Sportsroyals Power Tower: Freistehende Klimmzug- und Dip-Station mit durchdachter Konstruktion

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Sportsroyals Power Tower, Dip-Stati
Sportsroyals Power Tower, Dip-Stati...
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Wer zu Hause ernsthaft Klimmzüge, Dips und Coreübungen trainieren möchte, steht schnell vor der Frage: Wie viel Stabilität und Vielseitigkeit lassen sich ohne Wandmontage und ohne Fitnessstudio-Budget realisieren? Der Sportsroyals Power Tower FB-19YTXS02 versucht, auf diese Frage eine überzeugende Antwort zu geben – mit einer ungewöhnlich breiten Standbasis, vergleichsweise schwerem Stahlrahmen und einem 5-in-1-Übungskonzept, das den gesamten Oberkörper sowie die Körpermitte abdeckt.

Design und Maße

Der Power Tower präsentiert sich in einem zeitlosen, vollständig schwarzen Finish, das sich unauffällig in nahezu jede Wohnraumsituation oder Heimgarage einfügt. Mit Abmessungen von 104,6 × 100,8 × 224 cm (Länge × Breite × Höhe) ist dieses Gerät kein Leichtgewicht in Sachen Stellfläche, aber für ein vollständiges 5-in-1-Kraftgerät durchaus beachtlich kompakt. Die Stellfläche von rund einem Quadratmeter macht den Tower zu einer praktikablen Lösung für Heimfitnessbereiche, Garagen oder größere Wohnräume – vorausgesetzt, die Deckenhöhe lässt den Betrieb zu. Bei einer maximalen Bauhöhe von 224 cm und einer verstellbaren Klimmzugstange, die bis auf 264 cm Griffhöhe ausgefahren werden kann, sollte die verfügbare Raumhöhe vor dem Kauf unbedingt überprüft werden. So berichtet ein Nutzer, dass sein Trainingskeller zu niedrig war und das Gerät umgestellt werden musste.

Sportsroyals Power Tower, Dip-Station, K

Das Gesamtgewicht liegt bei knapp 28,5 kg, was das Gerät einerseits stabil genug macht, um beim Training nicht zu wandern, andererseits aber noch leicht genug, dass es von einer einzelnen Person verschoben oder umpositioniert werden kann. Dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Geräte dieser Preisklasse, die meist bei 22 kg oder weniger liegen – ein bewusst konstruktiver Unterschied, der der Standfestigkeit zugutekommen soll.

Materialqualität und Konstruktion: Mehr Stahl als die Konkurrenz

Das zentrale Verkaufsargument bei diesem Modell ist die 2 mm Stahlwandstärke, während viele Konkurrenzprodukte im selben Preissegment mit nur 1,5 mm auskommen. Diese 33 Prozent mehr Material klingen zunächst nach einer kleinen Differenz, können sich aber in der strukturellen Steifigkeit des Gesamtgerüsts durchaus bemerkbar machen. Kohlenstoffstahl für Rohre und Träger ist dabei das Material der Wahl – robust, schweißbar und für Fitnessgeräte dieser Klasse ein branchenüblicher Standard. 

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Hinzu kommen 8 rutschfeste Gummifüße statt der sonst üblichen vier, die eine deutlich bessere Kraftverteilung auf den Untergrund gewährleisten sollen. Kombiniert mit der 100 cm langen Standbasis – im Vergleich zu den bei vielen Wettbewerbern üblichen 86 cm – ergibt sich ein deutlich breiterer Aufstandspunkt, der den dynamischen Lastschwerpunkt beim Training stabilisiert. Die selbstsichernden Muttern an den Verschraubungen sind ein weiteres konstruktives Detail, das auf eine gewisse Ernsthaftigkeit in der Produktentwicklung hindeutet.

Sportsroyals Power Tower, Dip-Station, K

Kritisch anzumerken ist, dass einzelne Schweißnähte – etwa an der oberen Halterung für die Armstützen – laut mehreren Käufern nicht vollkommen gerade wirken. Funktionell beeinflusst das den Einsatz nicht, hinterlässt jedoch einen handwerklich ungenauen Eindruck an einem ansonsten soliden Gerät.

Trainingsfunktionen: Fünf Disziplinen, ein Gerät

Klimmzüge und Chin-ups

Die Klimmzugstange ist das Herzstück des Towers und bietet eine gute Basis für schmale und breite Klimmzüge in verschiedenen Griffbreiten. Der Abstand zwischen den Zentren der beiden Haltegriffen beträgt 56 cm und den äußeren Punkten 104 cm. Die Griffweite könnte etwas zu breit für kleinere Personen sein, für Trainierende mit durchschnittlicher Schulterbreite sollte es jedoch passen.

Höhenverstellbarkeit: Familientauglich konzipiert

Die Klimmzugstange lässt sich in 6 Stufen zwischen einer effektiven Griffhöhe von 164 cm bis 264 cm einstellen, was einen Nutzerbereich von kleinen Jugendlichen bis zu sehr groß gewachsenen Erwachsenen abdeckt (140 cm bis 200 cm). In der Praxis bedeutet das: Innerhalb einer Familie mit unterschiedlichen Körpergrößen kann jedes Mitglied die für sich passende Einstellung finden, ohne dass das gesamte Gerät ausgetauscht werden muss. Allerdings bringt häufiges Verstellen der Höhe einen gewissen Aufwand mit sich – für Haushalte mit sehr unterschiedlichen Körpergrößen kann das auf Dauer lästig werden. Der Verstellmechanismen arbeitet mit Steckbolzen-Systemen, die ohne Werkzeug bedienbar sind.

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Dips und Armdrücken

Die Dip-Stationen sind mit um 10 Grad geneigten Griffen ausgestattet, was die Handgelenkposition im Vergleich zu rein parallelen Griffen ergonomisch verbessert. Die Polsterung der Armlehnen wird von Käufern überwiegend als angenehm weich beschrieben. Allerdings gibt es einen bekannten Kritikpunkt: Die Armauflagenpads sind vergleichsweise kurz, sodass der Ellenbogen bei manchen Körperproportionen auf dem Metall aufliegt statt vollständig auf dem Polster. Es wird empfohlen, die Pads weiter nach hinten zu schieben, um einen besseren Sitz zu erzielen. Die Höhe der Dip-Einheit (129 cm) ist nicht separat verstellbar – was für kleinere Trainierende unter 1,75 Meter eine gewisse Einstiegshürde darstellen könnte.

Für gewinkelte Beine

Für die Optimale Dip-Höhe gilt die Faustformel für gewinkelte Beine (um den Boden nicht mit den Füßen zu berühren):

Höhe der Dip-Barren = ca. 50% der Körpergröße.

Das heißt für große Personen (> 180-190 cm) ist eine saubere Übungsausführung und ein großer Bewegungsradius bei einer Dip-Höhe von 129 cm möglich.

Für kleinere Menschen (unter 170–175 cm) ist die Höhe von 129 cm eher ungeeignet bis suboptimal, da das Aufsteigen erschwert wird.

Für gestreckte Beine

Will man nicht mit angewinkelten, sondern mit gestreckten Beinen trainieren, so ist eine Höhe von ca. 75 % der eigenen Körpergröße empfehlenswert. Bei 129 cm entspricht dies rechnerisch einer Körpergröße von etwa 172 cm. Das bedeutet, Personen mit z.B. 185 cm Körpergröße cm können an dieser Station NICHT mit gestreckten Beinen bequem und ohne Bodenkontakt trainieren.

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Beinheben und Bauchtraining

Für Knieheben und Beinheben bietet der Tower gepolsterte Armlehnen und eine verstellbare Rückenlehne mit 7 Rastpositionen (Tiefenverstellung von 3,1 bis 17 cm), die eine individuelle Anpassung an Körperlänge und Trainingsform erlaubt. Damit lassen sich auch anspruchsvollere Übungen wie „Toes to Bar“ ausführen, wobei ein zusätzliches Lendenkissen den Komfort erhöhen kann.

Liegestütze an den Griffen

Als fünfte Funktion sind Push-up-Griffe integriert, die Liegestütze in erhöhter Position ermöglichen und den Handgelenken eine neutralere Haltung bieten.

Ein diskutierter Punkt ist das Fehlen einer Sit-up-Stange oder vergleichbaren Vorrichtung für Rumpfübungen in horizontaler Ausgangsposition. Diese Funktion würde den Einsatzbereich spürbar erweitern. Außerdem: Wer auf Zusatzgewichte oder ein integriertes Kabelsystem angewiesen ist, muss zwingend zu einer anderen Produktkategorie wechseln – das Gerät ist konzeptionell auf reine Eigengewichtsübungen ausgelegt.

Eine Variante des Produkts ist mit einem Gummiseil-Assistenzsystem erhältlich, das Umlenkrollen und ein Kniebrett umfasst – damit lassen sich Klimmzüge und Dips mit Unterstützung trainieren, was besonders für Einsteiger oder Personen in der Aufbauphase interessant ist. Das Kniebrett lässt sich an der Rückseite des Geräts sicher verstauen, wenn es nicht gebraucht wird.

Belastbarkeit und Stabilität: Solide, aber mit Realismus zu betrachten

Der Hersteller gibt eine maximale Tragkraft von 204 kg an – ein beeindruckender Wert, der weit über dem liegt, was die meisten Heimanwender je ausreizen werden. Allerdings ist dieser Wert als statische Belastungsgrenze zu verstehen, nicht als Freigabe für explosive Bewegungen oder Zusatzgewichte jenseits des Eigengewichts. Käufer mit einem Körpergewicht von bis zu 90 kg berichten von einer grundsätzlich stabilen Nutzungserfahrung, bemerken aber ein leichtes Mitschwingen des Rahmens bei dynamischen Bewegungen wie Dips oder breitgegriffenen Klimmzügen.

Dieses Mitschwingen – von manchen als „Arbeitsbewegung“ des Stahls beschrieben – ist bei Geräten dieser Preisklasse und Konstruktionsart kein Ausnahmefall, sondern eher die Norm – Modelle in derselben Preisklasse zeigen ähnliche Eigenschaften. Die acht Gummifüße und 27 kg Eigengewicht des Rahmens verhindern echtes Kippen auch bei schwerem Einsatz.

Für ernsthaftes Training mit signifikanten Zusatzgewichten – etwa beim gewichteten Klimmzug mit mehr als 10–15 kg Zusatzlast – ist das Gerät konzeptionell nicht ausgelegt. Wer diese Trainingsform regelmäßig anstrebt, sollte in eine höherpreisige Kategorie investieren, die ab etwa 400 Euro beginnt.

Komfort im Detail: Polsterung, Ergonomie und Anpassung

Die gepolsterten Armlehnen und die Rückenlehne sind das sichtbarste Komfortmerkmal des Towers. Käufer beschreiben die Polster als weich und angenehm, was bei Übungen wie Beinheben oder Knieheben, bei denen das Eigengewicht vollständig auf den Unterarmauflagen lastet, einen deutlichen Unterschied macht. Die bereits erwähnte 10-Grad-Neigung der Dip-Griffe ist eine durchdachte ergonomische Entscheidung, die den Druck auf die Handgelenke reduziert und die natürliche Bewegungslinie beim Drücken besser abbildet.

Sportsroyals Power Tower, Dip-Station, K

Einschränkend zu erwähnen ist, dass die Trägerteile für Armlehnen und Rahmen scharfe Metallkanten aufweisen können, die bei unachtsamer Bewegung – etwa wenn das Schienbein gegen einen der unteren Streben prallt – schmerzhafte Kontakte verursachen. Schutzabdeckungen oder abgerundete Kanten wären hier eine wünschenswerte Verbesserung.

Aufbau und Lieferumfang

Im Standardlieferumfang enthalten sind der vollständige Power Tower sowie eine Dip-Station – alle für den Aufbau benötigten Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben werden mitgeliefert. Das beigelegte Montagewerkzeug deckt die grundlegenden Schritte ab, wobei mehrere Käufer empfehlen, zusätzlich einen Ratschenschlüssel aus dem eigenen Werkzeugkasten zu verwenden, um das finale Festziehen der Muttern komfortabler und effizienter zu gestalten.

Die Montage des Towers wird von Käufern durchweg als bewältigbar beschrieben – sowohl alleine als auch zu zweit. Die Zeitangaben variieren zwischen 30 Minuten zu zweit bei handwerklich versierten Personen und rund einer Stunde für Einzelpersonen oder Nicht-Handwerker. Die nummerierten und einzeln verpackten Schraubensätze verhindern Verwechslungen und die beigelegte Anleitung wird mehrheitlich als verständlich eingestuft.

Ein praktischer Hinweis, der von mehreren erfahrenen Käufern geteilt wird: die Schrauben sollten zunächst nur handfest angezogen und erst am Ende mit Werkzeug endgültig gesichert werden – wer zu früh zu fest anzieht, riskiert, dass spätere Ausrichtungen erschwert werden.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

  • 2 mm Stahlwandstärke – dicker als viele Konkurrenzprodukte in dieser Preisklasse
  • Traglast von 204 kg – großzügige Herstellerangabe für den Heimbereich
  • 100 cm breite Standbasis mit 8 Gummifüßen für verbesserte Standfestigkeit
  • 5-in-1-Funktionalität: Klimmzüge, Dips, Beinheben, Push-ups und Chin-ups
  • 6-stufige Höhenverstellung der Klimmzugstange von 164 bis 264 cm
  • 7-fach verstellbare Rückenlehne für individuelle Anpassung beim Bauchtraining
  • Kompakte Stellfläche für ein Mehrzweckgerät dieser Kategorie
  • Kein Bohren oder Wandmontage erforderlich
  • Nicht zu hohes Eigengewicht erlaubt Umpositionieren
  • Gepolsterte Armlehnen und ergonomisch geneigte Dip-Griffe
  • Gut strukturierter Aufbau mit beschrifteten Schraubensätzen
  • Langlebig: mehrere Käufer berichten von beschädigungsfreier Nutzung über mehr als anderthalb bis zwei Jahre

Nachteile

  • Leichtes Mitschwingen des Rahmens bei dynamischen Übungen, besonders bei Dips und breitem Klimmzuggriff
  • Unterarmpolster zu kurz – Ellenbogen kann auf dem Metall aufliegen
  • Dip-Einheit in der Höhe nicht verstellbar – suboptimal für Personen unter ca. 1,75 m
  • Querstreben können bei Klimmzügen mit Innenhaltung mit den Füßen kollidieren
  • Griffweite der Klimmzugstange für kleinere Personen etwas zu breit
  • Kein Kabelzug oder Zusatzgewichtssystem integrierbar
  • Raumanforderung: mindestens ausreichende Deckenhöhe zwingend notwendig

Fazit: Für wen lohnt sich der Kauf – und für wen nicht?

Der Sportsroyals Power Tower FB-19YTXS02 liefert das, was es verspricht: eine kompakte, freistehende, wandunabhängige Trainingsstation für die gängigsten Eigengewichtsübungen am Oberkörper und an der Körpermitte, mit durchdachten Konstruktionsdetails wie der verbreiterten Basis, der erhöhten Stahlstärke und den acht Bodenkontaktpunkten. Die Höhenverstellbarkeit macht ihn familientauglich, und die Langzeitberichte mehrerer Käufer belegen eine grundsätzliche Haltbarkeit über mindestens zwei Jahre regelmäßigen Einsatzes.

Gleichzeitig wäre es unfair, die Grenzen dieses Geräts zu verschweigen. Die unvermeidliche Rahmenbewegung bei schwererem Training, die kurzen Unterarmpolster und die fehlende Höhenverstellbarkeit der Dip-Station sind Eigenschaften, die den Trainingsalltag spürbar beeinflussen können. Wer regelmäßig mit Zusatzgewichten arbeitet, ein Körpergewicht über 90 kg mitbringt oder höchste strukturelle Ruhe erwartet, wird mit diesem Gerät auf Dauer nicht vollständig zufrieden sein – und sollte bereit sein, das Zwei- bis Dreifache des Kaufpreises in eine höherwertige Alternative zu investieren.

Geeignet für: Einsteiger und Fortgeschrittene im Eigengewichtstraining, Personen mit begrenztem Platz und begrenztem Budget, Familien mit unterschiedlichen Körpergrößen, Trainierende zwischen ca. 60 und 90 kg Körpergewicht, alle, die ohne Wandmontage auskommen möchten.

Weniger geeignet für: Schwere Trainierende über 100 kg, die maximale Standfestigkeit benötigen, Athleten mit regelmäßigem Zusatzgewichtstraining, kleine Personen unter ca. 1,75 m, die Probleme mit der fixen Dip-Höhe haben könnten, sowie alle, die Studio-Standards im Heimbereich erwarten.

 

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