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Spinning Bike & Indoor Cycle Kaufberatung

Was ist ein Spinning Bike / Indoor Bike?

Indoor Cycles wurden ursprünglich entwickelt, um Radsportlern bei ungünstigen Wetterbedingungen ein spezifisches Training zu ermöglichen, das möglichst realitätsnah das Radfahren auf der Straße simuliert. Charakteristisch für Indoor Bikes ist ein puristisches, sportliches Aussehen, ein deutlich größeres und schwereres Schwungrad im Vergleich zu Ergometern, ein sehr gleichmäßiger Rundlauf, eine möglichst direkte Kraftübertragung und ein Bremssystem, das in der Lage ist, einen extrem hohen Tretwiderstand zu generieren. Ziel des Indoor Cyclings ist ein besonders effektives Training von Kraft und Ausdauer.

Unsere TOP 4 Indoor Cycles unter 1000 Euro im Vergleich

 
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AsVIVA Indoor Cycle Speedbike S15
Sportstech Profi Indoor Cycle SX500
Sportstech Profi Indoor Cycle SX400
Sportstech Profi Indoor Cycle SX200
Widerstandstufenlos mit Filzbremsestufenlos mit Filzbremsestufenlos mit Filzbremsestufenlos mit Filzbremse
Gewicht der Schwungscheibe27 kg25 kg22 kg22 kg
Gewicht66 kg64 kg54 kg44 kg
Aufstellmaße
(L x B x H)
136 x 52 x 121 cm 127 x 62 x 139,5 cm120 x 53 x 129 cm104 x 54 x 116 cm
Maximales Benutzergewicht125 kg150 kg150 kg125 kg
Computer AnzeigeZeit, Geschwindigkeit, Distanz, Kalorien, Puls, RPMZeit, Geschwindigkeit, Distanz, Kalorien, Puls, RPMZeit, Geschwindigkeit, Distanz, Kalorien, Puls, RPMZeit, Geschwindigkeit, Distanz, Kalorien, Puls, RPM
PulsmessungHandpulssensoren
Pulsgurt kompatibel
Handpulssensoren
Pulsgurt kompatibel
Handpulssensoren
Pulsgurt kompatibel
Handpulssensoren
Pulsgurt kompatibel
Handgelenkauflageneinja jaja
BesonderheitenStudio Qualität
SPD Klick Pedale
iBiking+ Trainingsapp
Studio Qualität
SPD Klick Pedale
iBiking+ Trainingsapp
iBiking+ Trainingsapp
iBiking+ Trainingsapp

 

Die Bezeichnung „Spinning Bike“ ist markenrechtlich geschützt

Je nach Hersteller werden Indoor Cycles auch „Speedbikes“ oder „Spinning Bikes“ genannt. Da das Wort „Spinning“ markenrechtlich geschützt ist, dürfen nur Geräte der Marken Star Trac und Spinning „Spinning Bikes“ genannt werden. Alle anderen Hersteller bezeichnen ihre Geräte daher als „Spinning Rad“, „Spinning Heimtrainer“, „Speedbike“, „Indoor Bike“ oder „Indoor Cycle“. Insgesamt sind sich aber alle Geräte in der Ausstattung und der Nutzung sehr ähnlich.

Unterschied zwischen Spinning Bike/Indoor Bike und Ergometer

  • „Alles geben“ und „an seinen Grenzen gehen“ heißt hier die Devise! Im Unterschied zu einem Ergometer ist ein Spinning Bike auf ein intensiveres und leistungsorientiertes Training ausgelegt, und nicht auf ein schonendes Kardiotraining. Deshalb ist dieser Hometrainer so aufgebaut, dass der Lenker der Position eines Rennrades sehr nahe kommt. Auf einem Speed Bike wird im Stehen gefahren (Wiegetritte) und gesprintet, so als würde man auf einem richtigen Rennrad sitzen.
  • Die meisten Indoor Bikes verfügen über keinen Freilauf. Das heißt im Gegensatz zum Ergometer stoppt die Schwungscheibe nicht automatisch, wenn der Benutzer die Tretbewegung unterbricht. Die Kurbelarme drehen sich mit, solange die Schwungscheibe in Bewegung ist, wodurch man „gezwungen“ ist mitzutreten. Abgebremst werden kann nur durch die eigene Beinkraft oder mithilfe der Bremse.
  • Durch den sportlichen Aufbau und das grundsätzlich deutlich schwerere Schwungrad im Vergleich zum Ergometer kann man auf dem Speed Bike bzw. Indoor Bike leichter eine hohe Trittfrequenz erreichen und zu hohen Intensitäten übergehen als bei einem gängigen Fahrradergometer, wodurch Spinning Bikes mehr für ambitionierte Sportler geeignet sind.
  • Durch die hohen Trittfrequenzen auf dem Speed Bike kann man schneller abnehmen als auf dem normalen Heimtrainer-Fahrrad.

Natürlich eignet sich ein Spinning Rad auch für diejenigen, die nur ihren Gesundheitszustand verbessern wollen, aber es ist hauptsächlich für Menschen gedacht, die Ihre Leistungsbereitschaft optimieren und abnehmen wollen. Bei Rückenproblemen oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen sollte man sich vor dem Training einen ärztlichen Rat einholen. In diesem Fall könnte ein Ergometer die bessere Wahl sein (siehe auch Ergometer Kaufberatung).

Wie findet man ein passendes Indoor Cycle und welche Unterschiede gibt es?

Je nach Preisklasse gibt es große Unterschiede in den Ausstattungsmerkmalen von Indoor Cycles und Speed Bikes. Ein günstiges Indoor Cycle ist mitunter schon ab 300 € zu haben, einige Modelle kosten aber auch fast das zehnfache. Grundsätzlich kann man sagen, dass man umso tiefer in die Tasche greifen muss, je höher die Ansprüche an die Langlebigkeit, die Qualität, die individuellen Einstellmöglichkeiten und ein authentisches Fahrgefühl sind.

Aufgrund des vielfältigen Angebots und der riesigen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Modellen sollte man sich vor dem Kauf daher gut überlegen, welches Spinning Rad im Einzelfall das richtige ist. Dabei müssen auch persönliche Kriterien wie Nutzungsdauer- und -häufigkeit, Trainingsziele und Ausstattungsmerkmale abgewogen werden. Die Fragen in dem Schaubild unten können im Vorfeld dabei helfen, sich über die eigenen Ansprüche klar zu werden. Auf der rechten Seite des Schaubilds haben wir wichtige Kriterien zur Ausstattung eines Speed Bikes zusammengefasst, die beim Kauf genauer unter die Lupe genommen werden sollten.

Im Folgenden werden die einzelnen Komponenten von Indoor Cycles und deren mögliche Varianten näher erläutert.

Worauf sollte man beim Kauf eines Indoor Cycles achten?

Die Schwungmasse

Wohl die wichtigste Komponente eines jeden Spinning Bikes oder Indoor Bikes ist die Schwungmasse. Diese besteht neben der Schwungscheibe aus allen Teilen, die beim Treten bewegt werden, wie Kurbeln, Antriebsrad und Antriebsriemen. Das Gewicht der Schwungmasse ist ausschlaggebend dafür wie nahe das Fahrgefühl auf dem Speed Bike dem auf einem Fahrrad kommt. Als Faustregel gilt: je größer die Schwungmasse, desto besser der Rundlauf und desto natürlicher das Fahrgefühl. Nur mit großen Schwungmassen lassen sich hohe Trittfrequenzen gleichmäßig und gelenkschonend trainieren.

Da das Spinning Rad ein kraftvolleres Training aushalten muss und höhere Trittfrequenzen erreicht werden sollen als ein gängiges Heimtrainer-Fahrrad, wird es entsprechend mit einer viel höheren Schwungmasse ausgestattet. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Schwungmasse des Spinning Bikes bei mindestens 18 kg liegt. Bei einer Schwungmasse von nur 14 kg kann man vom Spinning Rad kein Training mit maximalen Belastungen und dann auch noch gleichzeitig im Stehen erwarten. In den höheren Preisklassen sind Schwungmassen bis zu 25 kg üblich, wie beim Sportstech SX500. Wer nach einem Spinning Rad mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis sucht, welches eine ordentliche Schwungmasse besitzt kann sich das Sportstech Modell SX400 oder das Sportstech SX200 ansehen. Die Schwungmasse beträgt hier satte 22 kg bei einem akzeptablen Preis.

Das Bremssystem

Das Bremssystem hat die Aufgabe, das Schwungrad so abzubremsen, dass beim Treten ein definierter Widerstand entsteht. Bei Spinning Heimtrainer werden fast immer manuell einstellbare Bremsen eingesetzt. Grundsätzlich sind dabei zwei verschiedene Bremssysteme möglich: die Schleifbremse und die Magnetbremse.

Die Schleifbremse arbeitet entweder mit einem Bremsbacken, der von oben auf die Lauffläche des Schwungrades drückt, oder mit zwei Bremsbacken, die von rechts und links gegen die Seitenflächen des Schwungrades drücken. Die Metallbacken sind dabei üblicherweise entweder mit Filz oder Leder belegt. Über einen Drehknopf kann der Druck auf das Schwungrad und damit der Tretwiderstand stufenlos verändert werden.

Der Vorteil der Filzplatten-Bremsen ist, dass sie im Vergleich zu der Magnetbremse einen sehr hohen Tretwiderstand ermöglichen. Und je höher der Widerstand, desto kräftiger muss man treten und desto mehr schwitzt man. Sie verursachen jedoch Schleifgeräusche an der Bremse und nutzen sich mit der Zeit aus.

Leise und ohne Verschleiß arbeitet das Magnetbremssystem. Hierbei wird ein Magnet eingesetzt, dessen Abstand zur Schwungscheibe über einen Einstellknopf verändert werden kann. Je kleiner der Abstand zwischen Magnet und Schwungscheibe, desto größer ist die Bremswirkung. Magnetbremssysteme sind in der Regel teurer als Schleifbremsen, bieten jedoch zwei große Vorteile: Da sie berührungslos arbeiten, laufen sie nahezu geräuschlos.

Der Antrieb

Bei Spinning Bikes wird üblicherweise ein starrer Antrieb genutzt. Dieser ermöglicht eine direktere Kraftübertragung, hat aber keinen Freilauf.

Prinzipiell werden zwei verschiedene Antriebsarten genutzt, die die Kraft von den Pedalen auf die Schwungscheibe bringen: der Kettenantrieb und der Riemenantrieb. Der Kettenantrieb muss regelmäßig gewartet werden, damit er leichtgängig bleibt. Außerdem verursacht die Kette beim Training laute Laufgeräusche. Der Riemenantrieb bietet den Vorteil, dass er nahezu geräuschlos arbeitet. Zudem ist der Poly-V-Riemen wartungsfrei. Es entfallen Wartungsarbeiten wie ölen, fetten oder spannen. Für das Training in den eigenen vier Wänden ist der Riemenantrieb eindeutig die bessere Wahl.

Die Pedale

Beim Indoor Cycling und Spinning werden mitunter große Kräfte aufs Pedal gebracht, besonders beim Fahren im Wiegetritt. Da ein Abrutschen vom Pedal sehr schmerzhafte Folgen nach sich ziehen kann, unter anderem auch wegen des fehlenden Freilaufs, muss ein sicherer Halt der Füße unbedingt gewährleistet sein.

Oft wird der Fuß über Haken mit Riemen auf dem Pedal fixiert. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Fußriemen individuell in der Weite einstellbar sind. Bei dieser Methode können normale Turnschuhe beim Training getragen werden.

Klickpedale: Rutschfest & optimale Kraftübertragung

Andere Modelle sind mit Klickpedalen ausgestattet, in denen Fahrradschuhe mit entsprechendem Klicksystem eingerastet werden können. Es wird dabei eine feste Verbindung des Klick-Pedals mit dem Pedalier-Schuh hergestellt, was das Abrutschen vom Pedal verhindert. Auch beim Hochziehen des Pedals, bringt man mit dem Fuß mehr Kraft auf die Kette, was die Kraftübertragung und den runden Tritt verbessert. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass Pedal und Schuh zueinander kompatibel sind. Das SPD Klicksystem von Shimano ist ein weit verbreiterter Pedalstandard bei Mountainbikes. Die Abkürzung SPD steht für Shimano Pedaling Dynamics. Bei Rennrädern dagegen ist das System von Look Standard. Ein Beispiel für Speed Bike mit SPD Klickpedalen ist das Sportstech Profi SX500.

Einige Hersteller statten ihre Speed Bikes auch mit Kombipedalen aus, die wahlweise beide Befestigungsvarianten ermöglichen. Das bietet dem Benutzer die größte Flexibilität und ist besonders dann empfehlenswert, wenn mehrere Personen dasselbe Bike zum Trainieren benutzen.

Meistens verfügen die Kurbeln von Spinning Bikes und Indoor Bikes über ein gängiges Pedalgewinde mit einem Gewindemaß von 9/16″. Ist dies der Fall, können die Pedale problemlos gegen andere Systempedale ausgetauscht werden.

Die Kurbel

Die Geometrie der Kurbel ist maßgeblich daran beteiligt, wie exakt das Fahrgefühl auf einem Indoor Cycle dem eines Fahrrads entspricht. Die relevantesten Abmessungen sind die Kurbellänge und der Q-Faktor.

Mit dem Q-Faktor wird der Abstand zwischen den Außenflächen der beiden Kurbeln zueinander bezeichnet. Ist der Q-Faktor zu groß, können Kniebeschwerden die Folge sein. Idealerweise sollte er in etwa dem Q-Faktor eines Fahrrads entsprechen. Bei Rennrädern und Mountainbikes liegt er normalerweise zwischen 150 und 190 mm.

Die Kurbellänge bezeichnet den Abstand von der Tretlagermitte bis zur Mitte des Pedalgewindes. Auch hier sollte das Maß idealerweise dem eines Fahrrads entsprechen, da nur so die Muskulatur radsportspezifisch trainiert wird. Ein guter Wert liegt um die 170 bis 175 mm.

Falls der Wunsch besteht, die Kurbelarme auszutauschen, sollte die Tretlagerwelle eine Vierkantaufnahme haben. Nur so können Anpassungen an Kurbellänge und Q-Faktor vorgenommen werden.

Die Sitzposition

Damit auf dem Indoor Cycle die gleiche Sitzhaltung eingenommen werden kann, wie auf dem Rennrad oder Mountainbike, ist der mögliche Einstellbereich von Sattel und Lenker ein wichtiges Kaufkriterium.

Auf großen Verstellbereich achten!

Sowohl Sattel als auch Lenker sollten nicht nur in der Höhe, sondern auch horizontal verstellbar sein. Optimal ist eine stufenlose Verstellung, da hier eine sehr feine und individuelle Einstellung möglich ist. Sollte die Verstellung über Rastbohrungen erfolgen, muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass diese nicht zu weit auseinander liegen. Außerdem sollten besonders große oder kleine Benutzer im Vorfeld abklären, ob die Einstellbereiche für ihre jeweilige Körpergröße und Schrittlänge ausreichend sind. Nur so ist eine ergonomisch günstige Sitzposition erzielbar.

Der Sattel

Da das Spinning Rad auf eine sportliche Sitzposition für dynamisches Ausdauertraining ausgelegt ist, wird fast immer ein Rennrad- oder Mountainbikesattel verbaut. Der Sattel sollte so geformt sein, dass auch bei längeren Trainingseinheiten nichts scheuert oder reibt. Ausschlaggebend für den Komfort ist auch das Material des Sattels. Nur bei hochpreisigen Modellen kommen beispielsweise Ledersättel zum Einsatz. Die Befestigung für den Sattel entspricht aber im Normalfall der eines Fahrrads, sodass jederzeit problemlos der eigene Sattel montiert werden kann.

Der Lenker

Um möglichst viele verschiedene Griffmöglichkeiten nutzen zu können und in der Sitzposition flexibel zu sein, ist ein speziell geformter Lenker empfehlenswert, der im weitesten Sinn an eine Kombination aus Rennradlenker und Triathlonlenker erinnert. Damit kann beliebig zwischen sportlich gestreckter und aufrechter Haltung variiert werden. Das Ablegen der Unterarme sollte möglich sein.

Wichtig ist die Stabilität des Lenkers und der Lenkerbefestigung, da man besonders beim Spinning oft im Wiegetritt fährt und dabei extrem hohe Kräfte auf Lenker und Vorbau wirken können. Auch bei intensiven Trainingseinheiten muss der Lenker stets ein sicheres Gefühl vermitteln und darf sich nicht verwinden.

Die Ummantelung des Lenkers mit einem hochwertigen Schaumstoff ist ebenfalls ein sicherheitsrelevantes Kriterium. Selbst mit nass geschwitzten Händen muss das Material einen festen, rutschfesten Griff gewährleisten, da bei Abrutschen Verletzungsgefahr droht.

Die Bedienung

Die Bedienung eines Indoor Cycles oder Spinning Bikes ist denkbar einfach. Da es mit einer manuellen Bremse ausgestattet ist, können keine vorinstallierten Trainingsprogramme genutzt werden. Hierzu wäre eine elektronisch angesteuerte Bremse notwendig, wie sie beispielsweise an Ergometern eingesetzt wird. Die Bremskraft wird beim Speed Bike über einen Drehknopf reguliert, der stufenlos einstellbar ist.

Ein Trainingscomputer am Lenker des Spinning Bikes zeigt die wichtigsten Trainingswerte an, wie die trainierte Zeit, die Geschwindigkeit, die Distanz, den Puls und die Anzahl der Umdrehungen. In Verbindung mit einer Pulsuhr kann das Training trotz fehlender Programme effektiv gestaltet werden. Entsprechend dem Zielpuls wird die Intensität über den Drehknopf manuell gesteuert. Falls das gewünschte Speed Rad keinen Trainingscomputer hat, man aber dennoch gerne einen Überblick über die gefahrenen Trainingskilometer, die Trittfrequenz oder die Trainingszeit haben möchte, kann man einen Fahrradcomputer montieren. Diese können in vielen Fällen bereits drahtlos mit einem Brustgurt verbunden werden, sodass alle wichtigen Daten auf einen Blick erfasst werden können und ein Warnsignal darauf hinweist, dass der Zielpulsbereich verlassen wird.

Der Computer einiger Indoor Bikes kann mit einer Trainingsapp verbunden werden, was das Training abwechslungsreicher macht. Ein Beispiel dafür ist das Sportstech Profi SX400, welches mit der iBiking+ Trainingsapp verbunden werden kann.

Von einigen Herstellern, wie Kettler, gibt es mittlerweile Mischformen aus Indoor Cycles und Ergometern. Diese verbinden die Vorteile beider Geräte, sind aber streng genommen Heimtrainer. In den meisten Fällen besitzen sie einen Freilauf, eine elektronisch gesteuerte Bremse und einen Trainingscomputer mit integrierten Programmen. Das Kettler Racer 9 Speed Bike bietet z.B. eine elektronisch gesteuerte Gangschaltung, wobei die Steuerung über die Schaltgriffe am Lenker erfolgt, genau wie bei einem echten Fahrrad, und ein pulsgesteuertes Programm.

Das fehlt bei Computern von Spinning Bikes im Vergleich zu Ergometern

  • Kein genauer Kalorienverbrauch: Da der Bremsvorgang bei einem Spinning Rad nicht elektronisch gesteuert wird, kann der Tretwiderstand nicht bei der Ermittlung des Kalorienverbrauchs berücksichtigt werden. Dieser wird also immer ungenau sein, auch wenn er angezeigt wird. Ausnahme Modelle mit elektronischer Steuerung, die über einen genaueren Kalorienverbrauch verfügen gibt es jedoch. Ein Beispiel ist das ProForm Le Tour de France TDF 2.0 Indoor Bike, welches mit einem magnetischen Widerstandssystem (SMR™ Silent Magnetic Resistance) und mit einer elektronischen Schaltung arbeitet, jedoch über 1200 Euro kostet.
  • Keine präzise Leistungsmessung: Ein Spinning Rad verfügt nicht über eine präzise elektronische Messung von Watt-Werten, da wie oben erwähnt, der Widerstand am Gerät nur mechanisch eingestellt werden kann. Indoor Cycles, die eine genaue Leistungsanzeige anbieten kosten über 1200 Euro, z.B. das ProForm Le Tour de France TDF 2.0 und das Life Fitness IC5. Das Life Fitness Modell ist jedoch nur für die Nutzung in gewerblichen Fitnesseinrichtungen vorgesehen und nicht für den privaten Gebrauch.
  • Kein pulsgesteuertes Training: Ein Spinning Rad verfügt nicht über pulsgesteuerte Programme. Ist das gewünscht, müsste man zu einer Mischung aus Spinning Rad und Ergometer greifen, wie z.B. das Kettler Racer 9 Speed Bike. welches Pulssteuerung anbietet.

Die Sicherheitskomponenten

Aufgrund des direkten Antriebs ohne Freilauf sollte das Indoor Cycle beziehungsweise Spinning Bike auf jeden Fall über eine Not-Bremse verfügen. Muss die Schwungmasse schnell zum Stillstand gebracht werden müssen, weil man beispielsweise vom Pedal abrutscht, ist die Not-Bremse unerlässlich. Sie sollte in unmittelbarer Reichweite angebracht sein, sodass sie im Notfall unverzüglich betätigt werden kann. Sehr gut umgesetzt wurde das z.B. bei den Sportstech Profi Indoor Cycles. Hier ist die Bremse mit dem Drehknopf zur Widerstandsverstellung kombiniert. Ein schneller Griff reicht und die Schwungmasse wird sofort angehalten.

Außerdem sollte der Antrieb wenn möglich mit einer Abdeckung verkleidet sein. Insbesondere dann, wenn kleine Kinder im Haus sind, ist die Abdeckung ein Muss, da sie Verletzungen durch Riemen und Antriebsrad effektiv verhindern kann.

Die Stabilität

Harte Trainingseinheiten und schnelle Wechsel zwischen Sprints und Normalfahrten führen zu einer extremen dynamischen Belastung des Rahmens. Die Konstruktion muss daher robust und solide ausgeführt sein. Auch die Befestigungen für Sattel und Lenker sollten einen sicheren Eindruck machen. Hochwertige, geschlossen ausgeführte Lager sorgen für geringeren Verschleiß und eine längere Haltbarkeit. Ein hohes Eigengewicht des Spinning Rads ist von Vorteil, da es für einen sicheren Stand sorgt. Ein maximales Nutzergewicht von 150 kg und darüber ist ein gutes Zeichen für hohe Stabilität und Belastbarkeit.

Die Extras

Nicht zu vernachlässigen sind einige eher nebensächliche Ausstattungsmerkmale, die das Training jedoch wesentlich angenehmer machen können. Mit einer Trinkflaschenhalterung ist ein Getränk stets in Griffweite. Integrierte Transportrollen helfen, das schwere Indoor Cycle im Raum zu bewegen. Und mit einer Halterung für Tablet oder Smartphone lassen sich lange Trainingseinheiten unterhaltsamer gestalten.

Häufig gestellte Fragen zu Indoor Cycles, Spinning Bikes und Speedbikes

1. Was ist Spinning?

Als Spinning oder Indoor Cycling werden Ausdauertrainingsprogramme in der Gruppe bezeichnet, bei denen meist nach den Anweisungen eines Trainers beziehungsweise Instruktors auf stationären Fahrrädern (Spinning Räder) trainiert wird. Der Instruktor gibt mithilfe von Musik die Trittfrequenz vor und gestaltet über Anweisungen zum Tretwiderstand und der Fahrweise ein intensives Intervalltraining. Da jeder Fahrer selbst den Tretwiderstand einstellt, können Gruppen beliebig aus Personen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus zusammengestellt werden. Mittlerweile wird Spinning immer häufiger zu Hause betrieben. Wer auch hier nicht auf die Anleitung des Instruktors verzichten möchte, kann auf spezielle Trainings-DVDs zurückgreifen. Für die richtige Stimmung sorgt die passende Musik mit ca. 120 bis 150 Beats pro Minute.

2. Was kann ich mit Indoor Cycling beziehungsweise Spinning trainieren?

Indoor Cycling eignet sich vor allem zur Verbesserung der Ausdauer und zur Kräftigung der Beinmuskulatur. Aufgrund der intensiven Einheiten sind bei regelmäßigem Training bereits nach kurzer Zeit Erfolge zu erwarten. Das Training ist gelenkschonend, trainiert das Herz-Kreislaufsystem und fördert die Fettverbrennung. Beim Fahren im Wiegetritt wird außerdem die Rumpfmuskulatur gestärkt.

3. Kann ich mit Indoor Cycling abnehmen?

Indoor Cycling ist hervorragend zur Fettverbrennung geeignet. Trainingseinheiten von etwa 45 Minuten sind ideal, um den Fettstoffwechsel anzuregen und Fettdepots zu reduzieren. Gleichzeitig werden Beine und Po geformt.

4. Kann ich auf einem Spinning Bike ein pulsgesteuertes Training durchführen?

Da das Spinning Bike nicht über ein elektronisch gesteuertes Bremssystem verfügt, kann die Trainingsintensität nur manuell an den Zielpuls angepasst werden und nicht über den Computer. Ein pulsgesteuertes Training ist aber dennoch möglich. Dazu benötigt man lediglich eine Pulsuhr. Diese kann nach Eingabe der persönlichen Daten wie Alter und der richtigen Einstellung automatisch warnen, sobald man sich nicht mehr im optimalen Pulsbereich befindet. Man kann dann während des Trainings den Tretwiderstand entsprechend der Herzfrequenz stärker oder schwächer einstellen.

Mehr Infos zur optimalen Pulstrainingszone findet man hier.

5. Kann ich mit dem Spinning Bike ein wattgesteuertes Training absolvieren?

Nein. Da der Bremsvorgang bei einem Spinning Bikenicht elektronisch gesteuert wird, kann der Tretwiderstand nicht bei der Ermittlung der genauen Leistung durch den Computer berücksichtigt werden. Für ein wattgesteuertes Training sollte man ein Ergometer benutzen.

Einige Speed Bikes im höheren Preissegment ab 1200 Euro bieten jedoch eine genaue Leistungsanzeige an, mit deren Hilfe man die Leistung ständig im Blick hat und entsprechend den Tretwiderstand während des Trainings anpassen kann. Beispiele für solche Speed Bikes sind das ProForm Le Tour de France TDF 2.0 und das Life Fitness IC5. Bei dem letzteren Gerät wurde werksseitig bei der Herstellung eine Kalibrierung des Antriebssystems vorgenommen, sodass der in der Schwungscheibe gespeicherten Bewegungsenergie exakt ermittelt werden kann und der Bremswiderstand mittels eines Magnetfeldsensors gemessen werden kann.

6. Wie laut sind Spinning Bikes?

Die Lautstärke hängt sehr stark von der Antriebsart, der Qualität der Lager und der Art der Bremse ab. Grundsätzlich sind Bikes mit Kettenantrieb deutlich lauter als solche mit Riemenantrieb. Schleifbremsen sind lauter als berührungsfrei arbeitende Magnetbremsen. Meist hält sich die Geräuschentwicklung aber in Grenzen. Indoor Bikes mit Riemenantrieb können problemlos zu Hause genutzt werden, ohne dass dadurch Nachbarn gestört werden.

Wartungs- und Pflegetipps für Ihr Indoor Cycle

Da Indoor Cycles nicht mit Straßenschmutz und Witterungseinflüssen in Berührung kommen, ist der Reinigungs- und Pflegeaufwand geringer als bei einem Fahrrad. Günstig auf den Wartungsaufwand wirkt sich auch die robuste und technisch bewusst einfach gehaltene Ausführung aus. Allerdings braucht auch ein Spinning Rad regelmäßige Pflege, damit es eine möglichst lange Lebensdauer erreicht. Ein paar einfache Maßnahmen helfen dabei, lange Freude am Bike zu haben.

Will man Quietsch- und Schleifgeräusche vermeiden und die Lebensdauer der Filzbremse erhöhen, sollte der Filz- oder Lederbelag der Bremse regelmäßig mit Wartungsöl, wie z.B.  Brunox Turbo Spray, getränkt werden, da er sonst trocken und spröde wird. Bei guter Pflege der Filzbremse bleibt der Rundlauf erhalten, die Bremse arbeitet leise und ist sauber dosierbar. Außerdem entsteht kein unangenehmer Geruch durch zu trockenen Filz.

Nach jedem Training:

Nach jeder Trainingseinheit sollte die Oberfläche des Spinningrads mit einem leicht feuchten Lappen, wenn möglich mit etwas Desinfektionsmittel, abgewischt werden. Schweiß, der auf Lenker und Rahmenteile tropft, führt sonst schnell zu Korrosionsflecken auf dem Metall. Überschüssige Feuchtigkeit beziehungsweise Reinigungsmittel sollten anschließend mit einem weichen Tuch wieder entfernt werden.

Alle 2 Wochen:

Alle 14 Tage sollte man die Notbremsfunktion testen.

Monatlich:

Durch die Bewegungen während des Trainings können sich Schraubverbindungen lösen. Daher ist es für die Betriebssicherheit wichtig, monatlich alle Verschraubungen zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzuziehen, besonders die an den Standfüßen, am Sattel, Lenker und den Pedalen.

Zum Schutz vor Korrosion sollte die Sattelstütze, der Lenkervorbau und die Schlitten zu deren horizontaler Verstellung mit etwas Wartungsöl abgerieben werden.

Alle 20 Betriebsstunden:

Damit ein sauberer Rundlauf gewährleistet bleibt, sollte jeweils nach 20 Betriebsstunden die Schwungscheibe und die Nabe mit einem speziell für Spinningräder erhältlichen Wartungsspray gepflegt werden, das gleichzeitig reinigt, schmiert und vor Korrosion schützt. Optimal ist die Wirkung, wenn ein dünner öliger Film auf der Schwungscheibe zurückbleibt.

Bei Bedarf:

Wenn nach einiger Zeit der Riemen anfängt, bei großen Belastungen auf der Antriebsscheibe durchzurutschen, muss die Spannung nachgestellt werden. Bei Modellen mit einer Spannrolle, die den Antriebsriemen unter Spannung hält, wird die Anpresskraft der Rolle erhöht. An Modellen ohne Spannrolle wird die Schwungscheibe etwas weiter nach vorne gezogen, bis die korrekte Spannung erreicht ist. Je nach Konstruktion muss zum Spannen eventuell die Abdeckung des Antriebs demontiert werden.

Wird das Bike über längere Zeit nicht verwendet, sollte es vor dem ersten Training nach der Pause gereinigt werden. Außerdem empfiehlt sich eine Überprüfung der Schraubenverbindungen.

Jährlich:

Damit die Gewinde zum Einstellen der Sattel- und Lenkerhöhe mit der Zeit nicht schwergängig werden, sollten sie einmal jährlich gefettet werden.

Je nach Modell des Spinningrads können weitere Wartungsarbeiten nötig sein. Einige Hersteller empfehlen auch spezielle Pflegeprodukte, die optimal auf die von ihnen eingebauten Komponenten abgestimmt sind. Die Hinweise und Tipps in der Gebrauchsanweisung helfen, die Funktionalität des Bikes lange zu erhalten.

https://ac-fitness.de: TOMAHAWK INDOOR CYCLE Pflege – und Wartungshandbuch



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