einschränkt.

Die Lauffläche misst 100 x 40 cm – ein Maß, das für Walking und für Personen mit durchschnittlicher Körpergröße beim gelegentlichen Joggen gerade noch ausreicht. Für größere Personen ab etwa 190 cm Körpergröße oder mit besonders großem Schritt dürfte die Fläche beim Joggen jedoch zu knapp bemessen sein. Im Vergleich zu vielen Konkurrenzmodellen in der 2-in-1-Kategorie, die häufig auf 120 x 44 cm oder mehr kommen, ist die Lauffläche des THERUN Xbd eher auf der kleineren Seite angesiedelt.

Bedienung und Display
Fernbedienung und Haltestangen-Panel
Die Steuerung des THERUN Xbd erfolgt wahlweise über die beiliegende Fernbedienung (batteriebetrieben mit Knopfzelle) oder über das Bedienpanel an der Haltestange, das im Laufband-Modus zur Verfügung steht. Beide Bedienelemente bieten denselben Funktionsumfang: Starten, Stoppen, Pausieren sowie Geschwindigkeitsanpassung. Die Fernbedienung ist besonders im Walking-Pad-Modus praktisch, da die Haltestange dabei eingeklappt ist und kein direktes Bedienpanel in Reichweite wäre.

LCD-Display und Datenanzeige
Das LCD-Display sitzt an der Abdeckung über dem Motor, unterhalb der Lauffläche, und zeigt die vier Standardwerte Distanz, Zeit, Kalorien und aktuelle Geschwindigkeit an. Die Darstellung ist schlicht und funktional, aber ohne Hintergrundbeleuchtung oder besondere Ablesehilfen. Besonders der angezeigte Kalorienverbrauch ist mit Vorsicht zu betrachten: Wie bei den meisten Geräten dieser Art werden keine Körperdaten wie Gewicht oder Alter einbezogen, weshalb die Kalorienangabe eher als grobe Orientierung denn als verlässlicher Messwert zu verstehen ist.

Trainingsprogramme und Countdown-Funktion
Das THERUN Xbd verfügt über 12 voreingestellte Trainingsprogramme, die im Wesentlichen einfache Intervallmuster abbilden, bei denen die Geschwindigkeit in bestimmten Abständen variiert wird. Für Einsteiger, die sich nicht mit der manuellen Anpassung befassen möchten, bieten diese Programme eine willkommene Orientierung. Wer hingegen gezielt nach fortgeschrittenen Trainingsplänen oder anpassbaren Herzfrequenzprogrammen sucht, wird hier nicht fündig.
Zusätzlich gibt es drei Countdown-Funktionen, mit denen sich ein Zielwert für Distanz, Zeit oder Kalorien definieren lässt – das Gerät zählt dann bis zum Erreichen des Wertes herunter. Das ist eine praktische Ergänzung für alle, die sich konkrete Einheitsziele setzen möchten, ohne dabei auf eine externe App angewiesen zu sein. Eine Pulsmessung ist ebenfalls in die Haltestange integriert, wobei deren Genauigkeit bei handgeführten Sensoren grundsätzlich eingeschränkt ist und nur als ungefährer Richtwert herangezogen werden sollte.
App-Anbindung und Konnektivität
Ein klares Manko des THERUN Xbd ist das vollständige Fehlen jeglicher App-Unterstützung. Weder eine herstellereigene App noch die Kompatibilität mit gängigen Fitness-Plattformen wie Zwift oder Kinomap ist vorgesehen. Wer Trainingsdaten langfristig aufzeichnen, analysieren oder in ein übergeordnetes Fitness-Tracking einbinden möchte, ist damit auf externe Geräte wie Smartwatches oder Fitnesstracker angewiesen. Angesichts der Tatsache, dass selbst günstigere Konkurrenzmodelle mittlerweile App-Konnektivität bieten, ist dieser Punkt ein spürbarer Rückstand.
Die fehlende Bluetooth- oder WLAN-Verbindung bedeutet auch, dass keine Software-Updates oder Erweiterungen des Funktionsumfangs möglich sind. Das Gerät bleibt damit exakt das, was es bei der Lieferung ist – ohne die Möglichkeit, Funktionen nachzurüsten oder die Bedienung durch digitale Hilfsmittel zu erweitern. Für technikaffine Nutzer ist das ein deutlicher Nachteil.
Lagerung und Platzbedarf
Eines der überzeugendsten Argumente für das THERUN Xbd ist seine Platzsparsamkeit im eingeklappten Zustand. Zusammengefaltet erreicht das Gerät Maße von 136 x 70 x 14 cm und lässt sich damit problemlos flach unter ein Bett oder aufrecht an eine Wand stellen. Integrierte Transportrollen erleichtern das Verschieben trotz des Gewichts von 26 kg, sodass das Gerät nach jeder Einheit schnell und bequem weggeräumt werden kann.

Im aufgeklappten Betriebszustand beansprucht das Gerät eine Grundfläche von 131 x 70 cm bei einer Aufbauhöhe von 106 cm – ein Maß, das für die meisten Wohnräume handhabbar ist. Wer in einer kleinen Wohnung lebt und kein dauerhaft aufgestelltes Sportgerät möchte, findet im THERUN Xbd eine praktische Lösung, die sich schnell aufstellen und ebenso schnell wieder verstauen lässt. In dieser Hinsicht erfüllt das Gerät sein Versprechen vollständig.
Aufbau und Lieferumfang
Das THERUN Xbd kommt in einem Paket, das im Wesentlichen das Laufband selbst, eine Fernbedienung, ein Netzkabel, Schmierstoff sowie eine Bedienungsanleitung umfasst. Die Inbetriebnahme ist dabei denkbar unkompliziert: Die Haltestange wird hochgeklappt, der Netzstecker eingesteckt – und das war es im Wesentlichen. Kunden berichten, dass das Gerät tatsächlich innerhalb weniger Minuten einsatzbereit ist, was ein klarer Pluspunkt für alle ist, die keine Geduld für aufwendige Montagearbeiten mitbringen.
Kritischer fällt die Bewertung der beiliegenden Bedienungsanleitung aus: Laut Nutzern ist diese in sehr schlechtem Englisch verfasst, was den ohnehin einfachen Aufbau unnötig erschwert. Eine deutschsprachige oder wenigstens klar formulierte Anleitung wäre für ein Produkt, das auf dem deutschen Markt vertrieben wird, selbstverständlich wünschenswert. Darüber hinaus soll laut Produktbeschreibung ein Brustgurt im Lieferumfang enthalten sein – tatsächlich fehlt dieser jedoch im Paket, was bei Käufern entsprechende Enttäuschung hinterlässt und auf eine ungenaue Produktkommunikation seitens des Herstellers hindeutet.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile
- Günstiger Einstiegspreis
- 2-in-1-Funktion als Laufband und Walking Pad
- Sehr kompakt und einfach zu verstauen
- Schnell einsatzbereit, kein aufwendiger Aufbau
- Countdown-Funktion für Distanz, Zeit und Kalorien
- Ausreichende Leistung für gelegentliches Training
- Integrierte Transportrollen
- Fernbedienung im Lieferumfang
Nachteile
- Kein App-Support und keine Bluetooth-Konnektivität
- Lauffläche für größere Personen beim Joggen zu klein
- Motor bei Dauerbelastung anfällig für Überhitzung
- Nicht für tägliches intensives Training geeignet
- Bedienungsanleitung nur in schlechtem Englisch
- Brustgurt wird trotz Produktbeschreibung nicht mitgeliefert
- Keine Steigungsfunktion
- Kunststoffgehäuse knarzt laut Käufern unter Belastung
- Kalorienanzeige wenig präzise
Schwächen und Grenzen des Modells
Wer das THERUN Xbd als ernsthaftes Trainingsgerät für den täglichen Einsatz betrachtet, wird früher oder später auf seine konstruktiven Grenzen stoßen. Die Abwesenheit einer Neigungsverstellung bedeutet, dass das Belastungsprofil rein auf Geschwindigkeit beschränkt bleibt – ein erhöhter Kalorienverbrauch oder ein gezieltes Kraftausdauertraining durch Steigung ist schlicht nicht realisierbar. Ambitioniertere Sportler, die ihr Training variieren und progressiv gestalten möchten, finden hier keine ausreichende Grundlage.
Ein weiterer struktureller Schwachpunkt zeigt sich bei der Langlebigkeit unter regelmäßiger Beanspruchung. Die Kombination aus einem Kühlsystem, das offenbar nicht für Dauerbetrieb bei Höchstgeschwindigkeit dimensioniert ist, und einer Rahmenkonstruktion, die eher auf leichte Nutzung ausgelegt wirkt, deutet darauf hin, dass das Gerät bei täglichem intensiven Einsatz eine überschaubare Lebensdauer haben dürfte. Käufer, die das Gerät häufig und anspruchsvoll einsetzen, berichten von frühzeitigen Verschleißerscheinungen.
Hinzu kommt die bereits erwähnte Lauffläche von 100 x 40 cm, die zwar für Walking und kurze Jogging-Einheiten bei moderater Schrittlänge funktioniert, jedoch für Personen mit größerem Schritt oder langen Beinen beim schnellen Laufen spürbar zu eng wird. Anders als bei vielen Vergleichsmodellen, die auf Breiten von 44 cm oder mehr und Längen ab 120 cm setzen, bleibt das THERUN Xbd hier deutlich hinter dem Standard der Kategorie zurück.
Schließlich fällt ins Gewicht, dass das Gerät keinerlei digitale Anbindung bietet. In einer Zeit, in der selbst Einsteigerlaufbänder häufig zumindest eine rudimentäre Bluetooth-Verbindung zur Geschwindigkeitsübertragung an Fitness-Apps mitbringen, wirkt das vollständige Fehlen dieser Funktion wie ein bewusster Verzicht auf Zukunftsfähigkeit. Wer Wert auf die Integration in ein digitales Fitness-Ökosystem legt oder seine Fortschritte langfristig dokumentieren möchte, muss sich mit externen Hilfsmitteln behelfen – eine Einschränkung, die gerade für die jüngere, technikaffine Zielgruppe schwer wiegt.
Alternativen im Überblick
Wer bereit ist, etwas mehr zu investieren, und dabei vor allem Wert auf eine größere Lauffläche und App-Konnektivität legt, sollte einen Blick auf den Sportstech sPad1000 werfen: Dieses 2-in-1-Modell bietet dieselbe Lauffläche von 100 x 40 cm und das gleiche Geschwindigkeitsspektrum bis 12 km/h, bringt dabei jedoch App-Unterstützung mit und richtet sich ebenfalls an Einsteiger mit begrenztem Platzangebot – zu einem Preis, der nur moderat über dem des THERUN Xbd liegt.
Eine deutlich leistungsfähigere Option in der 2-in-1-Kategorie ist der Sportstech sWalk Plus, der mit einer Lauffläche von 105 x 40 cm, App-Anbindung und ebenfalls bis zu 12 km/h Höchstgeschwindigkeit aufwartet und dabei eine höhere Belastbarkeit von 120 kg bietet – bei einem Preis, der immer noch im günstigen Segment angesiedelt ist und damit für alle interessant wird, die mehr Langlebigkeit und Konnektivität wünschen.
Wer hingegen auf das Walking-Pad-Konzept ohne Joggen-Funktion setzen möchte, aber eine deutlich größere Standfläche und solide App-Integration sucht, findet im Kingsmith WalkingPad MC11 eine überzeugende Alternative: Mit 120 x 44 cm Lauffläche, einem Tempo bis 12 km/h, App-Support und einer Belastbarkeit von 110 kg bietet dieses Modell für einen mittleren dreistelligen Mehrpreis spürbar mehr in fast allen relevanten Kategorien.
Fazit
Das THERUN Xbd ist ein klar definiertes Einsteigergerät, das seine Stärken vor allem in der Kombination aus niedrigem Preis, platzsparendem Design und der Doppelfunktion als Laufband und Walking Pad hat. Für Personen, die gelegentlich walken oder kurze Jogging-Einheiten absolvieren möchten, dabei in einer kleinen Wohnung leben und kein dauerhaftes Trainingsgerät im Raum stehen lassen wollen, erfüllt es seinen Zweck solide. Die schnelle Inbetriebnahme und die kompakten Abmessungen im eingeklappten Zustand sind echte Pluspunkte, die im Alltag spürbar zur Geltung kommen.
Für wen ist das Gerät geeignet? Klar für Einsteiger und Gelegenheitssportler, die zwei- bis dreimal pro Woche moderate Einheiten absolvieren möchten, ein begrenztes Budget haben und keinen Wert auf digitale Zusatzfunktionen legen. Für wen ist es hingegen nicht geeignet? Ambitionierte Läufer, die regelmäßig bei hohen Geschwindigkeiten trainieren, täglich mehrere Einheiten absolvieren oder auf App-Integration und Trainingsdatenanalyse angewiesen sind, werden mit diesem Modell früher oder später an Grenzen stoßen – sowohl was die Leistung als auch was die Langlebigkeit angeht. Wer in dieser Gruppe zuhause ist, sollte gezielt nach einem robusteren Gerät mit größerer Lauffläche und digitaler Konnektivität Ausschau halten.
Weitere empfehlenswerte Modelle in dieser Kategorie, darunter auch leistungsstärkere Alternativen für anspruchsvollere Anforderungen, finden sich in der großen Walking Pad Vergleichsübersicht.
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