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Schwungmasse Ergometer: „Je schwerer das Schwungrad, desto besser der Rundlauf?“

In diesem Artikel besprechen wir die Ausnahmen von der Regel „Je schwerer das Schwungrad, desto besser der Rundlauf des Ergometers“. Dazu haben wir eine Infografik erstellt, auf der die Hersteller von Ergometern mit deren maximalem Schwungmassengewicht visualisiert sind.

Wie man sieht, gilt die Regel noch recht gut für Einsteiger-Egometer (mit Schwungmasse von 5 kg bis 7 kg) bis Ergometer der Mittelklasse (mit Schwungmasse von 9 kg bis 12 kg, ausnahmsweise 15 kg). Bei Profi-Ergometer sieht es anders aus. Wie man aus der Grafik erkennen kann, steigt die Schwungmasse im Vergleich zu guten Mittelklasse-Ergometer nur wenig an, die meisten weisen 14 kg Schwungmasse auf. Es gibt einige Profi-Ergometer mit einer Schwungmasse unter 11 kg und sogar eins mit 6 kg. Wie kann das sein? Hier erklären wir die Ausnahmen von der „Schwere-Schwungmasse-Regel“.

Ausnahme I: Hochwertiger Antrieb und hohes Übersetzungsverhätnis

Wenn die Antriebssystem-Komponenten, d.h. Tretlager, Riemen (Poly-V-Längsrippenriemen bzw. Rillenriemen) und Bremssystem, sehr hochwertig sind und das Übersetzungsverhältnis der Schwungscheibe hoch ist (z.B. 1:10, manchmal reicht 1:8), so genügt auch eine niedrige Schwungmasse, um einen guten Rundlauf zu erzeugen. Ein hohes Übersetzungsverhältnis zwischen Schwungscheibe und Kurbel macht eine vollständige Kraftübertragung, ohne Leistungsverlust möglich. Das Schwungrad wird stärker angeschubst, erhält also mehr Geschwindigkeit und nach der oberen Formel, erhalten wir höhere Rotationsenergie und somit einen besseren Rundlauf. Mit anderen Worten: Je größer das Übersetzungsverhältnis, desto weniger muss das Schwungrad wiegen. Eine leichte Schwungmasse ist daher bei soliden Markengeräten, wie das Kettler Ergo C10 oder das HAMMER Ergo Motion BT fast schon Standard.

Besitzt aber ein billiger Heimtrainer unter 250 Euro eine Schwungmasse von 6 kg ist das fast ein sicheres Zeichen für einen unrunden Lauf. Hier würde ein Leistungsverlust bei der Kraftübertragung stattfinden, der Riemen würde durchrutschen und der Tritt unrund werden. Man hätte das Gefühl, der Rundlauf ist so abgehackt, als würde man ein Kinderdreirad fahren.

Ausnahme II: Spezielle Konstruktion des Schwungrad-Systems

Schwinn/ Nautilus

Einige bekannte Hersteller liefern Fahrradtrainer mit einer patentierten Konstruktion des Antriebssystems. Schwinn ist z.B. bekannt für sein Hochgeschwindigkeits-Antriebssystem und seine periphere Lagerung der Schwungmasse, wodurch eine niedrige Schwungmasse von 8 kg ausreicht, um einen hervorragenden Rundlauf zu erzeugen, frei von toten Punkten und Rucklern.

Die Firma WaterRower bzw.

Air Bikes

Air Bike Ergometer mit Luftwiderstandssystem/ Windrad, wie das Assault Airbike Elite von Precor, oder das Concept2 BikeErg liefern einen authentischen und völlig natürlichen Rundlauf, ohne dass das Wort „Schwungmasse“ eine Rolle spielt.

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